Religion, Volk, Identität? Das Judentum in der Sackgasse des modernen Nationalismus. Von Rainer Schreiber

Religion, Volk, Identität? Das Judentum in der Sackgasse des modernen Nationalismus. Von Rainer SchreiberAusgehend vom Nahost-Konflikt untersucht Rainer Schreiber die Sackgasse religiöser und nationaler Identitäten. Der Zionismus und die Idee eines 'jüdischen Volkes' dienen ihm als Beispiel, um das Problem zu verdeutlichen.

ISBN 978-3-86569-714-1    10,00 €  Portofrei    Bestellen

Denn so nachvollziehbar im historischen Kontext des Antisemitismus die Überlegungen waren, einen Staat der Juden zu gründen und mit einer kollektiven Identität auszustatten, so verständlich die Entstehung des Zionismus in der historischen Perspektive ist - wie jede nationale Ideologie schließt er die nicht zu seinem behaupteten Kollektiv Gehörigen prinzipiell aus, was einer friedlichen Lösung des Nahost-Konflikts letztlich entgegensteht. Schreiber hingegen plädiert - insbesondere, aber nicht nur in Hinblick auf die Situation in Israel und Palästina - für die Überwindung des Denkens in nationalen und religiösen Rastern: 'Gerade die jüdische Denktradition mit ihrem staatskritischen Internationalismus und Humanismus wäre dazu allemal in der Lage, wovon zahlreiche Intellektuelle jüdischer Herkunft auch heute beredt Zeugnis ablegen.'

Rainer Schreiber, geboren 1955, Studium der Soziologie, VWL, Politik und Pädagogik. Arbeitet in der beruflichen Bildung und Bildungsforschung; diverse Lehraufträge für Sozialpolitik und Sozialmanagement. Veröffentlichungen zum Management Sozialer Organisationen, demographischen Wandel und zur regionalen Wirtschaftspolitik.

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Der Deutsche, sein Nationalismus und "Volkscharakter" Von Reinhard Jellen. Rainer Schreiber über die Fallstricke identitären Denkens - Teil 2 Mit der neuen, aggressiveren Rolle Deutschlands im weltpolitischen Geschehen sind auch die Diskurse über den deutschen Nationalismus offensiver geworden. Damit einher geht eine Reihe medial und politisch vermittelter Feindbilder, die rassischen Stereotypen folgen. Der Soziologe Rainer Schreiber hat in seinem Buch "Religion, Volk und Identität" die Sackgassen des modernen Nationalismus dargestellt.  → Telepolis  11.11.2015

"Die politische Bedeutung physiognomischer Unterschiede stellt stets eine Konstruktion dar" von Reinhard Jellen. Rainer Schreiber über die "Araber", Phillip Rösler und die Fallstricke "identitären Denkens" In seinem aktuellen Buch "Religion, Volk, Identität" analysiert der Soziologe Rainer Schreiber den Israel-Palästina-Konflikt und entwickelt daraus eine Kritik "identitären Denkens", das über einen fiktiven eigenen Nationalcharakter zu Abgrenzung, Feindbildern und Sündenbock-Konstruktionen neigt. → Telepolis 09.11.2015

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Erstellt: 15.12.2014 - 17:19  |  Geändert: 02.12.2020 - 18:03

 

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