Komm und sieh. Regie: Elem Klimow

Zahlreiche Filmemacher und Kritiker zählen Komm und sieh zu den besten Filmen aller Zeiten. (Wikipedia)

Belarus, 1943: Florja, noch mehr Kind als Jugendlicher, buddelt am Strand nach alten Gewehren, um endlich Partisan werden zu können. Als er fündig wird, lässt er sich trotz des Flehens seiner Mutter rekrutieren und zieht stolz in den Kampf. Der kindliche Traum von Heldentaten und Abenteuer zerplatzt allerdings schon bei der Ankunft im Truppenlager, denn der Kommandant will ihn beim Einsatz nicht dabeihaben. Und so beginnt für ihn auf seinem Rückweg eine Odyssee, die ihn in nur wenigen Tagen mitten in die Hölle des Zweiten Weltkriegs führt. Elem Klimows letzter Spielfilm, dessen Drehbuch von der sowjetischen Zensur wegen seiner angeblich zu schmutzigen und naturalistischen Ästhetik sieben Jahre lang blockiert wurde, gilt vielen als eines der letzten großen Meisterwerke des Sowjetkinos und als bester Kriegsfilm der Kinogeschichte.

EAN 4042564195200     20,95 €  Portofrei     Bestellen

So auch Roger Ebert, der seinerzeit schrieb: Es heißt, es sei unmöglich, einen wirklichen Anti-Kriegsfilm zu drehen, da Krieg von Natur aus aufregend ist und das Ende des Films immer den Überlebenden gehört. Niemand würde je den Fehler machen, so etwas über Elem Klimows KOMM UND SIEH zu sagen. Dieser russische Film von 1985 ist einer der niederschmetterndsten Filme aller Zeiten. Ich kenne kaum einen anderen, der das menschlich Böse schonungsloser zeigt. Dem ist nichts hinzuzufügen.

2 DVDs (Special Edition), 137 Minuten.

Enthält folgendes Bonusmaterial: Audiokommentar mit Olaf Möller und Barbara Wurm // Interviews mit: Regisseur Elem Klimow (20 Min.) / Hauptdarsteller Aleksei Krawtschenko (13 Min.) / Set-Designer Viktor Petrow (8 Min.) / Regieassistent Wladimir Kozlov (22 Min.) // Making Of (10 Min.) // 2 Archivfilme über den 2. Weltkrieg in Belarus (9 und 11 Min.) // Videoessay von Marcus Stiglegger (ca. 15 Min.) // Trailer, Booklet

Mehr Infos...

Es gibt Gräuel, die einen den Verstand verlieren lassen, wenn man sie sieht und hört. Und Filme, die diese Erfahrung nachvollziehen, wie "Komm und sieh", der jetzt wieder gesehen werden kann und unbedingt gesehen werden sollte. Von Philipp Stadelmaier → SZ 23.10.2020

Weitere Stimmen zum Film:

‚Komm und sieh‘ klingt wie die Einladung zu einem Kinderspiel. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein ... eine „halluzinatorische Unterwelt aus Blut und Schlamm und eskalierendem Wahnsinn“ zu sehen („Come and See“ sounds like an invitation to a child’s game. Nothing could be further from the truth ... hallucinatory nether world of blood and mud and escalating madness). Rita Kempley, Washington Post

"Komm und siehe" ist ein Kriegsfilm von ungeheuerer Brutalität, aber auf seinem Höhepunkt schlägt der Schrecken um in furchtbare Nachdenklichkeit. Andreas Kilb, die ZEIT

... einer der kraftvollsten und verstörendsten Kriegsfilme, die je entstanden sind“, eine Vision der Hölle auf Erden (Properly considered one of the most powerful and disturbing war movies ever made a vision of hell on earth). Ian Nathan im Filmmagazin Empire

vollständiger Film auf Russisch mit deutschen Untertiteln

Der Film auf Wikipedia

Der Hauptdarsteller Alexei Jewgenjewitsch Krawtschenko auf Wikipedia

Elem Klimow auf Wikipedia

KOMM UND SIEH / Der schlimmste Antikriegsfilm aller Zeiten?!

KOMM UND SIEH / Der schlimmste Antikriegsfilm aller Zeiten?!
urstdertyp Youtube 12.12.2022

 

Erstellt: 19.11.2023 - 14:27  |  Geändert: 24.11.2023 - 13:10

Autoren: 
Verlag: