Briefe nach Breslau. Meine Geschichte über drei Generationen. Von Maya Lasker-Wallfisch

Dort, wo Maya aufwächst, herrscht Schweigen. Die deutsche Vergangenheit, der Holocaust, den die Mutter als Cellistin im Orchester von Auschwitz überlebt - davon wird nicht gesprochen. Dennoch entkommt Maya den Verwundungen der Eltern nicht, ein stabiles Leben scheint unmöglich, sie treibt durch das London der Siebziger. Zu lange Nächte, Drogen, Schulden, die falschen Typen, eine Flucht nach Jamaika, bei der sie fast stirbt ... Um zu überleben, das ist ihr schlagartig klar, muss sie das Schweigen überwinden. Sie beginnt zu schreiben: Briefe nach Breslau an die von den Nazis ermordeten Großeltern. Stück für Stück setzen ihre Worte eine Familie wieder zusammen, erzählen die Geschichte dreier Generationen im Spiegel der größten Katastrophe des 20. Jahrhunderts.

ISBN 978-3-458-17847-7     24,00 €  Portofrei     Bestellen



Dieses Buch ist der Versuch einer Rettung. Maya Lasker-Wallfisch schreibt darin an gegen die Sprachlosigkeit, mutig und gefühlvoll. Sie macht erfahrbar, wie ein transgenerationales Trauma das eigene Leben bestimmt, wie die eigene Geschichte immer abhängt, von dem, was zuvor geschehen ist.

Mehr Infos...

Inhaltsverzeichnis

»Ich fand meinen Platz erst spät.« Maya Jacobs-Wallfisch über ihre Kindheit als Tochter der Schoa-Überlebenden Anita Lasker-Wallfisch und Traumata. Von Katrin Richter → Jüdische Allgemeine 24.02.2019

 

»Der Holocaust war in der Familie nie Thema.« Wie entwickelt sich eine Familie, wenn die Vergangenheit verschwiegen wird? Erst recht wenn es um die Jahre im KZ geht? Ein Interview mit drei Generationen der Musikerfamilie Wallfisch. Von: Malte Herwig → SZ Magazin 21.12.2015

Presse:

»Ein hochinteressantes und tief berührendes Buch.« Münchner Merkur

»Ein wichtiges Buch, das auf eindringliche Weise deutlich macht, wie sich der Holocaust nicht nur auf die Überlebenden, sondern auch auf die zweite Generation ausgewirkt hat, auf die Kinder der Überlebenden, die nichts über die Familiengeschichte wussten, da ihre Eltern sie vor dem Wissen um das Grauen der Shoah schützen wollten und daher lange Zeit geschwiegen haben.« Doris Hermanns, aviva-berlin.de (April 2020)

»Maya Lasker-Wallfisch schreibt mit ihren Briefen nach Breslau eine ergreifende Familiengeschichte – und eine moderne Theorie der Erinnerung.« Manuel Brug, DIE WELT

»Mayas mutiges Buch hat das Verständnis für transgenerationelle Übertragungen, den Blick auf mehrere Generationen in historischen Kontexten, stark bereichert. Es erinnert an die gefährlichen psychologischen und politischen Hinterlassenschaften der Nazi-Diktatur und beweist, dass der destruktive Bann der Vergangenheit gebrochen werden kann.« Alexandra Senfft, der Freitag

»Ein Klassiker für die nächste Generation.« Sabine Bode

»Sie schildert unumwunden die brüske Art ihrer Mutter und klagt dennoch nicht an. Es ist kein Buch der Wut, der Abrechnung, des Zorns, sondern eine Erzählung der Verzweiflung, der nachgetragenen Trauer, der Zärtlichkeit. Erst durch das Schreiben, sagt die 62-jährige Maya Lasker-Wallfisch, wisse sie, wer sie sei, erst jetzt könne sie sich sehen und werde gesehen.« Gabriele von Arnim, Deutschlandfunk Kultur

Die Autorin:

Maya Lasker-Wallfisch, geboren 1958 in London, arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren als psychoanalytische Psychotherapeutin. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von transgenerationalen Traumata. Sie ist die Tochter von Anita Lasker-Wallfisch, gemeinsam kämpfen sie für eine lebendige Erinnerungskultur und gegen Antisemitismus. Briefe nach Breslau. Meine Geschichte über drei Generationen, ihr erstes Buch, erschien im Frühjahr 2020.

Die Übersetzerin:

Marieke Heimburger studierte in Düsseldorf Literaturübersetzen für Englisch und Spanisch. Seit 1998 übersetzt sie aus dem Englischen, seit 2010 auch aus dem Dänischen. Sie war mehrfach Stipendiatin des Deutschen Übersetzerfonds und erhielt mehrere Förderungen von der Dänischen Kulturbehörde.

 

Erstellt: 26.06.2022 - 17:34  |  Geändert: 26.06.2022 - 17:34

Verlag: