Die freien Frauen. Von Irina Liebmann

Elisabeth Schlosser fühlt sich falsch - falsch in ihrer Wohnung, falsch in ihrer Stadt, ja falsch in ihrem Leben sogar, so als müsste sie eine andere sein, aber wer? Während Berlin tiefer und tiefer im Schnee versinkt, sitzt sie in ihrer Wohnung in einem grünlichen, bröckelnden Haus am Hackeschen Markt und vertraut ihren Kummer einer hundertjährigen Brieffreundin an: Der erwachsene Sohn in der Küche will nicht essen und auch nicht mit ihr reden, sein Vater taucht nur kurz auf und geht ohne viele Worte wieder, und das Drama, das Elisabeth Schlosser ihr Leben lang schreiben wollte, ist ihr nicht gelungen. Wie soll das weitergehen? Schließlich reißt sie sich los und macht sich auf den Weg nach Polen ... 

ISBN 978-3-89561-259-6     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Dort, wo ihre Familie einst lebte, glaubt sie eine Antwort auf die Frage zu finden, wer sie ist und wer nicht.In einer dichten, musikalischen Prosa erzählt »Die freien Frauen« von der Sehnsucht nach dem, was verschüttet ist, verschüttet unter Neuanfängen, unter Geschichte, unter dem Scheitern anderer vor uns. Und wieder erzählt Irina Liebmann auch von ihrer Stadt, von Berlin und seinen Frauen.

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Leseprobe des Verlags

Teuer erkaufte Freiheit. Nach zehn Jahren tritt Irina Liebmann wieder mit einem Roman an die Öffentlichkeit. Ihr letzter kam 1994 heraus, hieß „In Berlin“, ein Stimmungsbericht einer Grenzgängerin im neu vereinten Berlin. Berühmt wurde die Autorin mit ihren literarischen Reportagen, vor allem dem „Berliner Mietshaus“, das zuerst 1982 erschienen war. 1997 beeindruckte sie mit einer romantischen Reisereportage „Letzten Sommer in Deutschland“. Nun also ihr neuer Roman „Die freien Frauen“, von manchen als ihr bester gefeiert – aber von allen ganz unterschiedlich gelesen. Von Eva Pfister → Deutschlandfunk 04.01.2005

Gefangen im Café Europa. "Die freien Frauen": Schon der Titel dieses Romans will seinen Inhalt konterkarieren. Der Schutzumschlag des Buchs setzt demgemäß das Wort "freie" kursiv; "Die sogenannten freien Frauen" soll man das wohl verstehen. Das ganze Buch ist gewissermaßen in Anführungszeichen zu lesen. → FAZ 26.11.2004

Wir treffen uns, wo wir uns verloren haben. Wie es Irina Liebmann gelingt, ein kleines Wunderwerk deutsch-jüdischer Gedächtniskultur und einen phantastischen Roman zu schreiben → Cicero ohne Datum

Presse:

»Irina Liebmanns bester Roman.« Iris Radisch, Die Zeit

»Ihr Blick ist auf Berlin (…) zentriert. Darin steckt aber keine Nostalgie, sondern hartnäckige Bodenhaftung in der Gegenwart, poetisch wie politisch.« Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung

Die Autorin:

Irina Liebmann, geboren in Moskau, lebt in Berlin. Seit 1975 freie Schriftstellerin, vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Berliner Literaturpreis (1998), dem Preis der Leipziger Buchmesse (2008), dem Preis Von Autoren für Autoren des Lübecker Literaturtreffens (2015) und mit dem Uwe-Johnson-Preis (2020). Ihr Werk erscheint in Neuausgaben bei Schöffling & Co.

Die Autorin auf Wikipedia

 

Erstellt: 20.11.2021 - 07:03  |  Geändert: 20.11.2021 - 07:17

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