Überleben. Von Tsitsi Dangarembga

Preisgekrönter Roman über den Überlebenskampf von Frauen in der postkolonialen Gesellschaft in Simbabwe. Als Tambudzai beginnt, den finanziellen und sozialen Status wiederherzustellen, für den sie ihre Jugend über hart gearbeitet hatte, ahnt sie noch nicht, dass jeder vermeintlich harmlose Schritt, den sie macht, sie letztlich um die Würde ihrer Familie und ihrer Gemeinschaft bringen wird. Sie lebt in einer heruntergekommenen Jugendherberge in der Innenstadt von Harare und macht sich nach der Aufgabe eines perspektivlosen Jobs Sorgen um ihre Zukunft. Der schmerzhafte Kontrast zwischen der Zukunft , die sie sich vorgestellt hatte und ihrer Alltagsrealität treibt sie in die Verzweiflung und an einen Wendepunkt.

ISBN 978-3-944666-87-7     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Dieser eindrucksvolle und psychologisch aufgeladene Roman der bekanntesten Autorin Simbabwes zeigt, wie toxisch die Kombination von Kolonialismus und Kapitalismus nach wie vor ist.

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Ein Schlachtfeld. Klasse, Hautfarbe, Gender: Darüber schreibt Tsitsi Dangarembga, die Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels 2021 Thomas Hummitzsch → der Freitag 14.10.2021

Frauen ohne Optionen. Tambudzai hat sich hochgearbeitet bis zur Werbetexterin. Doch als sie kündigt, weil immer wieder weiße Männer ihre Namen unter ihre Slogans setzen, erfährt sie einmal mehr: Als schwarze Frau mittleren Alters vom Dorf kämpft man in Simbabwe selbst mit guter Ausbildung ums „Überleben“. Von Dina Netz → Deutschlandfunk 01.09.2021

Presse:

»Eine der ganz großen Stimmen Simbabwes und Afrikas ist Tsitsi Dangarembga. In ihren Arbeiten geht es um den Clash von Traditionen und Moderne, Frauen- und Freiheitsrechte und um die Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben und weibliche Selbstbestimmung. Dieses Leben und die beschriebenen Konflikte sind keineswegs nur interessant in Simbabwe, sondern auch für uns Lesende hier – nicht nur aus einer Perspektive der globalen Gerechtigkeit. Ihre Sprache ist derb, direkt und beschreibt vor allem Emotionen und Zustände der Protagonistinnen äußerst genau.« Jörg Petzold, Flux FM

»Tsitsi Dangarembga weist mit ihrem Roman auf diejenigen Unterdrückten hin, die die Weltöffentlichkeit allzu selten im Blick hat: auf afrikanische Frauen in den Zwängen von race, Alter, sozialer Schicht. Dass sie dieses politische Statement in einen atemberaubenden Roman kleidet, beweist Tsitsi Dangarembgas literarische Klasse.« Dina Netz, Deutschlandfunk

»Ein Meisterwerk.« New York Times

»Großartig.« Guardian

»Tsitsi Dangarembga schafft mit diesem Roman etwas ganz Seltenes: eine strahlende Antiheldin.«The Washington Post

Die Autorin:

Tsitsi Dangarembga ist Filmemacherin, Dramaturgin und Schriftstellerin. 1988 veröffentlichte sie ihren Roman »Nervous Conditions«, der in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Das Buch gilt als der erste afrikanische Frauenroman. 1992 gründete sie ihre eigene Produktionsfirma Nyerai Films. Tsitsi Dangarembga setzt sich intensiv für die Förderung filmschaffender Frauen in Simbabwe und anderen afrikanischen Ländern ein. Sie ist Gründerin der Organisation Women Filmmakers of Simbabwe und Direktorin des International Images Film Festival for Women in Harare. Seit 2009 steht Tsitsi Dangarembga dem Institute of Creative Arts for Progress in Africa Trust vor. 2021 erhielt sie den PEN Pinter Prize, den PEN International Award for Freedom of Expression, den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels sowie 2021 den Literaturnobelpreis.

Die Autorin auf Wikipedia

 

Erstellt: 11.10.2021 - 18:09  |  Geändert: 17.10.2021 - 14:38