Ein Irokese am Genfersee. Eine wahre Geschichte. Von Willi Wottreng

Bei einer Hausdurchsuchung findet Staatsanwältin Ursula Haldimann ein fleckiges altes Foto: Ein Indianer, mit Federschmuck auf dem Kopf, sitzt an einem Tisch in einer Schweizer Stube. Er blickt Ursula selbstbewusst entgegen. Wer ist dieser Mann? Hinter dem Bild verbirgt sich eine unglaubliche Geschichte: Deskaheh, Chief der Irokesen, kommt 1923 nach Europa. Es ist seine letzte Chance, das Land seines Volkes im Norden Amerikas vor der Besetzung der Weißen zu retten. Vom Völkerbund in Genf verspricht er sich Hilfe.

ISBN 978-3-293-20896-4     12,95 €  Portofrei     Bestellen

Es beginnt eine folgenreiche Reise durch die Schweiz, die Menschen liegen dem charismatischen Chief zu Füßen. Doch sein Appell um Anerkennung wird nicht überall erhört. Kriminalroman, Politthriller, Reportage und literarische Parabel: die Geschichte des Irokesen Deskaheh.

Deskaheh ist für die Indianer, was James Baldwin für die Schwarzen in Amerika ist: eine Stimme aus ihrer Mitte.

Kriminalroman, Politthriller, Reportage, literarische Parabel: die Geschichte des Irokesen Deskaheh.

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Presse:

»Willi Wottrengs dokumentarischer, in klarer Prosa geschriebener Roman ist eine illusionslose politische Parabel. Die große Stärke des Romans ist das Spiel der Mutmaßungen und Wahrscheinlichkeiten. Es demaskiert, wie verlogen und zynisch Interessenpolitik meist funktioniert. Doch gibt es auch Lichtblicke: so die berührend zarte Liebesgeschichte des Häuptlings mit der Schweizerin Hedwige.« (Christoph Vormweg, Deutschlandfunk)

»Wottreng beschreibt einen hoch interessanten Kampf eines unterdrückten und bevormundeten Kleinvolkes um Souveränität. Er tut dies berührend ohne Rührseligkeit, mit nüchternem Erzählstil und gelegentlichem Schalk.« (Hansruedi Kugler, Tagblatt)

»Willi Wottreng holt mit seiner Darstellung der historischen Figur Deskaheh eine Geschichte ans Licht, die bislang wahrscheinlich nur Experten bekannt war. Höchste Zeit dafür.« (Petra Lohrmann, Gute Literatur - Meine Empfehlungen)

Der Autor:

Willi Wottreng, 1948 in Kreuzlingen geboren, ist Journalist und Autor von Romanen und Sachbüchern. Er studierte Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaften. Er war führender Aktivist in der 68er-Bewegung, eröffnete eine Buchhandlung und arbeitete zeitweise als Lehrer. Danach wandte er sich dem Journalismus zu und wirkte u. a. als Redaktor der Weltwoche und der NZZ am Sonntag. Für seine Arbeit erhielt er den Zürcher Journalistenpreis, 2006 wurde er zum Kulturjournalisten des Jahres gewählt. Wottreng lebt in Zürich.

 

Erstellt: 11.10.2020 - 08:32  |  Geändert: 02.12.2020 - 17:55