Manituana. Von Wu Ming

Thema des Romans "Manituana" ist der amerikanische Unabhängigkeitskrieg. Er beleuchtet das Aufeinanderprallen dreier Welten: die alte Welt der Indianer, die feudale Welt des britischen Empire und die neue Welt der rebellierenden Siedler, deren anbrechende Herrschaft sich auf Kolonisation und Gewalt gegen die autochthone Bevölkerung stützt. Im Mittelpunkt der Handlung steht der legendäre Mohawk-Häuptling Joseph Brant, der gegen die Siedler auf Seiten der Briten kämpft. Der Roman dekonstruiert die Mythen des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs aus Sicht der indianischen Ureinwohner.

ISBN 978-3-86241-465-9     19,80 €  Portofrei     Bestellen 
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Der Kampf des Kriegshäuptlings für die Rechte der indianischen Gemeinschaften führt ihn bis nach London an den Hof Georgs III., wo er eine Allianz mit den Briten eingeht. Nach seiner Rückkehr auf den amerikanischen Kriegsschauplatz stellt er sich den Truppen der rebellierenden Siedler unter General Sullivan entgegen. George Washington setzt ein Kopfgeld auf ihn aus und befiehlt, »alle indianischen Siedlungen dem Erdboden gleichzumachen«. Joseph Brant und wenige Getreue versuchen Sullivan aufzuhalten, können aber nur noch wenige Alte und Kinder retten. Nach der Niederlage der Irokesen führt seine Schwester Molly die Überlebenden in eine neue Heimat auf den Tausend Inseln im Ontariosee, dem mythischen Land Manituana.

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Das Autorenkollektiv:

Seit 1994 trat unter dem Phantomnamen Luther Blissett u.a. eine Gruppe subkultureller Aktivisten aus Bologna auf, die nach zahlreichen spektakulären Aktionen im Stile der Kommunikationsguerilla ihr Tätigkeitsfeld auf die Literatur verlegten. Mit ihrem Reformationsepos »Q« gelang ihnen ein Überraschungserfolg. Der historische Thriller wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und avancierte zum internationalen Bestseller. Anschließend setzten die Autoren ihre Arbeit unter dem Namen »Wu Ming« fort. Seitdem hat das Kollektiv mehrere Romane veröffentlicht, denen gemein ist, die offizielle Geschichte gegen den Strich zu bürsten.

 

Erstellt: 06.08.2020 - 07:58  |  Geändert: 02.12.2020 - 17:56

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