Zum 80.Geburtstag Henryk M. Broder. Mit Russenhass. Goethe zu Russland! IRNA heute! Russisches Haus!
auf YouTube (04.09.2026) 27:17
Überblick
Einführung und Bundestagswahl-Prognosen (00:06) Der Journalist Henryk M. Broder wird anlässlich seines 80. Geburtstags als „feiner Russenhasser“ und „konservativ wie ein alter Eichenschrank“ angekündigt. Broder weigert sich jedoch, konkrete Vorhersagen für die anstehenden Landtagswahlen abzugeben, da Umfragen oft ungenau seien und Prognosen lieber den Kollegen von Panorama und Monitor überlassen werden sollten. Er reflektiert über den schnellen Wandel der modernen Welt und die veränderte deutsche Parteienlandschaft, die früher sehr überschaubar aus SPD, CDU und FDP bestand.
Die Stärke der AfD im Osten und scharfe Medienkritik (03:16) Die AfD verzeichnet in den ostdeutschen Bundesländern Umfragewerte von über 40 %. Laut Broder besitzen die Ostdeutschen einen feinen Riecher für Diktatur, Lügen und die parteiliche Bindung von Politikern, da sie dies aus ihrer eigenen DDR-Vergangenheit kennen. Er wirft der heutigen Tagesschau vor, ohne Schamgefühl regierungstreue Propaganda (etwa zu Wärmepumpen und dem Klimawandel) zu verbreiten, was ihn stark an die einstige DDR-Nachrichtensendung Aktuelle Kamera erinnert.
Das Konzept „Unsere Demokratie“ und ziviler Ungehorsam (05:11) Broder bezeichnet den Vorwurf, die AfD wolle die demokratische Grundordnung abschaffen, als reine Unterstellung, während die eigentlichen Verfassungsfeinde in der Linkspartei säßen. Er kritisiert den Begriff „unsere Demokratie“ als exclusionary, da er wie der DDR-Slogan „unser Staat“ dazu diene, Andersdenkende auszugrenzen. Unter Verweis auf Henry David Thoreaus Werk über die Pflicht zum zivilen Ungehorsam betont er, dass gesundes Misstrauen gegenüber der Staatsführung eine Grundvoraussetzung jeder demokratischen Gesellschaft ist.
Die Migrationsdebatte und die „fünfte Kolonne Moskaus“ (09:09) Hinsichtlich des AfD-Slogans „Hol dir dein Land zurück“ und der Abschiebung illegaler Einwanderer sieht Broder keine Gefahr für den Rechtsstaat, da die Bundesrepublik föderalistisch stabil aufgebaut sei. Er hält die Kritik an den rechtlichen Absurditäten der Abschiebungspraxis für absolut legitim. Dennoch würde er die AfD niemals wählen, da sie für ihn die „fünfte Kolonne Moskaus“ in Deutschland darstellt.
Die Sündenbock-Rolle und Kritik am Verfassungsschutz (12:56) Broder kritisiert, dass das gesamte Programm der etablierten Parteien nur noch darauf abzielt, die AfD zu verhindern, anstatt eigene Inhalte anzubieten. Die AfD diene der Gesellschaft als willkommener Sündenbock. Vergleiche der Partei mit der NSDAP lehnt er ab, da dies die realen Verbrechen der Nationalsozialisten verharmlose. Den Verfassungsschutz bezeichnet er als unglaubwürdig und verweist darauf, dass eine wesentliche Verbotsstudie von einer staatlich finanzierten NGO ohne namhafte Juristen verfasst wurde.
Kritik am BSW und dem Selbstbestimmungsgesetz (17:28) Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) stuft Broder als höchst verdächtig ein, da es zwar bürgerlich auftrete, im Kern jedoch „rechtsradikal im übelsten Sinn“ und durch seine Nähe zu Putin unzulässig sei. Er äußert zudem scharfen, zynischen Spott über das neue Selbstbestimmungsgesetz, das er als absurden Verstoß gegen die Biologie verurteilt, da sich nun jeder Mann willkürlich zur Frau erklären könne.
Geopolitischer Wandel, Goethe-Institute und Kulturbeziehungen (19:45) Die Schließung von drei Goethe-Instituten in Russland wird thematisiert, wobei Broder an Goethes tiefe historische Faszination für Russland erinnert. Er kritisiert die überhebliche Haltung deutscher Politiker („Herrenmensch-Attitüde“), die verlangten, dass Russland deutsche Schließungen nicht spiegelbildlich beantworten dürfe. Zudem zitiert er empört eine FAZ-Meldung, wonach offen gefragt wurde, was man konkret tun könne, um „mehr russische Soldaten zu töten“.
Wirtschaftlicher Niedergang und die Briefwahlaffäre (21:41) Steigende Dieselpreise und das drohende Aus des VW-Standorts in Sachsen im Jahr 2031 verdeutlichen schwere wirtschaftliche Probleme. Broder kommentiert trocken, dass man aufhören solle, „hässliche Allmannautos“ zu bauen. Zudem wird über einen massiven Betrugsverdacht bei der Briefwahl in einem Seniorenheim in Dessau berichtet, bei dem Mitarbeiter die Stimmen einer dementen Heimbewohnerin gefälscht haben sollen.
Cancel Culture, Westasien und der 2+4-Vertrag (23:19) Der Beitrag prangert Cancel Culture am Beispiel des Alphaville-Sängers Marian Gold an. Parallel dazu werden geopolitische Berichte der IRNA über die Öffnung der Straße von Hormuz und Larijanis Verurteilung von US-Kriegsverbrechen im Jemen zitiert. Peter Gauweiler fordert, den Leipziger Drohnenvorfall gemäß Artikel 7 des 2+4-Vertrags in direktem Austausch mit Russland aufzuklären, während Sergei Lawrow der deutschen Führung vorwirft, die Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs zu vergessen