Droht Europa ein neues 1914? Historiker René Schlott über Kriegsangst, Medien und Russland
auf YouTube (02.07.2026) 1:11:23
Wiederholt sich gerade Geschichte? Hundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg stellt sich erneut die Frage, wie Kriege entstehen – und welche Rolle Politik, Medien und gesellschaftliche Stimmungen dabei spielen.
Im Gespräch mit Michael Meyen ordnet der Historiker René Schlott die aktuelle Lage ein. Er spricht über Parallelen und Unterschiede zu 1914, über die Entstehung von Feindbildern, die Verantwortung der Medien und die Frage, wie der Einzelne mit wachsender Kriegsangst umgehen kann. Dabei geht es nicht um einfache Antworten, sondern um historische Urteilskraft und Wege, den Dialog auch in polarisierten Zeiten aufrechtzuerhalten.
Zeitmarken
00:00 – Worum geht es?
00:46 – René Schlott: Historiker und Publizist
01:57 – Parallelen zu 1914
05:49 – Lebensgefühl und Politik in der Vorkriegszeit
13:22 – Rolle und Dynamik der Medien
15:37 – Kriegsschuld: Grenzen und Tabus der Geschichtswissenschaft
23:58 – Herzland-Theorie und Geopolitik
30:02 – Russland wieder als Feindbild
31:53 – Coronapolitik als Militäraktion
36:02 – Historiker und Urteilskraft
39:17 – Militarisierung in der Presse
47:37 – „Zeitenwende“: Angst als treibende Kraft
48:49 – René Schlotts Weg in die Verweigerung
53:07 – Friedensbewegung und Schulstreiks
57:44 – Kriegsangst: Was kann der Einzelne tun?
1:03:46 – Mit allen sprechen. eine Utopie
1:10:07 – Ausblick