Marsch des "unsterblichen Regiments". Putins Propaganda, oder anders? Die Geschichte und Interviews
auf YouTube (24.05.2026) 58:45
Am 9. Mai wurde in vielen Städten auf der Welt der sogenannte „Marsch des unsterblichen Regiments“ von der russischen Diaspora zelebriert.
Was ist das überhaupt? Aufgrund der Zeitverschiebung wird in Russland die Kapitulation Deutschlands 1945 nicht am 8. sondern am 9. Mai gefeiert. Nahezu jede Familie in Russland hat einen Toten im zweiten Weltkrieg zu beklagen. Bei insgesamt 27 Millionen Kriegstoten lässt sich das leicht nachvollziehen.
An diesem Tag, soll der Toten in den Familien gedacht werden. Dazu tragen die Menschen ein Plakat, auf dem ein Bild oder Foto des toten Soldaten zu sehen ist, gemeinsam durch die jeweiligen Städte.
Gleichermaßen betrauern mit diesem Ritual die Russen einerseits ihre toten Familienmitglieder. Andererseits feiern sie aber auch den Sieg über Nazi-Deutschland und ehren ihre Helden mit "Hurra"-Rufen. Begleitet wird das ganze natürlich von russischer Musik und am Ende wird Walzer getanzt.
Seit 2016 leitet die Russin Irina Iljina die Veranstaltung in Hamburg. Zum 10jährigen Jubiläum wurde sie dafür vom russischen Botschafter Sergej Netschajew in Berlin ausgezeichnet.
Doch ist das ein Zeichen dafür, dass die Veranstaltung eine Propaganda-Initiative von Russlands Präsident Putin ist. In den Leitmedien in Deutschland konnte man zumindest derartiges hören oder lesen.
Mich interessierte, welchen Ursprung diese Tradition hat, wann alles begann und in welchen Ländern der Welt diese Tradition noch zelebriert wird. Auszugsweise zitiere ich hier eine Doku des Kanals Berliner Blick und mache interessante Entdeckungen.
Weiterhin habe ich drei Interviews auf der Strasse einfangen können, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Verwendete Fremdausschnitte dienen der dokumentarischen Einordnung, Analyse und Kommentierung aktueller politischer Aussagen.