20.05.2026

Transhumanismus – was ist das? | Gabriele Gysi

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Im letzten Jahrhundert galt der Mensch als Herr seiner selbst: Er konnte bestehende Herrschaftsformen abstreifen und neue politische Ordnungen aus eigener Kraft schaffen. Dieses Menschenbild befindet sich heute zunehmend auf dem Rückzug. An seine Stelle tritt immer stärker ein transhumanistisches Verständnis des Menschen, das ihn vor allem über seine Mängel definiert – und eine politische Ordnung anstrebt, die diese Mängel technisch, biologisch oder gesellschaftlich überwinden soll.

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
5min 56s
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Erstellt: 22.05.2026 - 07:02  |  Geändert: 22.05.2026 - 07:02

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Der Westen verdankt seine hegemoniale Position in der Welt der Überlegenheit seiner militärischen und ökonomischen Gewalt. Rainer Mausfeld beschäftigt sich in seinem neuen Buch mit gegenwärtigen Kriegen und Konflikten und belegt anhand von Studien aus der vergleichenden Ökonomie, dass die privilegierte Lebensform des Westens wesentlich auf der Ausbeutung schwächerer Länder beruht.

Die schwere Krise des Westens lässt deutlich werden, dass die vom Westen geschaffenen ideologischen Scheinwelten mit den auf eine Multipolarität gerichteten geopolitischen Realitäten nicht mehr in Einklang zu bringen sind. 

Besitzt der Konflikt mit Russland auch eine kulturelle Dimension? Könnte die Krise des Westens eine neue Chance für den Humanismus sein? Was ist die Logik des neuen Kalten Krieges? Und warum ist Deutschland für die Erhaltung des Weltfriedens so wichtig? Der promovierte Philosoph Hauke Ritz fragt in dieser Essaysammlung nach den Hintergründen des Konflikts zwischen der westlichen Welt und Russland.