01.04.2026

Geopolitics, Iran and the World | JEFFREY SACHS in dialogue with KARIM BETTACHE & PETER BEATTIE

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auf YouTube (01.04.2026) 1:07:27

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Psychologische Analyse der US-Führung

Sachs äußert sich äußerst kritisch über die psychische Verfassung von Donald Trump. Er beschreibt ihn als „malignen Narzissten“ mit Zügen der „Dunklen Triade“ (Narzissmus, Machiavellismus, Psychopathie) [04:36]. Er vermutet zudem Anzeichen einer frontotemporalen Demenz aufgrund von Trumps inkohärenter Ausdrucksweise [05:46]. Sachs warnt, dass ein solcher Mensch, der keine Empathie besitze und impulsiv handele, die Welt in einen Atomkrieg stürzen könne [18:19].

Kritik am US-Politiksystem und „Deep State“

  • Zerfall der Institutionen: Sachs sieht das US-System als tief korrupt an. Weder der Kongress noch die Medien erfüllten ihre Kontrollfunktion [06:57]. Er kritisiert, dass der Senat seine Verantwortung bei der Überwachung von Kriegen aufgegeben habe [07:41].
  • Der Sicherheitsstaat: Die Außenpolitik werde nicht von demokratischen Institutionen, sondern vom „Sicherheitsstaat“ (CIA, NSA, National Security Council) gesteuert [14:40]. Sachs vermutet sogar, dass Präsident Kennedy 1963 ermordet wurde, weil er versuchte, den militärisch-industriellen Komplex zu bändigen [01:02:08].
  • Medienversagen: Er wirft führenden Medien wie der New York Times vor, reine Propaganda zu betreiben und die Unwahrheiten der Regierung zu normalisieren, statt sie kritisch zu hinterfragen [12:14].

Geopolitik und Iran-Konflikt

  • Iran als Opfer von Aggression: Sachs argumentiert, dass der Iran seit Jahrzehnten von den USA und Israel provoziert und betrogen werde (z. B. Aufkündigung des Atomabkommens JCPOA) [41:10], [44:11]. Er sieht den aktuellen Konflikt als „Rachekrieg“ der USA, weil der Iran 1979 aus dem US-Imperium ausgebrochen sei [41:54].
  • Militärische Realität: Er warnt, dass der Iran über mehr Raketen verfüge, als die Golfstaaten abwehren könnten. Ein Krieg würde die Energieversorgung weltweit für Jahre zerstören [36:27], [38:42].
  • Europas Rolle: Sachs beschreibt Europa als „militärisch besetzten Kontinent“, dessen Politiker lediglich „Vasallen“ des US-Sicherheitsstaates seien und keine unabhängige Außenpolitik betreiben könnten [24:04], [25:19].

Ausblick und Hoffnung

Trotz der düsteren Lage sieht Sachs Hoffnung in der „globalen Mehrheit“. Er glaubt, dass eine Allianz aus China, Russland und Indien den USA Einhalt gebieten müsse, da die internen US-Dynamiken allein nicht ausreichten, um den Wahnsinn zu stoppen [51:02]. Er setzt zudem auf die jüngere Generation in den USA, die diese Kriege ablehne [56:44].

Sprache (Ton)
Englisch
Laufzeit
1h 7min 27s
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Erstellt: 02.04.2026 - 07:48  |  Geändert: 02.04.2026 - 08:47

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