10.03.2026

„Nur wir und Gott – Prof. Setareh Sadeghi über Irans Kampf“

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Medienpräsenz

In diesem Video spricht Professorin Setareh Sadeghi von der Universität Teheran mit dem Medium The Grayzone über die Lage im Iran nach der Ermordung des Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei durch Israel am 28. Februar 2026.

Zeitmarken

Die Bedeutung des Todes von Ali Khamenei

  • Einheitsfigur: Sadeghi beschreibt Khamenei als den "starken Kitt", der das Land trotz Sanktionen und innerer Konflikte zusammengehalten habe [03:08]. Sein Tod werde von Millionen Iranern betrauert, was durch riesige Trauerzüge im ganzen Land sichtbar werde [02:01].
  • Keine Flucht: Sie tritt Gerüchten entgegen, Khamenei sei geflohen; er sei in seinem Büro geblieben, obwohl er das Risiko eines Attentats kannte [04:45]. Sein Tod wird innerhalb der schiitischen Ideologie als "Märtyrertum" verklärt, das die Bevölkerung eher elektrisiere als entmutige [07:26].

Der aktuelle Konflikt und militärische Lage

  • Existentieller Krieg: Der Iran befinde sich in einem Krieg um seine bloße Existenz gegen eine "US-israelische Kriegsmaschinerie" [01:15].
  • Angriffe auf Zivilisten: Sadeghi berichtet von gezielten Angriffen auf die Infrastruktur, darunter Schulen (Massaker an 165 Schülerinnen in Minab), Krankenhäuser und Spielplätze [27:08].
  • Militärische Stärke: Trotz der Angriffe betont sie, dass der Iran über eine starke Armee verfüge und ein Regimewechsel, wie ihn die USA und Israel anstreben, nicht so einfach wie in anderen Ländern zu erreichen sei [29:02].

Gesellschaftliche Reaktion und Diaspora

  • Innere Einheit: Der Angriff habe einen "Rally around the flag"-Effekt ausgelöst. Auch Menschen, die dem System kritisch gegenüberstanden, würden nun die Notwendigkeit nationaler Einheit erkennen [36:08].
  • Kritik an der Diaspora: Sadeghi kritisiert Teile der iranischen Diaspora scharf, die die Angriffe und den Tod Khameneis feiern. Sie bezeichnet diese Gruppen als von westlicher Propaganda beeinflusst oder als wohlhabende Überbleibsel der Pahlavi-Ära, die den Kontakt zur Realität im Iran verloren hätten [21:52].
  • Frauenrechte: Sie hebt hervor, dass der Iran unter der islamischen Republik große Fortschritte bei der Bildung von Frauen gemacht habe (über 70 % der Studierenden seien weiblich), was im Westen oft ignoriert werde [23:07].

Ausblick und Ideologie

  • Anti-Imperialismus: Der Kampf wird als globaler Widerstand gegen westlichen Imperialismus und Kolonialismus dargestellt [39:43].
  • Keine Kapitulation: Sadeghi erklärt, dass der Iran niemals kapitulieren werde. Man verlasse sich nun nur noch "auf sich selbst und auf Gott" [37:12].
Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
40min 38s

Erstellt: 11.03.2026 - 07:07  |  Geändert: 11.03.2026 - 07:07

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