Judith Sevinç Basad empört sich - und stemmt sich vehement gegen die sich aufgeklärt wähnende Meinungsmache, gegen Denkverbote und Unschärfen in den Argumenten einer selbsternannten kulturellen Elite. Ist es denn, genau betrachtet, wirklich so, dass die "Privilegierten" den sozialen Aufstieg von Migrantenkindern verhindern? Kann nur eine Frau wissen, wie man Politik für Frauen macht? Ist "MeToo" eine durchgängig lautere Bewegung? Ist es im Kampf gegen Rassismus mit der Entmachtung des "alten weißen Mannes" getan? Tatsächlich wird es fast schon modisch, dass man Andersdenkenden ein "Schäm dich" zuruft und ihnen damit den Mund verbietet.
Judith Sevinç Basad: Schäm dich! - taz Talk
auf YouTube (21.06.2021) 53:24
Buchvorstellung mit Judith Sevinç Basad zu ihrer Streitschrift „Schäm dich!“, das mit scharfen Thesen und einer ordentlichen Portion Polemik die Wokeness von „Linken“, die sich die Deutungshoheit zuschreiben würden, kritisiert und diskutiert. Mit Aussagen wie „#metoo? - ohne mich!“ stemmt Basad sich gegen die, wie sie sagt, sich aufgeklärt wähnende Meinungsmache, gegen Denkverbote und Unschärfen in den Argumenten einer selbsternannten kulturellen Elite. Wir sprechen mit ihr über ihr Buch und gehen einigen wichtigen Fragen auf den Grund, u.a.: Ist es denn wirklich so, dass die „Privilegierten“ den sozialen Aufstieg von Migrantenkindern verhindern? Kann nur eine Frau wissen, wie man Politik für Frauen macht?