31.10.2019

DER FREIE FALL mit: Maria Sanchez (Thema: “Kraft des Fühlens”)

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auf PeerTube (31.10.2019) 1:01:09

Medienpräsenz
Videokanal

Maria Sanchez ist Therapeutin und Gründerin der Bewegungen „Sehnsucht und Hunger“ und „Essential Core“. Während „Sehnsucht und Hunger“ das Emotionale Essen zum Kernthema erhoben hat, beschäftigt sich „Essential Core“ vor allem mit der Emotionalen Selbstbegleitung bei Verhaltensweisen, die in ihrer Struktur, häufiger als man gemeinhin anzunehmen vermag, ungesunde und destruktive Züge aufweisen.

Wir Menschen streben oft danach, jemand anderes zu sein, indem wir uns im ständigen Selbstoptimierungskampf verlieren und infolgedessen nicht mehr stimmig in uns selbst fühlen. Wir leben ein Leben, das mit den tatsächlichen Tiefen unseres Seins, nur wenig verbunden ist.

Den Grund für diese Form der gesellschaftlich verbreiteten Selbstentfremdung, findet Maria Sanchez in der Kindheit. Wenn wir als Kind die Erfahrung machen mussten, nicht in unserer Ganzheit akzeptiert und angenommen zu sein, entwickeln wir als eine Art der Überlebensstrategie ein geliebtes und ein ungeliebtes Kind in uns. Wir spalten uns also auf, damit wir uns in unserer Familie und unserem Umfeld angenommen fühlen können. Dieser Spaltungsprozess führt zu einer tiefen inneren Wunde, der sogenannten „Urwunde“. Ihr zu begegnen, ist Teil der Erfahrung in ein autonomes Leben zu kommen, das von echter innerer Selbstnähe anstelle einer Pseudoakzeptanz getragen ist.

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
1h 1min 9s
Videoautoren

Erstellt: 16.01.2025 - 06:27  |  Geändert: 10.01.2026 - 21:17

verwendet von

Aufbruch in ein neues Ich

Maria Sanchez plädiert in ihrem Buch für eine neue Psychologie. Sie blickt kritisch auf die (Mode)-Themen Selbstoptimierung und Potenzialentfaltung und entlarvt diese als langfristig unwirksam und oftmals sogar schädlich. "Durch diese Art des Umgangs mit uns selbst", so Sanchez, "befeuern wir unabsichtlich die Ursache für zahlreiche psychische Probleme, unter denen wir leiden." Der Grund: Alles, was wir tun, um innerlich anders oder besser zu werden, bekräftigt unbewusst, dass wir noch nicht in Ordnung sind. Genau durch diese innere Haltung bleiben wir jedoch ewig im Kampf mit uns selbst verhaftet. Der Leidenskreislauf kann auf diese Weise nie enden. Kurzfristig und oberflächlich mag sich manches ändern, aber im Kern bewegen wir uns nicht.