Beide Seiten einer Straße. Von Martin Beradt

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bot das Berliner Scheunenviertel jüdischen Einwanderern aus Osteuropa Zuflucht. Von ihrem Alltag erzählt Martin Beradts meisterhafter Roman "Beide Seiten einer Straße". Er beschreibt das Leben der Händler, Bettler, Gelehrten und Kleinkriminellen in der Grenadierstraße, das ärmliche Leben zwischen zionistischen Vereinen, Talmudschulen, Synagogen, Lumpen- und Trödelläden, Kaschemmen und Bordellen.
Protagonist Frajim erleidet dasselbe Schicksal wie tausende osteuropäische Juden, die nach den Verwerfungen des Ersten Weltkrieges in Berlin und anderen deutschen Städten strandeten.

ISBN 978-3-946990-38-3     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Eine rasche Rückkehr in die Heimat ist ausgeschlossen, und statt schnell reich zu werden, muss er sich mit Gelegenheitsjobs vor dem Verhungern retten. So ergeht es auch den meisten anderen Ostjuden im Scheunenviertel. Aber in die Verzweiflung mischt sich immer wieder der Traum von einem besseren Leben und der Seelentrost des traditionellen jüdischen Schtetl-Lebens, das inmitten der Metropole bunteste Blüten treibt.

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Der Autor:

Martin Beradt wurde 1881 in Magdeburg geboren und starb 1949 in New York. Nach dem Jurastudium und der Promotion in Freiburg war er in Berlin zunächst am Kammergericht, später als Rechtsanwalt tätig. Sein Debütroman Go erschien 1909 im S. Fischer Verlag. Von 1914 bis 1933 lebte Beradt in der Joachimsthaler Straße in Berlin und schrieb dort, unweit des Schauplatzes, seinen Roman "Beide Seiten einer Straße" (auch veröffentlicht unter dem Titel "Die Straße der kleinen Ewigkeit"), der 1966 posthum erschien. 1939 emigrierte Berndt zunächst nach England und dann in die USA.

 

Erstellt: 24.03.2020 - 07:15  |  Geändert: 24.03.2020 - 07:16

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