Der George-Kreis und die Theosophie. Mit einem Exkurs zum Swastika-Zeichen bei Helena Blavatsky, Alfred Schuler und Stefan George. Von Jan Stottmeister

Die Theosophische Gesellschaft war die kulturgeschichtlich einflussreichste esoterische Institution des frühen 20. Jahrhunderts. Ihre Lehren vermengten Elemente indischer Religionen und des europäischen Okkultismus zu einer religiös grundierten Weltanschauung, die vor allem bei Künstlern, Intellektuellen und sozialen Eliten Anklang fand. Die Wirkungsgeschichte der Theosophie prägt auch die Geschichte des Kreises um den Dichter Stefan George. Sie ist nachweisbar in der Symbolik, mit der Georges Buchgestalter Melchior Lechter die Publikationen des Kreises versah, und im Mitgliedsregister der Theosophischen Gesellschaft, das neben Lechter auch Karl Wolfskehl und andere George-Anhänger verzeichnet.

ISBN 978-3-8353-1197-8     39,90 €  Portofrei     Bestellen

Während Zeitgenossen wie Ernst Bloch versuchten, George mit der Theosophie zu vereinbaren, begann George selbst die weltanschauliche Identität seines Kreises ab 1910 durch programmatische Abgrenzungen von der Theosophie zu konturieren. Ein Motiv dieser Abgrenzungen ist die Konkurrenz, die seine poetische Messiasfigur Maximin durch die theosophische Messiasfigur Krishnamurti erhielt.Den George-Kreis und die Theosophische Gesellschaft verbindet auch die Verwendung der Swastika als Erkennungsmarke. Im Anhang des Bandes wird dieser Zusammenhang im Kontext der westlichen Deutungsgeschichte des Zeichens, das heute nur noch als NSDAP-Hakenkreuz wahrnehmbar ist, untersucht.

Eine wichtige Studie zum George-Kreis, der in einem bislang unbekanntem Ausmaß von der Theosophie geprägt wurde.

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Inhaltsverzeichnis

Inhalt und Leseprobe bei Google Books

Presse:

»Jan Stottmeisters Darstellung ist ein Studienbuch, das man nicht so schnell wieder weglegt.« (Sabine Neubert, Neues Deutschland, 18.06.2015)

»ein kulturgeschichtlich bedeutsames Werk über die Anfänge des 20. Jahrhunderts« (Till Kinzel, IFB 25 (2017), 1(3))

Der Autor:

Jan Stottmeister, geb. 1971, studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Anglistik, war mehrere Jahre in einer Agentur für Kulturmanagement tätig und ist zur Zeit Doktorand am Institut für Neuere deutsche Literatur der Humboldt-Universität Berlin. Veröffentlichungen: Kulturjournalistische Beiträge zu literarischen, bildkünstlerischen und historischen Themen und wissenschaftliche Aufsätze zum George-Kreis.

 

Erstellt: 09.12.2019 - 05:46  |  Geändert: 09.12.2019 - 05:48

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