Der Kampf gegen die Arbeit und der Bruch mit der Dialektik des Kapitals. Von Harry Cleaver

Die globale Krise, die mit der Finanzkrise 2007 begann und von vielen als überwunden betrachtet wird, ist Harry Cleaver zufolge viel tiefgehender und umfassender als gemeinhin angenommen. Er analysiert sie als eine Krise des kapitalistischen Kommandos über die menschliche Arbeit, die seit vierzig Jahren durch das Kapital nicht in den Griff zu bekommen ist. Aufbauend auf die Theorie von Karl Marx macht er die vielfältigen Kämpfe gegen die Arbeit als eigentliche Ursachen der Krise aus. So sehr es für das Kapital nach wie vor zentral ist, jeden Aspekt unseres Lebens der Arbeit unterzuordnen, so entschieden kämpfen wir auch immer wieder dagegen an.

ISBN 978-3-85476-671-1     17,00 €  Portofrei     Bestellen

Der Wert der Arbeit für das Kapital besteht vor allem in der gesellschaftlichen Kontrolle, die sich darüber herstellen lässt. In den Kämpfen gegen diese Kontrolle und Unterordnung macht Cleaver Möglichkeiten des Bruchs aus und zeigt, wie wir die Arbeit, das Geld und die Finanzialisierung überwinden können, wenn wir mit der Dialektik des Kapitalismus brechen.

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Der Autor:

Harry Cleaver hat dreißig Jahre lang an der Universität von Austin (Texas) marxistische Theorie gelehrt und ist 2012 emeritiert. Sein Buch "Das Kapital politisch lesen", in dem er herausarbeitet, wie das Marxsche Hauptwerk als the­oretische Waffe der Kämpfe gegen Ausbeutung und Entfremdung gelesen werden kann, ist 2012 im Mandel­baum Verlag erschienen. Es wurde in sieben Sprachen übersetzt und ist ein zentraler Bestandteil einer alterna­tiven Lesart des Marxschen Werks.

Leo Kühberger ist Historiker und Kulturanthropologe. Er lebt in Graz von Gelegenheitsjobs und arbeitet zu Praxis und Theorie sozialer Bewegungen.

 

 

Erstellt: 22.09.2019 - 11:00  |  Geändert: 22.09.2019 - 11:00

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