Dietrich Bonhoeffer. Auf dem Weg zur Freiheit. Von Wolfgang Huber

"Nicht in der Flucht der Gedanken, allein in der Tat ist die Freiheit."

Dietrich Bonhoeffer gehört zu den wirkmächtigsten Theologen des 20. Jahrhunderts. Sein Widerstand gegen Hitler hat weltweit Protestbewegungen gegen Unterdrückung und Ungleichheit inspiriert. Seine Briefe aus der Haft wurden als Neubeginn der Theologie verstanden. Wolfgang Huber stellt Bonhoeffers Denken in den Mittelpunkt seines wunderbar prägnanten Porträts und macht deutlich, warum die mutigen Entscheidungen des Ausnahme-Theologen auch heute Ansporn sein können.

ISBN 978-3-406-73137-2     26,95 €  Portofrei     Bestellen

Kaum ein anderer Theologe hat so wie Dietrich Bonhoeffer darauf beharrt, dass theologisches und ethisches Denken in einer bestimmten Situation ist und sich unter neuen politischen oder gesellschaftlichen Umständen ändern kann. Im Juni 1939 wurde Dietrich Bonhoeffer in New York eine Dauerstelle angeboten, doch der junge Theologe, der bereits seine Lehrbefugnis verloren hatte, entschied sich gegen das Exil. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs kehrte er nach Berlin zurück, um für ein besseres Deutschland zu kämpfen. Es folgten Zeiten der Konspiration, Camouflage, Gefangenschaft, Einsamkeit und Zuversicht trotz allem. Wolfgang Huber macht deutlich, warum Bonhoeffers meistgelesene Schriften - die "Ethik" und "Widerstand und Ergebung" - nur unter diesen existentiellen Bedingungen entstehen konnten. Dass theologisch und ethisch stets die konkrete Situation zu berücksichtigen ist, war geradezu ein Grundzug von Bonhoeffers Denken, das sich durch kühne Neuansätze auszeichnet und von Anfang an eng mit seinem Leben verknüpft ist. Am 9. April 1945 wurde Bonhoeffer auf Hitlers persönliches Geheiß hingerichtet.

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Inhalt und Leseprobe des Verlags

„Heute würde Bonhoeffer als Gutmensch beschimpft“ Der Theologe Wolfgang Huber hat ein neues Buch über den Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer veröffentlicht. Er zeigt, wie früh der evangelische Pfarrer das NS-Regime durchschaute. Wenn nun rechte Gruppen unter Berufung auf ihn zum „Widerstand“ aufriefen, sei das eine falsche Instrumentalisierung. Wolfgang Huber im Gespräch mit Christiane Florin → Deutschlandfunk 02.05.2019

Und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Kann man sich heute auf seine Autorität berufen? Wolfgang Huber porträtiert Dietrich Bonhoeffer als Theologen von außerordentlicher geistiger Reichweite. Rezension von Reinhard Bingener → FAZ 02.04.2019

Bonhoeffer verband Glaube mit Verantwortung. Wolfgang Huber sagte, Bonhoeffers Glaube habe sich mit einem Gefühl von Verantwortung verbunden. Als Mitglied einer Widerstandsgruppe, die Hitler töten wollte, habe Bonhoeffer vor dem theologischen Problem gestanden, Schuld gegen Schuld abzuwägen. → Deutschlandfunk Kultur 03.02.2006

Du sollst nicht töten – Dietrich Bonhoeffers Friedensethik heute. → Vortrag von Wolfgang Huber, Berlin, Zionskirche, 9. April 2015

Presse:

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Reinhard Bingener, 02.04.2019 "Zum Weiterdenken gibt es bei Bonhoeffer vieles (…) Man liest Wolfgang Hubers Buch mit Gewinn.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung, Reinhard Bingener mdr Kultur, Mechthild Baus, 2019 "Bonhoeffer hat im Wortsinne ein Lebens - Werk hinterlassen. Wolfgang Hubers Verdienst ist es, von beidem, dem Leben und dem Werk, zu erzählen und damit dem Leser Bonhoeffers Denken nahe zu bringen.“ mdr Kultur, Mechthild Baus

Der Autor:

Wolfgang Huber, Professor für Theologie in Berlin, Heidelberg und Stellenbosch (Südafrika), war u. a. Vorsitzender des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland und Mitglied des Deutschen Ethikrats. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Max-Friedländer-Preis, dem Karl-Barth-Preis und dem Reuchlin-Preis. Wolfgang Huber hat die Neuausgabe der "Dietrich Bonhoeffer Werke" federführend mitverantwortet.

 

Erstellt: 02.05.2019 - 06:34  |  Geändert: 02.05.2019 - 06:34

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