Radikale Frühaufklärung in Deutschland 1680-1720. Bd.1: Moderne aus dem Untergrund Bd.2: Clandestine Vernunft. Von Martin Mulsow

Atemberaubend erzählte Ideengeschichte.

Martin Mulsows Buch "Moderne aus dem Untergrund" wurde 2002 schnell zu einem Standardwerk der Aufklärungsforschung und sorgte für einen Schub neuer Denkanstöße. Der Kulturwissenschaftler legt nun eine grundlegende Überarbeitung und Erweiterung vor: "Radikale Frühaufklärung in Deutschland 1680 - 1720" bietet in zwei Bänden eine umfassende Bestandsaufnahme des radikalen Denkens, das sich in Deutschland um 1700 entwickelt hat.

ISBN 978-3-8353-1991-2     59,90 €  Portofrei     Bestellen

Mulsow verfolgt die "clandestine" - nur in Handschriften oder anonymen Traktaten verbreitete - Wissensproduktion mit detektivischem Spürsinn in jüdischen Polemiken gegen das Christentum, medizinischen Dissertationen, naturrechtlichen Debatten, gelehrten Religionsgeschichten, atheistischen Pamphleten und politischen Traktaten. Er korrigiert das gängige Bild der Aufklärung, indem er zeigt, wie mit neuen Gedanken experimentiert und gespielt worden ist und kleine Gruppen den Mut besaßen, freiwillig oder unfreiwillig den Stein der Veränderung ins Rollen zu bringen.

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Inhaltsverzeichnis

Wissen ist ein zartes, von Verlust und Zerstörung bedrohtes Gut. Uns mag diese Sicht befremden. Wir leiden eher an Informationsüberfülle oder daran, dass sich auch noch der dümmste Gedanke irgendwo in den unendlichen Weiten der Öffentlichkeit unterbringen lässt und gespeichert wird. In der Frühen Neuzeit verhielt sich dies anders. Rezension von Steffen Martus → SZ 13.01.2019

Wie die Vernunft denken lernte. Eine umfangreiche Textsammlung dokumentiert den Weg zur europäischen Aufklärung – und versucht die komplexe Epoche begreifbar zu machen. Rezension von Rudolf Walther → taz 28.11.2018

 

Erstellt: 05.03.2019 - 07:03  |  Geändert: 07.03.2019 - 09:28

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