Krieg und Frieden in den Medien. Hrsg. IALANA e.V.

»IALANA« ist hier die Kurzform für »IALANA Deutschland e. V. – Vereinigung für Friedensrecht – Deutsche Sektion der International Association Of Lawyers Against Nuclear Arms« – mit Sitz in Berlin (homepage: www.ialana.de)

Warum veranstaltet eine Vereinigung von Juristinnen und Juristen, die sich in erster Linie für die Abschaffung von Atomwaffen aufstellt, eine Tagung zu diesem Thema? Das liegt daran, dass man als Friedensaktivist immer wieder auf Artikel stößt, vorzugsweise in den sogenannten ›Mainstream-Medien‹ wie FAZ und Süddeutsche Zeitung, bei deren Studium man stutzt: Da fehlt doch die Hälfte. Diese Beobachtung machen auch andere, z. B. die Autoren der Kabarett-Sendung Die Anstalt. Deswegen geben sie jeder Sendung einen Faktencheck im Internet bei, der häufig viele Seiten stark ist.

ISBN 978-3-944545-14-1     20,00 €  Portofrei     Bestellen

So geht es übrigens auch der heute-Show, deren Moderator Oliver Welke vor kurzem in einem Interview in der FAZ auf die Frage »Muss wegen des Erstarkens der AfD auch Satire präzise sein?« sagte: »Definitiv. Satire muss viel mehr aufpassen als früher. Deshalb haben wir schon seit Jahren Redakteure, die gar nicht mit dem satirischen Teil der Sendung befasst sind, sondern nur die Fakten checken, in Ministerien anrufen, für uns die Themen vorrecherchieren.«
Das war beim Thema Krieg und Frieden schon lange so, wie das aufschlussreiche On-dit zeigt: »Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit.

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Inhaltsverzeichnis

Der Ausnahme-Fall In manchen Fällen sollte man eine Nachricht auch publizieren, wenn sie nicht durch eine zweite Quelle abgesichert ist. Exklusivabdruck aus „Krieg und Frieden in den Medien“. von Marcus Klöckner Gerade bei brisanten Informationen ist es wichtig, dass sie stimmen. Deshalb hat sich unter Journalisten die „Zwei-Quellen-Regel“ eingebürgert. Sie besagt, dass man eine Nachricht erst dann veröffentlichen sollte, wenn mindestens eine zweite Information den Wahrheitsgehalt der ersten bestätigt. Aber sollte man diese Regel unter allen Umständen einhalten? Was ist, wenn jemand in einem geheimen Verlies gefoltert wurde? Sollte man mit der Veröffentlichung des Vorwurfs warten, bis auch der Folterknecht ihn bestätigt hat? Und was ist, wenn eine Nachricht eilig publiziert werden muss, weil ein Zögern schlimme Folgen hätte? Andreas Zumach hat dies im Vorfeld des Kosovo-Kriegs erlebt. → Rubikon 09.04.2019

Die Anti-Demagogen. Heute leisten Kabarettisten jene Aufklärungsarbeit, die Journalisten leisten sollten. Exklusivabdruck aus „Krieg und Frieden in den Medien“. von Max Uthoff → Rubikon 05.04.2019

Die Verleumdung. Osteuropapolitiker sollten „Russlandversteher“ sein. Exklusivabdruck aus „Krieg und Frieden in den Medien“. Europäische Politik bedeutet in diesen Tagen, permanent Fehler zu machen und nichts aus ihnen zu lernen. Da wurde Russland durch die Osterweiterung der NATO bedrängt, wurde osteuropäischen Scharfmachern die Meinungsführerschaft im Umgang mit dem Nachfolgestaat der Sowjetunion zugestanden, wurde stur das Narrativ von der „völkerrechtswidrigen Annexion der Krim“ gepflegt. Durch Wortschöpfungen wie „Putinversteher“ wurde Misstrauen gegen jedes Bemühen um Verständnis geschürt. Dabei ist nichts wichtiger als die Fähigkeit, sich in die Perspektive des jeweils anderen hineinzuversetzen. Wo sich zwei hochgerüstete Machtblöcke gegenüberstehen, ist dies nicht nur eine Frage des diplomatischen Handwerks, sondern schlicht überlebenswichtig. → Rubikon 30.03.2019

Die Texte, die zur gleichnamigen Tagung der „International Association Of Lawyers Against Nuclear Arms“ (IALANA) entstanden sind, zeigen zum einen die Mitschuld vieler Medien an aktuellen Konfrontationen und wie wichtig darum der Aufbau einer Gegenöffentlichkeit ist. Zum anderen werden mögliche Wege aus der medialen Misere aufgezeigt. Rezension von Tobias Riegel → Nachdenkseiten 04.03.2019

Youtube Playliste der IALANA-Tagung

Markus Fiedler: Meinungsmanipulation durch die Wikipedia | Ekkehard Sieker: Alternative Fakten?

Uwe Krüger: Woran man Propaganda erkennt | Jörg Becker: Wie die Public-Relations-Industrie mitregiert

Gabriele Krone-Schmalz: Die Konfrontationspolitik gegenüber Russland und die Medien | Albrecht Müller: Wie schützen gegen Manipulation unserer Einstellungen, Überzeugungen und Meinungen?

Ulrich Teusch: Innerer und äußerer Frieden als Aufgabe der Medien | Kurt Gritsch: Der Kosovo-Krieg - Eine gesteuerte Debatte

Maren Müller: Wer sitzt wofür im Rundfunkrat der öffentlich rechtlichen Sender | Günther Rager: Wer führt Regie auf der medialen Bühne? Printjournalismus und inneren Pressefreiheit

Daniela Dahn: Die Freiheit der Presse umfasst auch die Freiheit zur Kritik an der Presse | Max Uthoff: Krieg und Frieden in den Medien

 

 

 

Erstellt: 05.03.2019 - 06:14  |  Geändert: 17.06.2019 - 16:37

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