Säkulare Ethik aus westlicher und buddhistischer Perspektive. Von Karl-Heinz Brodbeck

Unsere gemeinsame Welt wird zerrissen von religiösen und weltanschaulichen Gegensätzen. Eine verbindende, globale Ethik gibt es erst in zaghaften Ansätzen. Die Religionen sind ebenso eine Quelle für positive Werte wie für immer neuen Streit. Dieses Buch sucht nach einer gemeinsamen Grundlage für eine säkulare Ethik also eine Ethik, zwar im Gespräch mit Religion und Wissenschaft, aber ohne Bindung an vorausgesetzte Glaubensvorstellungen. Sie knüpft an die westliche Philosophie an und entwickelt aus der buddhistischen Überlieferung eine Ethik ohne Dogma. Der Buddhismus spielt hierin eine besondere Rolle: Seine Philosophie stützt sich nicht auf Glauben, sondern auf klare Erkenntnis.

ISBN 978-3-942085-45-8     22,50 €  Portofrei     Bestellen

Im Zentrum steht eine allgemein-menschliche Erfahrung: Die gegenseitige Abhängigkeit aller Dinge. Diese Tatsache bildet die Grundlage für die hier entwickelte Mitgefühlsethik.Ein gemeinsamer Ausgangspunkt für eine säkulare Ethik lässt sich finden, wenn dogmatische Vorstellungen in Religion, Wissenschaft und Philosophie erkannt und als private Überzeugung zwar toleriert, bei ethischen Argumenten aber ausgeklammert bleiben. Auch der Buddhismus kann erst dann eine Grundlage für die säkulare Ethik bieten, wenn einige seiner tradierten Vorstellungen kritisch überprüft werden. Besonders die Karmalehre bedarf hier einer Reform. Die hier vorgestellte Ethik weist schließlich auch über den weltlich-säkularen Inhalt hinaus: Durch eine grundlegende Theorie des Bewusstseins und den Versuch einer Antwort auf letzte Fragen nach einer universellen Gerechtigkeit und ein Leben nach dem Tod.

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Inhalt und Leseprobe

Kann es eine Ethik geben, die Kulturen verbindet? Karl-Heinz Brodbecks Buch “Säkulare Ethik” sucht nach einer gemeinsamen Grundlage für eine Ethik ohne Glauben. Es vereint die westliche und die buddhistische Perspektive. Rezension von Michael Schaeffer → netzwerk ethik heute 22.04.2015

Der Autor:

Dr. Karl-Heinz Brodbeck war bis 2014 Professor für Volkswirtschaftslehre, Statistik und Kreativitätstechniken an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FH) und an der Hochschule für Politik an der Universität München. Er ist Dharma-Praktizierender seit 35 Jahren; Vorsitzender des Kuratoriums der Fairness-Stiftung, Frankfurt a. M., Mitglied des wissenschaftlichen Beirats im Tibethaus, Frankfurt a. M., Kooperationspartner der Finance & Ethics Academy, Diex (Kärnten); Autor von 22 Büchern und zahlreichen Aufsätzen in internationalen Fachzeitschriften und Sammelbanden. In der edition steinrich erschien 2011 Buddhistische Wirtschaftsethik: Eine Einführung

 

Erstellt: 09.01.2019 - 07:01  |  Geändert: 11.01.2019 - 17:31