Wie bürgerlich war der Nationalsozialismus? Von Norbert Frei

Neue Perspektiven auf das Bürgertum im "Dritten Reich" und danach.
Das Versagen des deutschen Bürgertums vor der Herausforderung des Nationalsozialismus scheint auf den ersten Blick evident. Auf den zweiten Blick ist die Diagnose weniger eindeutig - und legt die Frage nach bürgerlichen Beharrungskräften ebenso nahe wie die nach spezifischen Strategien der Aneignung und Umdeutung des nationalsozialistischen Projekts.

ISBN 978-3-8353-3088-7     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Beiträgerinnen und Beiträger dieses Bandes fragen deshalb nach den Erwartungshorizonten bürgerlicher Milieus um 1930, nach Prozessen und Praktiken der Entbürgerlichung im "Dritten Reich" sowie nach der Integration in eine antibürgerlich gedachte "Volksgemeinschaft". Zumal für die Kriegsjahre geht es aber auch um die Semantiken des Bürgerlichen und ihre Veränderung, um bürgerliche Räume, Nischen und Gegenorte, schließlich um bürgerliche Opposition gegen das Regime.
Der Band will damit einen Anstoß geben, die vielfach noch immer 1933 endende historische Bürgertumsforschung in die NS-Zeit hinein zu verlängern und über die Zäsur von 1945 hinaus fortzuführen.

Mehr Infos...

Das Versagen des Bürgertums machte Hitler möglich. Von Thomas Schmid → Welt 05.11.2010

Das nationalsozialistische Modell: Faschismus und Bürgertum. Einige Fragen zu einer neuen Theorie. von Klaus-Jürgen Müller → die ZEIT 12. Januar 1973

Wie bürgerlich war der Nationalsozialismus?Ludwig-Maximilians-Universität München 22.10.2016

 

Erstellt: 05.12.2018 - 08:06  |  Geändert: 06.12.2018 - 10:05

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