Integrativer Marxismus. Dialektische Studien. Grundlegung. Von Thomas Metscher

Das vorliegende Buch stellt die Frage nach der Zukunftsfähigkeit des Marxismus. Dieser ist, nach Auffassung des Verfassers, keine Theorie unter anderen innerhalb des Spektrums heute konkurrierender politisch-sozialer und philosophischer Theorien. Er ist eine philosophisch begründete Form kohärenten begrifflichen Wissens, die auf ein perspektivisches Ganzes der Welterkenntnis gerichtet ist, deren ultimatives Ziel die Veränderung der Welt ist; ihrer Veränderung im Sinne der Errichtung eines von Angst, Hass, Hunger und Gewalt befreiten, zum Frieden gereiften terrestrischen Gemeinwesens.

ISBN 978-3-946946-04-5     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Zu einem solchen Ziel beizutragen vermag der Marxismus nicht in jeder seiner überlieferten Formen, sondern allein in einer solchen, die das Vermögen besitzt, die Felder menschlichen Wissens weiträumig einzubeziehen, ja in seinem Überlegungsspielraum die Totalität menschlicher lebenspraktischer Erfahrung aufzunehmen. Ein so verstandener Marxismus wird die Kunst, in allen ihren Formen, in seinen begrifflichen Rahmen einbeziehen. Die Kraft, die ihn zu solcher Leistung fähig macht, ist die materialistische Dialektik, nicht allein als Vermögen der Kritik und Negation, sondern zugleich auch der Integration und Synthesis. Aus diesem Grund wurde der Begriff des integrativen Marxismus für den Titel eines Buchs gewählt, das einen so verstandenen Marxismus in einer Reihe unterschiedlicher Wissensfelder und differenter theoretischer Formen auszuarbeiten versucht. Der Anspruch des Verfassers ist dabei nicht, abgeschlossene und als sicher befundene Ergebnisse der Forschung vorzulegen, sondern ein Konzept theoretischen Wissens experimentell zu erkunden.

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→  Inhalt und Leseprobe

  • "Wenn ich sehe, wie mit Sahra Wagenknecht umgegangen wird, dann erfasst mich das nackte Grauen" Der Philosoph Thomas Metscher über den Marxismus als Philosophie, Teil 1. Von Reinhard Jellen → Telepolis 18.05.2019
  • "Man wird einem anderen Islam begegnen" Thomas Metscher über den Marxismus als Philosophie, Teil 2 Reinhard Jellen → Telepolis 19.05.2019

Unser Himmel ist irdisch. Eine Kunst, die sich nur auf die Kritik des Bestehenden konzentriert, verzichtet auf eine ihrer wesentlichen Qualitäten – Schönheit. Von Stefan Siegert → junge Welt 08.11.2018

Rezension von Rudolph Bauer → Ossietzky 09/2018

Integrativer Marxismus und das Denken einer neuen Kultur. Thomas Metscher – Ein theoretischer Entwurf → trend onlinezeitung 12/2014

Rezension von Dieter Kraft → trend onlinezeitung 03/2018

Interview: Thomas Metscher: Gedankengänge rund um den Marxismus → kommunisten.de 11.07.2016

Überlegungen zum Revolutionsbegriffkommunisten.de 07.11.2017

Buchprojekt/Werkstattfassung

Der Autor:

Thomas Metscher, geboren 1934 in Berlin, studierte Anglistik, Philosophie und Germanistik in Berlin (FU), München, Bristol und Heidelberg. Promotion über Sean O`Casey 1966. 1961 bis 1971 Dozent für neuere deutsche Literatur an der Queen`s University of Belfast, Irland. 1971 bis 1999 Professor für Literaturwissenschaft und Ästhetik an der Universität Bremen. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte und Theorie der Literatur, Ästhetik und Kulturtheorie. Gegenwärtige Forschungsgebiete: philosophische Grundlagen ästhetischer Theorie, Literaturanalyse, Theorie des Bewusstseins, Fundierungsprobleme marxistischer Theorie.

 

Erstellt: 22.11.2018 - 05:46  |  Geändert: 19.05.2019 - 22:56

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