Imaginierte Zukunft. Fiktionale Erwartungen und die Dynamik des Kapitalismus. Von Jens Beckert

Im kapitalistischen Wirtschaftssystem richten Konsumenten, Investoren und Unternehmerinnen ihr Handeln auf die Zukunft aus. Diese birgt Chancen und Risiken, ist aber vor allem eines: ungewiss. Wie gehen die Akteure mit dieser Ungewissheit um? Ökonomen beantworten diese Frage mit verschiedenen Theorien, die auf die Berechenbarkeit des Marktes setzen. Dadurch wird die Nichtvorhersagbarkeit der Zukunft unterschätzt.

ISBN 978-3-518-58717-1     42,00 €  Portofrei     Bestellen

Jens Beckert nimmt die temporale Ordnung des modernen Wirtschaftslebens ernst und entwickelt einen neuen Blick auf die Dynamik des Kapitalismus. Im Mittelpunkt seiner Untersuchung stehen die fiktionalen Erwartungen der Akteure - Imaginationen und Narrative darüber, was die Zukunft bringt. Mit den Instrumenten der Soziologie und der Literaturtheorie liefert er eine umfassende Typologie dieser Erwartungen, untersucht ihre Funktionsweisen in Bereichen wie Geld, Innovation und Konsum und zeigt vor allem, wie mächtig sie sind. Fiktionale Erwartungen sind der Treibstoff der Ökonomie, können diese aber auch in tiefe Krisen stürzen, wenn sie als hohle Narrative entlarvt werden. Dann platzt die Blase. Ein fulminantes Buch.

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Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

Zukunftsvisionen in der Wirtschaft. Wie Fiktionen den Kapitalismus beflügeln. Jens Beckert im Gespräch mit Thorsten Jantschek → Deutschlandfunk Kultur 17.10.2018

Rezension: „Imaginierte Zukunft“ Vorhersagen und Visionen sind willkommene Pfeiler zur wirtschaftlichen Orientierung, aber sie können auch in die Irre führen. Der Soziologe Jens Beckert macht auf dieses Phänomen aufmerksam und plädiert dafür, Fiktion und Fakten besser zu trennen. Von Thomas Fromm → Deutschlandfunk 30.07.2018

 

 

 

 

Erstellt: 17.10.2018 - 06:01  |  Geändert: 04.02.2019 - 04:40

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