China verstehen. Vom Aufstieg zur Wirtschaftsmacht und der Eindämmungspolitik der USA. Von Robert Fitzthum

Das vorliegende Buch liefert Fakten und Informationen zu Themen, die dem Publikum in meinungsbildenden westlichen Medien vorenthalten werden. Es setzt sich mit dem Entwicklungspotenzial im bevölkerungsreichsten Land der Welt auseinander und analysiert die dagegen betriebene imperiale Strategie der USA.

ISBN 978-3-85371-442-3     17,90 €  Portofrei     Bestellen

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Eindrucksvolle Steigerungsraten prägen die chinesische Wirtschaft seit fast 40 Jahren. Gezielte Maßnahmen reduzieren die vorhandene Armut und der Großteil der Bevölkerung steht dem Entwicklungsschub positiv gegenüber, wenn auch Streiks und Proteste darauf hinweisen, dass es viele offene Probleme gibt. Peking setzt durch die Lenkung der Wirtschaft Schwerpunkte im Technologie­bereich und versucht dabei, quantitatives durch qualitatives Wachstum zu ersetzen.

Allein die große Bevölkerungszahl macht China bedeutsam. Seine wirtschaftliche Entwicklung hat es zum Gegenpol der USA werden lassen. Gleichzeitig ist es aber weiterhin ein Entwicklungsland, das technologisch und vor allem militärisch weit hinter den USA zurückliegt. Laut dem Autor Robert Fitzthum strebt seine Führung nicht an, die USA als Welthegemon abzulösen, sondern unterstützt im Gegenteil den Aufbau einer multipolaren Weltordnung unter Einbeziehung Europas, Russlands und der Länder des globalen Südens.

Die USA fürchten nach dem Zerfall der Sowjetunion dennoch um ihre hegemonial-imperiale Position. Ihre Eliten setzen alles daran, die Entwicklung Chinas und den Aufbau einer multipolaren Weltordnung zu verhindern. Sie zetteln Handelskriege an, stellen die WTO-Regelungen in Frage und blockieren Machtverschiebungen, die in internationalen Organisationen zugunsten des Südens längst fällig wären. Schlimmer noch: China wird auch militärisch zum Feind erklärt, die USA schmieden Militärbündnisse im asiatisch-pazifisch-indischen Raum, verschieben große Teile ihrer Flotte dorthin und fahren gigantische – auch nukleare – Aufrüstungsprogramme, die eine Destabilisierung Chinas zum Ziel haben.

Parallel dazu laufen gut geölte antichinesische Desinformationskampagnen, in denen China als Bedrohung und seine nach außen gerichteten Schritte im wirtschaftlichen und politischen Bereich als „aggressiv“ dargestellt werden.

Der Autor

Robert Fitzthum, geboren 1951 in Wien, studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien und arbeitete als IT-Manager in österreichischen Banken und als selbstständiger Unternehmensberater. Langjähriges Redaktionsmitglied der Zeitschrift International. Er lebt seit 2013 als Beobachter der weltpolitischen Entwicklungen in China.

Exclusivabdruck aus China verstehen

Der nächste Feind. Die USA sehen in China den neuen zu bekämpfenden Gegner. Exklusivabdruck aus „China verstehen“. Die USA befürchten, dass sie auf der Ebene des Wettbewerbs nicht mit China mithalten können und versuchen deshalb mit protektionistischen Mitteln, China in die Knie zu zwingen. Sie bezeichnen die Regeln, die sie selbst aufgestellt haben, jetzt als „unfair“ und halten sich einfach nicht mehr daran. Warum gehen die USA bei Beschwerden nicht den Weg über die WTO, wollen nicht verhandeln, wie bei Tarif- und Handelsproblemen üblich, sondern erheben Strafzölle und poltern? Es geht um mehr. Die USA wollen, dass der Staat sich aus der Wirtschaft heraushält und die Volkswirtschaft dem Kapital überlässt. Die USA spielen eine ganze Reihe von Karten aus, um China zu spalten und langfristig einen Regimewechsel herbeizuführen. So wird zum Beispiel die Realität in Tibet vor der Befreiung von ausländischen Kräften und von der Leibeigenschaft durch die chinesische Volksbefreiungsarmee im Westen verschwiegen; es ist einer der großen Skandale westlicher Desinformation.→ Rubikon 31.10.2018

 

Erstellt: 11.10.2018 - 07:19  |  Geändert: 03.11.2018 - 04:28

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