Donnerstag 16.03.2017 20:00 Vortrag mit Elsa Rassbach: Gewaltfrei gegen Drohnenkrieg / US-Friedensbewegung zur US-Außen- und Sicherheitspolitik

In Erinnerung an den Bombenangriff auf Würzburg am 16.03.1945 und als Warnung vor dem neuen Wettrüsten

 

Veranstaltungsthema Gewaltfrei gegen Drohnenkrieg // US-Friedensbewegung zur US-Außen- und Sicherheitspolitik von Trump

Termin: Donnerstag, 16.03.2017, 20:00 Uhr

Ort: Buchladen Neuer Weg Sanderstr. 23-25, 97070 Würzburg

Eintritt frei. Spenden erwünscht.

Veranstalter: DFG-VK Würzburg, ATTAC Würzburg, Ökopax

Vortrag - Part 1: Gewaltfrei gegen Drohnenkrieg

Die US- Streitkräfte und Geheimdienste benutzen Stützpunkte in Deutschland wie Ramstein und AFRICOM (Stuttgart) für Angriffe mit Kampfdrohnen im weltweiten "Krieg gegen den Terrorismus". Die Bundesregierung duldet rechtswidrige US-Einsätze und beabsichtigt 2017 bewaffnungsfähige Drohnen für die Bundeswehr anzuschaffen. Die CODEPINK-Aktivistin Elsa Rassbach erläutert, wie die US- und deutsche Friedensbewegung gewaltfrei gegen den Einsatz von Kampfdrohnen protestiert und deren internationale Ächtung fordert. Sie hat eine wesentliche Rolle dabei, die Kampagnen der Friedensbewegung in USA und Deutschland zusammen zu bringen. Außerdem wird über den aktuellen Stand der Drohnenkriegspoltik informiert, da sich einige Veränderungen ergeben aufgrund der weltpolitischen Lage und der Hauptakteure, die wir zur Zeit beobachten können.
 

Vortrag - Part 2: Einschätzung der US-amerikanischen Friedensbewegung über US-Militär-, Sicherheits- und Außenpolitik

Mitte März wird Der US-Präsident Donald Trump etwa 50 Tage im Amt sein. Aus bisherigen Spekulationen und Ankündigungen werden konkretere Vorgehensweisen ersichtlich. Dekrete und Fakten stehen zur Verfügung, die über die Ziele und Wege der US-Sicherheits- und Außenpolitik Auskunft geben und bewertet werden können. Die Reaktionen auf Trumps politischen Anweisungen und Vorstellungen zeigen Wirkung auf internationaler Ebene. Es stehen Veränderungen an innerhalb der militärischen und wirtschaftlichen Bündnisse und Gemeinschaften und führen zu weiteren Militärstrategien. Elsa Rassbach wird analysieren und informieren aus Sicht der US-Friedensbewegung.
 

Über ELSA RASSBACH:

(US-Bürgerin in Deutschland, Filmemacherin und Journalistin) Sie ist eine der Mitbegründer*innen der deutschen “Drohnen-Kampagne“ und hat dazu beigetragen, die Diskussionen über die Rolle der Bundesregierung in der Unterstützung von rechtswidrigen Tötungen mittels Drohnen durch die USA über dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein anzustoßen. Elsa Rassbach ist Mitglied der Gruppe „Code Pink“ die gewaltfreie Aktionen gegen den Krieg organisiert. Sie wurde inspiriert durch ihre Teilnahme an Protesten von CODEPINK an den US-Stützpunkten Creech und Beale und hat auch mit CODEPINK am Gaza-Freiheitsmarsch in Kairo 2009 und in einer Delegation nach Gaza 2012 teilgenommen. Elsa ist in den USA geboren und aufgewachsen; ihr Vater ist 1938 aus Deutschland emigriert. Als Studentin an der Filmakademie in Berlin (DFFB) in den späten 60ern und frühen 70ern unterstützte sie den GI-Widerstand gegen den Vietnam-Krieg. Im Folgenden arbeitete sie für 20 Jahre als Produzentin und Autorin für das US-öffentlich-rechtliche Fernsehen. Sie ist vor allem bekannt durch ihre preisgekrönte Filmarbeit für die Fernsehreihe NOVA und über die Geschichte der US-Afroamerikanischen- und Arbeiterbewegungen für das US-Abendfernsehen. Seit den 90ern ist sie unabhängige Filmemacherin und Journalistin. Nach dem Überfall der USA auf Irak 2003 organisierte sie Unterstutzungskampagnen für GIs in Deutschland, die Widerstand gegen den Irakkrieg leisteten. Sie arbeitet mit mehreren US-amerikanischen und deutschen Gruppen zusammen, u.a. CODEPINK,UNAC (United National Antiwar Coalition), DFG-VK und ATTAC. Mitte Februar 2017 hält Elsa Rassbach einen Vortrag bei der Internationalen Sicherheitskonferenz in München
 
Über CODEPINK
 
 
 
CODEPINK (oder Code Pink) ist eine von Frauen initiierte, basisdemokratische Bewegung für Frieden und soziale Gerechtigkeit.
Die Gruppe wurde am 2. Oktober 2002, dem Geburtstag Mahatma Gandhis, in den USA gegründet. Mit kreativen Kampagnen und dem Bekenntnis zur Gewaltfreiheit betont CODEPINK den Spaß und den Humor an ihrer und bei ihrer Arbeit trotz der Ernsthaftigkeit der Themen, die eine breit gefasste Lobbyarbeit beim US-Kongress, mit spektakulären Medienauftritten bis zum friedlichen Zivilwiderstand umfasst. Der Name CODEPINK ist eine Anspielung auf das Farbcodesystem, das von der Bush-Regierung nach dem 11.09.2001 im „Krieg gegen den Terror“ eingeführt wurde, womit die Bürger*innen vom Homeland Security (Ministerium für Innere Sicherheit) über den Grad der jeweiligen Terror-Gefahr im Land und das nötige Verhalten informiert werden sollten. CODEPINK wurde in den vergangenen Jahren mehrfach ausgezeichnet. In Deutschland z.B. hat CODEPINK zusammen mit „Lebenslaute“ den 2014 Aachener Friedenspreis erhalten (www.aachener-friedenspreis.de/preistraeger/archiv/jahr-2014.html). Das Buch über den US Drohnenkrieg der Mitbegründerin Medea Benjamin ist schon 2013 in deutscher Fassung veröffentlicht worden (Benjamin-Drohnenkrieg-Tod aus heiterem Himmel).
Nach Ansicht von CODEPINK ist der illegale Drohnenkrieg der USA eine wichtige Ursache des weltweit eskalierenden Terrorismus und der Flüchtlingswellen.

 

 

 

 

 

Erstellt: 25.02.2017 - 21:56  |  Geändert: 23.11.2017 - 15:32