Aber ich sah ja selbst, das war der Krieg - Kriegstagebuch und Briefe 1942 - 1945. Von Konrad Wolf

Aber ich sah ja selbst, das war der Krieg - Kriegstagebuch und Briefe 1942 - 1945. Von Konrad WolfDer Filmregisseur Konrad Wolf (1925-1982) hat uns ein außergewöhnliches Dokument hinterlassen: sein Kriegstagebuch in russischer Sprache. Die drei kleinen engbeschriebenen Notizbücher blieben unversehrt und vermitteln ungewöhnliche Einblicke in Erleben, Denken und Fühlen ihres Verfassers.

ISBN 978-3-00-050547-8      19,80 €  Portofrei       Bestellen

Natürlich dürfen wir diese Aufzeichnungen nicht mit einer literarischen Erwartungshaltung lesen, liegt doch sein eigentlicher Reiz in der Unbekümmertheit des sehr jungen Schreibers und der Wahrhaftigkeit des Erlebten im harten Kriegsalltag zwischen Schlachtenlärm und Zeiten der Stille, in denen der Tod allgegen- wärtig ist. Der Krieg beschleunigt den Prozess des Erwachsenwerdens des Jugendlichen, der sich auf die Suche nach sich selbst macht. Die Erlebnisse in der Moskauer Emigration und im Krieg haben den jungen Mann geprägt: er blieb zeitlebens ein überzeugter Kommunist, konsequenter Antifaschist und Freund des russischen Volkes. Konrad Wolf kannte die unermesslichen Opfer der Völker der Sowjetunion und wusste, wer Deutschland maßgeblich befreit hatte - gehörte er doch selbst zu den Befreiern. Im Frieden setzte sich Konrad Wolf mit den Mitteln der Filmkunst für eine sozial gerechtere Welt und verstand sich ein Leben lang als Brückenbauer zwischen Deutschen und Russen. Das Buch mit der DVD „Ich war neunzehn“ erscheint zum 90. Geburtstag von Konrad Wolf.

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Aus dem Nachlass. Weiter Weg von der Ostküste des Schwarzen Meeres an die Oder: Briefe und Notate des Rotarmisten Konrad Wolf
Von Kurt Pätzold → junge Welt vom 25.01.2016

 

 

Erstellt: 26.01.2016 - 22:06  |  Geändert: 17.02.2016 - 20:51

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