Operation Condor. Lateinamerika im Griff der Todesschwadronen. Von Stella Calloni

Operation Condor. Lateinamerika im Griff der Todesschwadronen. Von Stella CalloniUnter dem Codenamen Operation Condor operierten in den 70er und 80er Jahren die Sicherheitsdienste von sechs lateinamerikanischen Ländern - Argentinien, Chile, Paraguay, Uruguay, Bolivien und Brasilien mit dem Ziel, linke politische und oppositionelle Kräfte weltweit zu verfolgen.

ISBN 978-3-88975-144-7     15,00 €  Portofrei      Bestellen

Die USA unterstützten und trainierten die lateinamerikanischen Sicherheitskräfte. Die bekannte argentinische Journalistin Stella Calloni hat jahrelang minutiös recherchiert, wer, wann und wo die Todesschwadronen das Verschwindenlassen und die Ermordung von Oppositionellen organisierten.Die Operation Condor. Ein Pakt des Verbrechens. STELLA CALLONI ist Journalistin und Schriftstellerin und hat sich auf in-ternationale Politik spezialisiert. Sie war als Korrespondentin in Kriegsgebie-ten in Mittelamerika und anderen Regionen tätig. Als Herausgeberin und Direktorin von Zeitschriften, die sich mit diesem Themenkreis beschäftigen, hat sie in der Presse Lateinamerikas und der Vereinigten Staaten Erzählungen und Poesien veröffentlicht. Sie arbeitet in Südamerika mit Sitz in Buenos Aires als Korrespondentin für die mexikanische Tageszeitung La Jornada. Stella Calloni hat mehrere Preise gewonnen: den lateinamerikanischen Jo-sé-Marti-Journalismuspreis (1986), den Preis der "Madres de la Plaza de Mayo" (1989), den Margarita-Ponce-Preis für Menschenrechte der Unión de Mujeres Argentinas (2001), den lateinamerikanischen Samuel-Chavkin-Journalismuspreis der Zeitschrift Nacla Report of the Americas, New York 2001, den Preis der Kommunikationsschule der Universidad Nacional de La Plata, Argentinien (2002). Ihr weit gefächertes Werk umfasst Reportagen, Aufsätze und Erfahrungs-berichte. Wir erinnern nur an die folgenden Veröffentlichungen: Torrijas y el canal de Panamá (Argentinien 1975), La guerra encubierta contra Contadora (Panama 1993), De Contadora a Esquipulas (mit Rafael Cribari, Argentinien und Uruguay 1986), Nicaragua: el tercer día (Argentinien 1985 und Uruguay 1987), Panamá pequeña Hiroshima (Mexiko 1992), Los años del lobo: Ope-ración Cóndor (Argentinien, drei Auflagen 1999), Operación Cóndor, pacto criminal (Ediciones La Jornada, Mexiko 2001), Argentina: de la crisis a la resistencia (Mexiko 2002), La invasión a Irak, guerra imperial y resistencia (Argentinien 2002), América Latina Siglo XXI. Recolonización o Independen-cia (con Víctor Ego Ducrot, Argentinien 2004). Gegenwärtig sind von Silvia Calloni ein Buch über den Staatsterrorismus und eins über den Konflikt nied-riger Intensität im Druck. Sie ist darüber hinaus Autorin einiger viel gelesener dichterischer Werke: Los Subverdes (Argentinien 1975), Cartas a Leroi Jones (Panama 1983), Poemas de Trashumante (1988) und schließlich El hombre que fue Yacaré (Argentinien 1998). Sie war Finalistin beim Concurso Casa de las Americas, Havanna 1992. Es handelt sich um die objektivste und detaillierteste Anklage, die ich bis heute die Gelegenheit hatte zu lesen, unübertrefflich in Stil und Sprache. Die Liste der wichtigen Persönlich-keiten, ob militärischen oder zivilen Hintergrunds, die zuhause oder im Ausland feige ermordet worden sind, ist lang. Unter ihnen befinden sich namhafte Persönlichkeiten wie der salvadorianische Erzbi-schof Oscar Arnulfo Romero, die chilenischen Generäle Schneider und Prats und einige Präsidenten anderer Länder. Nicht zu verges-sen die Verschwörung in Chile, die mit dem Tod von Salvador Allende und der Einsetzung einer faschisti-schen Regierung endete. Präsidenten wie Nixon, Reagan und Georg Bush waren direkt in diese Verbrechen verwickelt. Kürzlich wurde meine Aufmerk-samkeit wieder auf die argentini-sche Autorin gelenkt anlässlich ih-res Vortrages in Caracas im Rah-men der Internationalen Konferenz "Revolution und Intervention in La-teinamerika". Stella Calloni berichtet uns von der "leisen Invasion", die an allen Fronten vorangetrieben wird: der Desinformation, der beabsichtigten Rekolonisierung Lateinamerikas als "Vorgarten", als "strategische Reserve" des Imperiums, der Ein-satz der Geheimdienste gegen die "Gefahr" der Rebellion des Volkes, die geistige Vergiftung durch die Medien, die "linken" Gruppen Seite an Seite mit putschistischen Sekti-onen der extremen Rechten agie-rend; der mächtige Feind greift vorsätzlich die Seele seine Volkes an, seine Kultur, seine Identität. Fidel Castro, 23. November 2008

INHALTSVERZEICHNIS EINLEITUNG S. 11 1. KAPITEL S. 23 DIE JAHRE DES SCHMUTZIGEN KRIEGES 2. KAPITEL S. 47 DIE ARCHIVE DES GRAUENS 3. KAPITEL S. 63 EREIGNISSE IM VORFELD DER OPERACIÓN CÓNDOR 4. KAPITEL S. 83 TOD IN BUENOS AIRES: CÓNDOR 1974 Prats und seine Beziehung zu Juan Domingo Perón Von Prats zu Trabal 5. KAPITEL S. 105 DIE TRIPLE A IN DER GESCHICHTE DES TODES 6. KAPITEL S. 123 OPERATION COLOMBO (1975) Colombo in Aktion 7. KAPITEL S. 149 TOD IN PARIS, ROM UND BUENOS AIRES (1975) Paris: Ein General mit dunkler Vergangenheit im Netzwerk des Cóndor Buenos Aires: Opfer aus Uruguay 8. KAPITEL S. 167 ZEIT ZUM STERBEN: DER CÓNDOR WIRD zu EINER INSTITUTION (1976) Die Verbrecher Chile: Operation Andrea 9. KAPITEL S. 183 LETELIER. DER CÓNDOR IN VVASHINGTON UND AUF BARBADOS (1976) Der Cóndor agiert auf US-amerikanischem Gebiet Paraguay wird in die verbrecherische Intrige verwickelt Die Spur der Karibik: 73 Tote auf Barbados 10. KAPITEL S. 203 DER HORRORBERICHT VON MART??N ALMADA Die Wege des Cóndors 11. KAPITEL S. 227 DER CÓNDOR IN BRASILIEN Brasilien, Paraguay und Uruguay Argentinische Desaparecidos in Brasilien Die brasilianische "Entlarvung" (im Jahr 2000) 12. KAPITEL S. 249 DIE GRENZEN DES SCHRECKENS Der Cóndor fliegt: Paraguay-Argentinien Von Paraguay ausgelieferte argentinische und uruguayische Bürger 13. KAPITEL S. 277 GOIBURÚ: DIE LANGE REISE IN DEN TOD Der Cóndor in Aktion Keine Nachricht von Goiburú Santucho und Fuentes Alarcón Antonio Maidana: von den Katakomben zur Entführung 14. KAPITEL ARGENTINIEN: DIE STUNDE DER WAHRHEIT S. 295 Weitere Fälle Mariana Zaffaroni, Geisel eines Denunzianten Das uruguayische Kapitel der Operación Cóndor 15. KAPITEL S. 323 WER ZIEHT DIE FÄDEN? Die Zusammenarbeit weitet sich aus Die Komplizen Peru wird dem Cóndor überlassen Ein ganz besonderer Fall 16. KAPITEL S. 345 DIE KRALLEN DES CÓNDOR Die "Contras" Der Tot von Torrijos und Roldós 17. KAPITEL S. 375 DER CÓNDOR FLIEGT WEITER Der eigenartige Fall von Eugenio Berríos Die Freunde Die "School of the Americas": Mythos und Wirklichkeit Was lernt man in Fort Gulik? Gespräch mit einer ehemaligen "Schwarzmütze" Internationaler Terrorismus 18. KAPITEL S. 399 DIE WAHRHEIT: ZEUGENBERICHTE Die Kinder des Terrors: Interview mit Sara MÉnez, Montevideo, 7. April 2000 Leonardo Benito Peña sucht von Bolivien aus seinen Vater (Interview vom 1. Dezember 1999)

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Erstellt: 16.09.2015 - 14:19  |  Geändert: 06.11.2015 - 09:40

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