Untote leben länger. Von Philip Mirowski

Untote leben länger. Von Philip MirowskiWarum der Neoliberalismus nach der Krise noch stärker ist. "Jahrhundertkrise", "Bankencrash", "Systemkollaps" - Markige Worte wurden bemüht, um die Wirtschaftskrise zu beschreiben, die in den letzten Jahren zum Bankrott ganzer Länder geführt hat und den Euro an den Rand des Abgrunds trieb.

ISBN 978-3-95757-087-1     29,90 €  Portofrei      Bestellen

Markige Worte, die nach grundlegenden Änderungen schreien. Doch als wäre nichts geschehen, geht alles weiter wie bisher: Die neoliberale Wirtschaft beginnt erneut heißzulaufen, Staatsinvestitionen sind weiter verpönt und schon sieht man wieder die ersten Spekulationsblasen wachsen. Angesichts dieser aberwitzigen Beharrungskräfte verfolgt Philip Mirowski das neoliberale Projekt bis zu seinen Anfängen zurück und zeigt, wie es gelingen konnte, der Welt eine ökonomische Theorie nach starren mathematischen Gesetzen überzustülpen, die sich als stählernes Mantra festgesetzt hat. Seine tiefgreifende, bissig und anschaulich geschriebene Untersuchung, die Intellectual History, Kulturkritik und die Aufdeckung des Einflusses mächtiger Interessenverbände umfasst, zeigt zudem, dass sich der Neoliberalismus mittlerweile zu einer Kultur verdichtet hat, die alle Bereiche unseres Lebens bestimmt und auch unser Denken fest im Griff hat. Die Krise der Wirtschaft entpuppt sich so auch als intellektuelle Krise.

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Neoliberalismus Das Gespenst der totalen Durchökonomisierung. Das Perfide am Neoliberalismus ist, dass er oft im Gewand der wirtschaftlichen Vernunft auftritt. Doch längst hat er alle Lebensbereiche durchdrungen. Was bleibt von unserer Freiheit übrig, wenn man sie dem Markt überlässt? 26.10.2015, von Harald Staun → FAZ 26.10.2015

Die politische Ökonomie von Science 2.0 Tino Brömme  Der Politikwissenschaftler Philip Mirowski sieht neue Publikations- und Austauschmöglichkeiten für Wissenschaftler als "neoliberales Projekt" → Telepolis 04.10.2015

 

s.a. Die schleichende Revolution. Von Wendy Brown

 

Erstellt: 26.08.2015 - 11:23  |  Geändert: 05.11.2015 - 16:55