Das Reich des kleineren Übels. Über die liberale Gesellschaft. Von Jean-Claude Michea

Das Reich des kleineren Übels. Über die liberale Gesellschaft. Von Jean-Claude MicheaMit seinem Essay "über die liberale Zivilisation" löste Jean-Claude Michéa einen kleinen Skandal aus und avancierte in kurzer Zeit zu einem der meistdiskutierten politischen Philosophen Frankreichs. In seiner ebenso scharfsinnigen wie spitzzüngigen theoriegeschichtlichen Untersuchung des Liberalismus zeigt Michéa, dass sich der kulturelle Liberalismus freier individueller Entfaltung, der heute zum Grundinventar linker Positionen gehört, nicht vom Wirtschaftliberalismus des freien Marktes trennen lässt und immer auf ihn zurückfällt.

ISBN 978-3-95757-015-4     19,90 €  Portofrei      Bestellen

Gegen die linke Illusion, beide Spielarten des Liberalismus gegeneinander ausspielen zu können, und gegen die linksliberale Angst, der Gesellschaft einheitliche Tugenden aufzuzwingen, plädiert Michéa für einen vermeintlich konservativen, gar reaktionären Begriff, ohne den keine progressive Bewegung auskommt: Gemeinschaftlicher Anstand. Nur wenn Moral wieder aus der Sphäre des Privaten befreit wird, wenn Linke wieder allgemein verbindliche positive Werte einfordern und dem politisch korrekten Kampf um den Schutz voreinander den Rücken kehren, gelingt ihnen der Auszug aus dem "Reich des kleineren Übels" des Liberalismus. Eine radikale Intervention, die das politische Selbstverständnis von Links und Rechts grundlegend in Frage stellt und heraufordert.

Pressestimmen

»Scharf gedacht, dicht formuliert.« Joseph Hanimann, FAZ.

»Michéa steht in der Tradition hochrangiger politischer Kritiker wie Cornelius Castoriadis, George Orwell oder Christoph Lasch.« Moritz Pfeifer, ParisBerlin, 12.2014.

»Eine zugleich schmissig geschriebene wie jederzeit unterhaltsam-weitschweifende Diagnose. [...] Ein schöneres Grundsatzpapier, das gleichermaßen mit der Marktgläubigkeit von CDU-Liberalen und der Permissivitätswut von grünen Fundis abrechnet ist [...] bisher noch nicht auf dem politischen Markt.« Dieter Schnaas, Wirtschaftswoche, 01.12.2014.

»Der politische Liberalismus droht zum Diener marktradikaler Ideen zu werden , warnt der Philosoph Jean-Claude Michéa. Seine Streitschrift "Das Reich des kleineren Übels" ist ein vitaler Einspruch zur richtigen Zeit. [...] Sein Buch ist ein inspirierender Augenoffener.« Marko Martin, Deutschlandradio Kultur, 20.11.2014. Die ganze Sendung finden Sie hier.

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Buchbesprechung

Hochnäsiger Liberalismus. Jean-Claude Michéa: "Das Reich des kleineren Übels. Über die liberale Gesellschaft". Der politische Liberalismus droht zum Diener marktradikaler Ideen zu werden, warnt der Philosoph Jean-Claude Michéas. Seine Streitschrift "Das Reich des kleineren Übels" ist ein vitaler Einspruch zur richtigen Zeit. Von Marko Martin → Deutschlandradio Kultur vom 20.11.2014

 

Erstellt: 02.01.2015 - 13:38  |  Geändert: 26.09.2018 - 17:55