Hanns und Rudolf. Der deutsche Jude und die Jagd nach dem Kommandanten von Auschwitz. Von Thomas Harding

Thomas Harding kannte seinen Großonkel Hanns Alexander als einen freundlichen Mann mit viel Familiensinn, der ein bürgerliches Leben als Bankangestellter in London geführt hatte, sich für die Synagoge engagierte und gerne Witze machte. Seine jüdische Familie stammte aus Berlin und war in den 1930er-Jahren in letzter Minute nach England ins Exil entkommen. Das wussten alle. Ansonsten wurde über den Krieg nicht gesprochen.

ISBN 978-3-96428-220-0      25,00 €  Portofrei      Bestellen

Erst nach dem Tod von Hanns Alexander erfuhr Harding, dass er ein Nazijäger gewesen war. Er hatte Rudolf Höss, den nach Kriegsende untergetauchten Kommandanten von Auschwitz, im Alleingang in seinem Versteck auf einem Bauernhof in Norddeutschland aufgespürt und so dafür gesorgt, dass ihm der Prozess gemacht wurde. 1947 wird Höss im früheren KZ-Auschwitz hingerichtet.

Die Geschichte zweier Menschen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können.

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe des Verlags

Pressestimmen:

"Ein fesselnder Thriller, ein unsägliches Verbrechen, eine unverzichtbare Geschichte, ein kühner Erzähler." John Le Carré

"Beeindruckend … fesselnd und schockierend." Evan Thomas, Washington Post

"Thomas Harding ist es gelungen, eine sehr lesbare, faktenreiche Doppel-Biografie zu schreiben, die Deutschland aus ganz konträren Seiten beleuchtet. Hier eine liberale, wohlhabende jüdische Familie Alexander; da eine abgestumpfte, gewalttätige und streng katholische Familie Höss. Harding ging der Frage nach, wie ein normaler Mann zu einem der größten Massenmörder in der Geschichte wird. Schließlich traf er die richtige Entscheidung, nicht einen Helden und einen Schurken, sondern zwei Menschen zu porträtieren: Hanns und Rudolf. Deren so verschiedene Lebensläufe erzählt er parallel, spannend und aus nächster Nähe – auf der Grundlage historischer Unterlagen, Familienbriefe und Interviews, unter anderem mit Höss' Tochter." NDR-Info

"Eine außergewöhnliche Geschichte, die auf akribischen Recherchen beruht – die Geschichte, wie ein Jude nach 1945 fast im Alleingang den Kommandanten von Auschwitz zur Strecke gebracht hat." Frederick Forsyth

Der Autor:

Thomas Harding, geb. 1968, ist ein vielfach ausgezeichneter Bestsellerautor, dessen Bücher in mehr als 16 Sprachen übersetzt wurden. Sein Buch "Hanns und Rudolph" (dtv) wurde mit dem JQ-Wingate Prize for Non-Fiction ausgezeichnet, sein Buch "Sommerhaus am See" (dtv) war auf der Shortlist des Costa Biography Award. Als Journalist hat er u.a. für The Guardian, die Washington Post und die Sunday Times geschrieben, zudem arbeitet er als Radio- und Fernsehmoderator. Er ist Mitbegründer eines Fernsehsenders in Oxford und gab lange Jahre eine vielfach mit Preisen ausgezeichnete Zeitung in West Virginia heraus. Er ist Vorsitzender des Vereins Alexander-Haus e.V. und lebt mit seiner Familie in Hampshire/England.

Der Autor auf Wikipedia

Der Übersetzer:

Der Übersetzer Michael Schwelien (1948–2019) war langjähriger Redakteur bei der Zeit, von 1995 bis 1998 als Korrespondent in Washington. Er war ein versierter Protokollant politischer Ereignisse und Experte für Auslandsthemen. Seine Biografien über Joschka Fischer und Helmut Schmidt waren hochgelobt.

 

Erstellt: 16.10.2014 - 12:56  |  Geändert: 09.05.2024 - 07:39

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