Hrsg. Jürgen Mümken

Worte eines Rebellen

1. Auflage 27.09.2021 , Deutsch

»Die Leser dieses Buches sollten sich jedoch weniger um die Person des Autors als um den Wert der von ihm präsentierten Ideen kümmern.« Èlisée Reclus

»Die kommende Revolution wird einen allgemeinen Charakter haben, der sie von allen früheren Revolutionen unterscheidet. Es wird nicht mehr ein Land sein, das sich in die Umwälzung stürzt, sondern es werden alle Länder Europas sein. Wenn in früheren Jahren eine lokale Revolution noch möglich war, so ist heutzutage, mit den Solidaritätsbeziehungen, die sich durch Europa geknüpft haben, und in Anbetracht des unsicheren Gleichgewichts aller Staaten, eine lokale Revolution eine Unmöglichkeit, wenn sie eine gewisse Zeit andauert. Wie 1848 wird ein Anstoß in einem Lande sich notwendigerweise durch die übrigen Länder fortpflanzen, und das revolutionäre Feuer wird ganz Europa erfassen.« Peter Kropotkin

ISBN 978-3-86841-254-3 1. Auflage 27.09.2021 20,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)
1922 13.06.2016 Kostenlos Online lesen (HTML) archive.org

»Kropotkin, der im Dezember 1876 in die Schweiz kam, und dort auf die aus Frankreich geflohenen Kommunard_innen traf, wurde zum bekanntesten Vertreter und Theoretiker des kommunistischen Anarchismus, auch wenn dieser keine einheitliche Theorie und Praxis hat und hatte. Während z.B. Malatesta davon überzeugt war, dass der Kommunismus einen Überfluss an Produkten und ein hochentwickeltes moralisches Bewusstsein voraussetzt und daher eine Übergangszeit vor der Errichtung des Kommunismus vorsah, glaubte Kropotkin, dass die sofortige Errichtung des Kommunismus nach der Revolution sowohl notwendig als auch praktikabel sei.« Jürgen Mümken (Herausgeber)

Mehr Infos

Inhaltsverzeichnis

Das Buch von 1922 online ansehen archive.org 13.06.2016

Rezension

He's a rebel – social rebel…: Sicherlich viel zu spät – aber was ist schon zu spät? – der Hinweis auf ein altes Buch, welches neu herausgebracht wurde: Jürgen Mümken hat sich die Mühe gemacht es zum Anlass des hundertjährigen Todestages von Peter (Pjotr) Kropotkin noch mal neu zu überarbeiten und zu übersetzen. War auch längst überfällig, denn wenn ich es richtig stehe stammte die letzte Ausgabe von 1972 und war immer noch die Version, welche Pierre Ramus so langweilig entschärft hatte. Von Krawall und Rambazamba wollte der alte Pazifist nämlich nichts wissen. Kropotkin selbst war freilich nie ein Strassenkämpfer erster Reihe. Aber – ganz im Unterschied zu zu Rutger Bregman – war Kropotkin immer bewusst, dass es in der sozialen Revolution hoch geht. Von Jonathan Eibisch untergrund-blättle.ch 30.07.2023

Autoreninfos

Pjotr Alexejewitsch Kropotkin (1842–1921) war ein russischer Geograph, Revolutionär und einer der bedeutendsten Theoretiker des Anarchismus. Er entstammte einer adeligen Familie des zaristischen Russlands und absolvierte zunächst eine militärische Ausbildung, bevor er sich naturwissenschaftlichen und geographischen Studien widmete. Im Rahmen wissenschaftlicher Expeditionen in Sibirien entwickelte er frühe Überlegungen zur gegenseitigen Hilfe in Natur und Gesellschaft, die später zu einem zentralen Bestandteil seiner politischen Theorie wurden. Seit den 1870er-Jahren engagierte sich Kropotkin in revolutionären und anarchistischen Bewegungen Europas und verbrachte wegen politischer Verfolgung viele Jahre im Exil, insbesondere in der Schweiz, Frankreich und Großbritannien. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Die Eroberung des Brotes“ und „Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt“, in denen er staatliche Herrschaft und kapitalistische Wirtschaftsformen kritisierte und föderale, kooperative Gesellschaftsmodelle entwarf. Nach der Russischen Revolution kehrte er 1917 nach Russland zurück, distanzierte sich jedoch von der autoritären Entwicklung unter den Bolschewiki. Kropotkins politische und sozialphilosophische Schriften beeinflussten anarchistische, libertäre und genossenschaftliche Bewegungen weltweit.

Wikipedia (DE): Pjotr Alexejewitsch Kropotkin  |  Wikipedia (EN): Peter Kropotkin

Herausgeben von

Jürgen Mümken (* 1965) ist ein postanarchistischer Autor. Mümken beschäftigt sich vor allem mit dem Verhältnis von Poststrukturalismus und Anarchismus. In einigen seiner Arbeiten geht er dem Verhältnis von anarchistischer und marxistischer Staatskritik und zeichnet die Theorie des modernen Staates nach. In seiner Arbeit bezieht er sich auf Michel Foucault und das Werk Empire von Antonio Negri und Michael Hardt. Zudem erörtert er Fragen nach dem Subjekt zwischen Autonomie und Heteronomie, wobei der Schwerpunkt auf der Sex-Gender-Debatte liegt. In Schriften hat sich Mümken mit der Freien Arbeiter-Union Deutschlands (FAUD) auseinandergesetzt. Quelle: Wikipedia (DE)  |  Website (Stand 07.05.2026): juergen-muemken.de

Übersetzt von

Michael Halfbrodt (* 1958) ist ein deutscher Übersetzer und anarchistischer Autor. Quelle: Wikipedia (DE)

Autoren

Erstellt: 07.05.2026 - 12:04  |  Geändert: 07.05.2026 - 12:30