Die kleine Faschistin
Kriminalroman

Eine Kleinstadt am Atlantik, an der Grenze zu Belgien. Hier wächst die »kleine Faschistin«, wie Francesca zu Hause liebevoll genannt wird, zwischen Schießstand und rechtsintellektuellen Klassikern auf. Das hält sie jedoch nicht davon ab, ihrer Kindheitsliebe Jugurtha die Treue zu halten, dem Sohn eines kabylischen Kommunisten - bis dieser mit vierzehn ermordet am Strand gefunden wird. Von nun an gibt es für Francesca nur noch ihren großen Bruder Nils, ihr Idol, dem sie begeistert in den identitären Schlägertrupp der »Löwen von Flandern« folgt. Doch auch Nils wird bald nicht mehr am Leben sein.

ISBN 978-3-96054-476-0 1. Auflage 02.03.2026 18,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) Deutsche Erstauflage

Als Francesca zwanzig ist, steht Frankreich vor dem Zerfall: »Der Verrückte« im Élysée löst immer wieder die Nationalversammlung auf, der Patriotische Block rückt der Regierungsübernahme näher, die Technokraten an der Macht werden der Gewalt im Land nicht Herr. In der Kleinstadt am Meer soll der altgediente Mitte-Links-Politiker Bonneval erneut für den Wahlkreis antreten. Die »Tarantel«, die im linken Lager die Strippen zieht, sieht in ihm einen Hoffnungsträger für stabilere Verhältnisse - Bonneval aber flieht vor allem vor seiner Midlife-Crisis.

Francesca bricht zusammen, als sie durch Zufall Nils' Tagebücher findet und erfährt, wie Jugurtha wirklich gestorben ist. Kurz darauf trifft sie auf Bonneval, und beide entflammen in einer unwahrscheinlichen Leidenschaft. Doch auch die Liebe wird die Republik nicht retten ...

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Leseprobe

Pressestimmen

»In dieser köstlich burlesken und schrecklich glaubwürdigen Dystopie versinkt Frankreich im Chaos.« Le Monde de Livres

»Wie schon in seinen früheren Romanen verbindet Jérôme Leroy hier Political Fiction mit schwarzem Humor und erzählerischer Raffinesse. Berauschend und brillant.« Le Parisien week-end

»Zwischen Wut- und Lachtränen erzählt Jérôme Leroy von einem Frankreich in der Krise.« Livres Hebdo

»Ein so tragischer wie komischer knapper Roman Noir, der den Wahn und das vielfache Abdriften der extremen Rechten in Szene setzt.« Libération

Mediathek

„Die kleine Faschistin“ - linksbündig Buchpremiere mit Jérôme Leroy
14.04.2026 | Rosa-Luxemburg-Stiftung YouTube (14.04.2026)

Autoreninfos

Jérôme Leroy (* 29. August 1964 in Rouen) ist ein französischer Schriftsteller. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten, Lyrik, Essays, Jugendbücher und Drehbücher. Sein erstes auf Deutsch erschienenes Werk ist der Kriminalroman Der Block.

Wikipedia (DE): Jérôme Leroy

Übersetzt von

Cornelia Wend, geboren 1965 in Detmold, studierte Französisch und Germanistik in Hannover, Hamburg und Rouen. Seit 1994 arbeitet sie als freie Übersetzerin, u.a. von Elisabeth Filhol, Patrick Pécherot, Paul Colize, Chloé Mehdi und Jérôme Leroy.

Autoren

Erstellt: 24.04.2026 - 06:28  |  Geändert: 24.04.2026 - 06:49