Der schwarze Monsun
Roman

Thürks ebenso packender wie beklemmender Romanklassiker über das Terrorregime der Roten Khmer in Kambodscha April 1975.

Seit Jahren tobt in Kambodscha ein Bürgerkrieg; die Roten Khmer, eine maoistisch-nationalistische Guerillabewegung unter Führung Pol Pots, steuern mit ihren Verbündeten auf die Hauptstadt Phnom Penh zu. Die dort Lebenden - unter ihnen der Koch Hang Son und seine Freundin Chanta - erhoffen sich ein Ende der Kämpfe und einen friedlichen Wiederaufbau des Landes. Bald folgt jedoch das böse Erwachen, die Bevölkerung Phnom Penhs wird aufs Land verschleppt und muss Zwangsarbeiten verrichten. Es beginnt die Terrorherrschaft der Roten Khmer, die schließlich im millionenfachen Massenmord mündet. 

ISBN 978-3-95462-845-2 2017 13,99 € Portofrei Bestellen (EPUB)

Hang Son kann fliehen und landet in einer geheimen, von den USA geleiteten Truppe. Chanta dagegen wird in eine Edelsteinmine verschleppt und muss täglich um ihr Leben bangen. Son versucht alles, sie wiederzufinden. 

Auch rund vierzig Jahre nach dem Ende des Pol-Pot-Regimes 1978 sind in Kambodscha noch nicht alle Wunden verheilt. Harry Thürk gelang es mit seinem 1986 erstmals veröffentlichten Roman, die damaligen Geschehnisse durch seine Protagonisten nachvollziehbar zu machen, den unzähligen Opfern ein Gesicht zu geben. Ein packender Roman, der bis heute nichts von seiner Wirkung verloren hat. 

Mehr Infos

Kapitelübersicht

  •    1975 - April
  •    1977 - Mai
  •    1978 - Mai
  •    1979 - Januar

Quelle und weitere Informationen zum Buch beim Harry Thürk Forum

Rezension

Ein spannendes Buch, in dem sich ein Teil der jüngsten Geschichte Südostasiens spiegelt. Es erzählt von einer Revolution, um deren Früchte Millionen Bürger Kampucheas betrogen wurden. Es erzählt auch vom Ende des Mörderregimes Pol Pot, das kampucheanische und vietnamesische Kämpfer herbeiführten, wobei es nicht verschweigt, von wem die Barbaren, die ihre Opfer zu Hunderttausenden erschlugen, Hilfe bekamen, weil ihr schizophrenes Unterfangen in deren Pläne passte. DDR-Literatur Blog 15.06.2020

Autoreninfos

Harry Thürk (1927–2005), geb. in Zülz (heute Biala/Polen), Besuch der Real- und Handelsschule in Neustadt/Schlesien, 1944/45 Wehrdienst, nach dem Krieg Rückkehr nach Neustadt, Internierung in einem Durchgangsghetto für Deutsche, von dort Flucht nach Ostdeutschland. In der DDR Arbeit als Reporter (u. a. Auslandskorrespondent in Korea, China, Vietnam, Laos, Kambodscha), was sich in seiner literarischen Arbeit niederschlug, seit 1958 freier Autor in Weimar. Seine Bücher wurden in polnische, tschechische, slowakische, ungarische, rumänische, russische, finnische, litauische, vietnamesische und spanische Sprache übersetzt.

Wikipedia (DE): Harry Thürk  |  Website (Stand 08.04.2026): Das Harry Thürk Forum

Autoren

Erstellt: 16.04.2026 - 12:06  |  Geändert: 16.04.2026 - 12:19