Ulysses
Roman
Ulysses (englisch für Odysseus, von lateinisch Ulixes) gilt als der bedeutendste Roman des irischen Schriftstellers James Joyce und als richtungsweisend für den modernen Roman.
Joyce beschreibt im Ulysses in 18 Episoden einen Tag, den 16. Juni 1904, im Leben des Leopold Bloom, seines Zeichens Anzeigenakquisiteur bei einer Dubliner Tageszeitung. In Anlehnung an Homers Irrfahrten des Odysseus lässt er den Leser an den (Irr-)Gängen seines Protagonisten durch Dublin teilhaben.
Joyce schildert dabei nicht nur die äußeren Geschehnisse, sondern auch die Gedanken seiner Protagonisten mit allen ihren Assoziationen, Erinnerungsfetzen und Vorstellungen. Die Sprache wird dabei ungeordnet und bruchstückhaft verwendet, „wie es der Person gerade durch den Kopf geht“. Dieses von Verfassern wie Arthur Schnitzler bekannte Stilelement, der sogenannte Bewusstseinsstrom oder Innerer Monolog, wird hier erstmals zentrales Gestaltungselement eines Romans.
Das vollständige Werk erschien erstmals 1922, in deutscher Sprache 1927.
Wikipedia (DE): Ulysses
Rezension
Von der Konzeption mit keinem geringeren Anspruch als dem der klassischen Odyssee, vom Sujet so profan wie es nur geht. James Joyce legte seinen großen, alles Maß in Frage stellenden und die Welt der Literatur revolutionierenden Roman dort an, wo er sich auskannte: Im dreckigen, versoffenen, erzkatholischen und doppelmoralischen Dublin. (...) James Joyce Ulysses ist die Weltrevolution der Erkenntnis. Das sollte bei der Lektüre beruhigen. Zu ihr braucht man mehr als einen Tag, und selbst ein ganzes Leben wäre nicht zuviel. Von Gerhard Mersmann versalia.de 12.08.2011
Autoreninfos
Übersetzt von
Hans Wollschläger wurde 1935 in Minden geboren. Er arbeitete als Schriftsteller, Literaturkritiker und Übersetzer, unter anderem übertrug er James Joyces Roman Ulysses ins Deutsche. 1982 erschien sein Roman Herzgewächse oder der Fall Adams. Hans Wollschläger starb 2007 in Bamberg.
