1. Auflage 15.08.2018 , Deutsch

Am 17. Mai 1980 verbrannte der Sendero Luminoso, der Leuchtende Pfad, in einer seiner ersten Aktionen die Wahlurnen in der peruanischen Region Ayacucho. Damit begann eine Phase des bewaffneten Kampfes, mit dem Ziel, in einem weiteren Land Südamerikas die Flamme der Revolution zu entfachen. In den folgenden Jahren der brutalen Auseinandersetzungen entlang verschiedener Konfliktlinien wurden etwa 69.000 Menschen entführt, gefoltert und ermordet. Bis heute erkannten weder der Staat noch die Kirche ihre Verantwortung für eine Spirale der Gewalt an, die durch Ungleichheit, Willkür und Ungerechtigkeit in Gang gesetzt wurde. 

ISBN 978-3-903022-68-3 1. Auflage 15.08.2018 22,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)

Vorliegender Band rekonstruiert die politische Gewalt in Peru zwischen 1980 und 1990 anhand der Ergebnisse der 2001 eingesetzten Kommission für Wahrheit und Versöhnung (Comisión de la Verdad y Reconciliación).

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Leseprobe des Verlags

Rezensionen

Ein weiterer Genozid, der ebenfalls von einer angeblich kommunistischen Befreiungsbewegung verübt wurde, hat hingegen noch nicht den Weg ins kollektive Gedächtnis gefunden. Die nun auf deutsch erschienene Graphic Novel Der Leuchtende Pfad versucht bildgewaltig und ausdrucksstark, dies zu verändern. (...) Am Ende bleiben Fragen: Woher kam die unbeschreibliche Brutalität des Bürgerkrieges? Wieso konnte sich der Leuchtende Pfad trotz seiner Gräuel zehn Jahre halten und sogar sein Gebiet ausbauen? Wieso konnten staatliche Akteure im rechtsfreien Raum handeln? Abschließend beantwortet der Band diese Fragen nicht, doch es ist gut, dass er sie stellt und damit einen Blick auf eine Geschichte ermöglicht, der davor verstellt war. Allein dafür lohnt die Lektüre. christopherwimmer.de 11.04.2019

Autoreninfos

Jesús Cossío, geboren 1974 in Lima, ist Illustrator, Autor und Herausgeber von Comics und Graphic Novels. Er hat in Peru und Südamerika bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht. Sein Graphic Novel «Der leuchtende Pfas» (Rupay), das in Zusammenarbeit mit Alfredo Villar und Luis Rossell entstand, basiert auf einem Forschungsprojekt zur politischen Gewalt im Peru der 1980er Jahre und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. bahoe books (31.07.2026)

Luis Rossell schreibt über historische Themen und veröffentlicht Sachbücher und wissenschaftliche Fachliteratur über Geschichte. bahoe books (31.07.2026)

Der aus Peru stammende Autor und Kunstkurator Alfredo Villar setzt sich sowohl in den von ihm kuratierten Ausstellungen als auch in seinen Büchern immer wieder mit Kunst aus dem Amazonas auseinander. Sein Graphic Novel «Der leuchtende Pfas» (Rupay), das in Zusammenarbeit mit Jesús Cossio und Luis Rossell entstand, entwickelte sich aus einem Forschungsprojekt zur politischen Gewalt im Peru der 1980er Jahre und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien sein Debütroman «Papá huayco» (Fondo de cultura economica, 2024). bahoe books (31.07.2026)

Verlag

Erstellt: 07.03.2024 - 07:17  |  Geändert: 31.07.2026 - 09:58