Cyberangriffe und Völkerrecht. Zur Verhältnismässigkeit staatlicher Gegenmassnahmen. Von Sara Pangrazzi

Cyberangriffe sind Folge des rasanten technologischen Fortschritts und werden teilweise gar zu den grössten sicherheitspolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gezählt. Was bedeutet dies für die internationale Staatengemeinschaft? Wann und wie dürfen Staaten aus völkerrechtlicher Sicht auf Cyberangriffe reagieren? Gegenstand dieser Dissertation ist eine Aufarbeitung der völkerrechtlichen Selbsthilfemöglichkeiten von Staaten bei Cyberangriffen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, welche unilateralen Verteidigungs- und Gegenmassnahmen im Kontext von Cyberangriffen (un-)verhältnismässig sind.

ISBN 978-3-03805-586-0     54,45 €  Portofrei     Bestellen  
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Einerseits wird das Recht auf Selbstverteidigung gemäss Art. 51 UN-Charta und andererseits völkerrechtliche Gegenmassnahmen vor dem Hintergrund des Verhältnismässigkeitsprinzips näher analysiert. Untersucht werden dabei auch digitale Verteidigungs- und Gegenmassnahmen wie Hackbacks. Trotz Neuartigkeit solcher digitalen Mittel, wird die Ansicht vertreten, dass für die Regulierung staatlichen Verhaltens im Cyberraum grundsätzlich am über Jahrzehnte durch Rechtsüberzeugung (opinio iuris), durch IGH-Rechtsprechung, Staatenpraxis und Lehrmeinungen etablierten und bereits bestehenden Rahmen des traditionellen Völkerrechts anzuknüpfen ist, um internationale Stabilität und die Voraussehbarkeit staatlichen Handelns zu fördern.

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Die Autorin:

Sara Pangrazzi ist Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Völkerrecht und Vergleichendes Staatsrecht der Universität Zürich, Schweiz. In ihrer Doktorarbeit untersucht sie die Gegenmaßnahmen von Staaten gegen Cyberangriffe aus völkerrechtlicher Sicht. Sie hat einen Bachelor und Master of Law der Universität Zürich und absolvierte ein Nachdiplomstudium in Rechtswissenschaften an der University of New South Wales in Sydney, Australien. Sie forschte im Rahmen eines einmonatigen Doktoranden-Austauschprogramms (LERU) an der Universität Barcelona und am Woodrow Wilson Center in Washington D.C. zu Cyber-Angriffen und Gegenmaßnahmen. Sie arbeitet multidisziplinär in den Bereichen Cyberdiplomatie, Cybersicherheit und Technologie mit foraus zusammen, dem Schweizer Think Tank für Außenpolitik, der die Kluft zwischen Wissenschaft und Politik überbrückt, indem er qualitativ hochwertige Empfehlungen für Entscheidungsträger der Schweizer Außenpolitik und die Öffentlichkeit erarbeitet.

 

Erstellt: 20.10.2023 - 08:20  |  Geändert: 28.02.2024 - 17:46

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