Die Gelegenheit ergreifen. Eine politische Philosophie des Kairós. Von Alexander Neupert-Doppler

Die Geschichte aller Befreiungsbewegungen ist die Geschichte ergriffener und verpasster Gelegenheiten. Was bedeutet es aus Sicht der politischen Philosophie eine Gelegenheit zu erkennen, zu erfahren und zu ergreifen?

Nach den Katastrophen des 20. Jahrhunderts ist die europäische Idee einer objektiven Notwendigkeit des Fortschritts in der Geschichte haltlos geworden. Im rasenden Stillstand der Postmoderne schwand auch der Glauben an deren subjektive Machbarkeit. Folgen sind Kritik- und Utopielosigkeit, die Ideologie vom Ende der Geschichte.

ISBN 978-3-85476-696-4     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert haben Philosophen wie Paul Tillich, Walter Benjamin, Ernst Bloch u.a. eine Alternative zur Geschichts- und Alternativlosigkeit gesucht. Wie nach ihnen Immanuel Wallerstein, Giorgio Agamben, Michael Hardt und Antonio Negri greifen sie dafür auf den Kairós, den Gott der guten Gelegenheiten, als Denkfigur zurück.

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Inhaltsverzeichnis und Leseprobe des Verlags

Die Gelegenheit als Dreh- und Angelpunkt. Kairós bezeichnet den günstigen Augenblick für eine Entscheidung. Über eine Theorieschrift, die das mutige Engagement im Handgemenge vorbereiten soll. Von Jonathan Eibisch → kritisch lesen 13.04.2021

Der Autor:

Alexander Neupert-Doppler (Jahrgang 1981) lebt in Hannover und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter für Politische Theorie am IASS in Potsdam. Nach Büchern zu den Widrigkeiten des Staatsfetischismus (2013) und zu den Möglichkeiten der Utopie (2015) schließt das Buch zu den Gelegenheiten im Kairós (2019) diese Trilogie ab.

 

Erstellt: 10.06.2021 - 09:26  |  Geändert: 10.06.2021 - 09:28