Neofaschismus in Italien. Politik, Familie und Religion in Rom. Eine Ethnographie. Von Lene Faust

Wie lässt sich der italienische Neofaschismus heute über seine politischen Inhalte hinaus verstehen? Lene Fausts ethnologische Studie analysiert, was es heißt, Faschist in Italien zu sein, und berucksichtigt dabei besonders mehrgenerationale Bezuge. Dieser innovative Ansatz erlaubt eine mehrdimensionale Interpretation des Neofaschismus als Zusammenspiel gesellschaftlicher Marginalisierungsprozesse, familiärer Dynamiken, religiöser Elemente und politischer Wirksamkeit. Indem Mechanismen der Verdrängung und der Weitergabe von Tradition und Trauma in römischen Familien systematisch aufgearbeitet werden, kann die zentrale Bedeutung des vorpolitischen Raums fur die Existenzsicherung der Subkultur in einer auf kollektivem Antifaschismus basierenden Nachkriegsrepublik konzise erklärt werden.

ISBN 978-3-8376-5470-7     40,00 €  Portofrei     Bestellen

Ausgezeichnet mit dem Forschungsförderungspreis des Frobenius-Instituts 2020 für die beste Dissertation in der deutschsprachigen Ethnologie.

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Die einzelnen Kapitel als Leseproben

Faschismus, das absolut Böse. Ideologie Die Ethnologin Lene Faust untersucht Italiens Sprachlosigkeit beim Umgang mit Mussolinis Erbe. Ulrich van Loyen → der Freitag 09.05.2021

Die Autorin:

Lene Faust, Ethnologin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialanthropologie der Universität Bern. Sie promovierte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der politischen Anthropologie, der Religionsethnologie sowie der Mittelmeerethnologie.

 

Erstellt: 23.01.2021 - 07:18  |  Geändert: 09.05.2021 - 19:38

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