Georg Büchners politisches Vermächtnis. »Die Bildung eines neuen geistigen Lebens im Volk suchen.« Von Hans Otto Rößer

Büchners letzter Brief an seinen Förderer Karl Gutzkow vom 1. Juni 1836 enthält eine prinzipielle Kritik an dem Projekt einer »Bewusstseinsreform« im Interesse der bürgerlichen »Minorität«. Da sich Büchner bis zu seinem frühen Tod nicht noch einmal so grundsätzlich zu politischen Fragen geäußert hat, kann dieser Brief als sein politisches Vermächtnis gelten. Was es mit seinen Forderungen auf sich hat, wird im vorliegenden Buch ausführlich unter Bezug auf gesellschaftsgeschichtliche und ideologisch-politische Konstellationen sowie auf die Werke Büchners untersucht.

ISBN 978-3-9818195-4-0     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Dabei werden bislang wenig oder nicht beachtete Dimensionen des Briefes und der literarischen Werke Büchners sichtbar gemacht. Im Gegensatz zu Versuchen, Büchner und sein Werk zu entpolitisieren, nimmt Hans Otto Rößer Büchner als politischen Autor ernst.

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Mikroskopisch kleine Befunde. Georg Büchner fahndete in seinem Werk nach den Elementen der gesellschaftlichen Wirklichkeit, die über diese Realität hinausweisen. Er forderte dazu auf, »die Bildung eines neuen geistigen Lebens im Volk suchen«. Von Hans Otto Rößer junge Welt 18.08.2020

Der Autor:

Hans Otto Rößer, geboren 1953, promovierte 1985 in Gießen mit einer literaturgeschichtlichen Arbeit, war DAAD-Lektor in der VR China und in Japan und unterrichtete danach an einer Berufsschule und einer Abendschule die Fächer Deutsch, Deutsch als Zweitsprache, Politik und Wirtschaft und Ethik und war bis zum Ende seiner Dienstzeit Aufgabenfeldleiter für die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer an einem Oberstufen­gymnasium. Publikationen zu Johann Gottfried Herder, Christian Garve, Georg Forster, Georg Büchner, Christa Wolf und Volker Braun, journalistische Veröffentlichungen vor allem zu bildungs- und gesellschaftspolitischen Themen.

 

Erstellt: 31.08.2020 - 06:40  |  Geändert: 31.08.2020 - 06:41