Apeirogon. Von Colum McCann

Rami Elhanan und Bassam Aramin sind zwei Männer. Rami braucht fünfzehn Minuten für die Fahrt auf die West Bank. Bassam braucht für dieselbe Strecke anderthalb Stunden. Ramis Nummernschild ist gelb, Bassams grün.
Beide Männer sind Väter von Töchtern. Beide Töchter waren Zeichen erfüllter Liebe, bevor sie starben. Ramis Tochter wurde 1997 im Alter von dreizehn Jahren von einem palästinensischen Selbstmordbomber vor einem Jerusalemer Buchladen getötet. Bassams Tochter starb 2007 zehnjährig mit einer Zuckerkette in der Tasche vor ihrer Schule durch die Kugel eines israelischen Grenzpolizisten.

ISBN 978-3-498-04533-3     25,00 €  Portofrei     Bestellen


Ramis und Bassams Leben ist vollkommen symmetrisch. Ramis und Bassams Leben ist vollkommen asymmetrisch. Rami und Bassam sind Freunde.
Apeirogon: eine zweidimensionale geometrische Form mit einer gegen unendlich gehenden Zahl von Seiten. Während "Apeirogon" nach und nach seine nahezu unendlichen Seiten auffächert und die beiden Männer in seiner Mitte rahmt, entfaltet sich der Palästinakonflikt in seiner ganzen Historie und Komplexität. Dies ist Colum McCanns überwältigendes Meisterwerk - ein Roman, der das Unbeschreibliche sinnlich und sinnhaft erfahrbar, greifbar macht. Ein kaleidoskopischer Text stellt die zeitlose Frage: Wie leben wir weiter, wenn das Liebste verloren ist? Und: Wie kann der Mensch Frieden finden? Mit sich selbst, mit anderen.

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Leseprobe des Verlags

Weiterleben nach dem Tod zweier Mädchen. Der irische Schriftsteller Colum McCann ist einer der wichtigsten Autoren der englischen Sprache. In seinem Buch „Apeirogon“ macht er klar, warum der Palästinakonflikt uns alle betrifft, auch wenn wir uns fern davon wähnen. Von Tobias Wenzel → Deutschlandfunk Kultur 03.08.2020

Vogelschwärme im Kopf. Colum McCanns großer Roman über zwei Väter, die auf Rache verzichten. Rezension von Sylvia Staude. → FR 20.07.2020

Ein Meisterwerk über den Kampf für den Frieden. "Sie nutzen ihren Schmerz als Waffe für den Frieden", sagt Colum McCann über die beiden Männer, von deren Leben er dieses Mal erzählt. Vorgestellt von Katja Weise. → NDR 19.07.2020

In größter Enge so fern. Colum McCanns großartig kaleidoskopischer Roman über den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Rezension von Gerrit Bartels → Tagesspiegel 22.07.2020

Erzählen gegen den Tod. Ein Meisterwerk: In Israel spitzt sich die Lage zu, doch der irische Autor Colum McCann hat einen Roman über den Nahost-Konflikt geschrieben, der der Versöhnung über alle Mauern hinweg den Weg weist. Gerade ist „Apeirogon“ für den Booker-Preis nominiert worden. Rezension von Stefan Kister → Stuttgarter Zeitung 28.07.2020

Der Autor:

Colum McCann wurde 1965 in Dublin geboren. Er arbeitete als Journalist, Farmarbeiter und Lehrer und unternahm lange Reisen durch Asien, Europa und Amerika. Für seine Romane und Erzählungen erhielt McCann zahlreiche Literaturpreise, unter anderem den Hennessy Award und den Rooney Prize for Irish Literature. Zum internationalen Bestsellerautor wurde er mit den Romanen «Der Tänzer» und «Zoli». Für den Roman «Die große Welt» erhielt er 2009 den National Book Award. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in New York.

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Erstellt: 03.08.2020 - 13:24  |  Geändert: 02.12.2020 - 17:56

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