NATO 2040: Der Kriegsplan, über den keiner spricht | Effenberger Aktuell #63
auf YouTube (20.09.2026) 1:26:31
War der militärische Umbau der NATO wirklich nur eine Reaktion auf den russischen Einmarsch in die Ukraine – oder war die strategische Ausrichtung auf Russland, China und globale Machtprojektion längst vorher angelegt?
In dieser Folge von Effenberger Aktuell spricht Wolfgang Effenberger über das US-Papier TRADOC 525-3-1 „Win in a Complex World“, das bereits 2014 erschien und nach seiner Einschätzung eine langfristige militärische Transformationslinie bis 2040 beschreibt. Effenberger verweist darauf, dass das Dokument keineswegs nur von einem unbekannten Gegner ausgeht, sondern konkrete geopolitische Rivalen benennt.
Im Zentrum steht außerdem das NATO Warfighting Capstone Concept von 2021. Laut Effenberger wurde hier eine bereits laufende militärstrategische Entwicklung auf NATO-Ebene fortgeführt – mit langfristigem Horizont, Multidomain-Kriegsführung, schneller Verlegefähigkeit, Informationsüberlegenheit und dauerhafter militärischer Überlegenheit.
Besonders brisant: Das NATO-Konzept wurde nicht erst nach dem 24. Februar 2022 entwickelt, sondern bereits Monate vor der russischen Invasion beschlossen. Effenberger stellt deshalb die Frage, ob der Ukrainekrieg tatsächlich Ausgangspunkt der NATO-Transformation war – oder ob er in eine längst vorbereitete Strategie eingeordnet wurde.
Ein Gespräch über US-Militärdoktrinen, NATO-Strategie, Ukraine, Russland, China, Machtprojektion, psychologische Überforderung, hybride Kriegsführung – und die Frage, ob Europa gerade sehenden Auges in eine dauerhafte Kriegslogik hineingezogen wird