Ein Umbruch von historischer Tragweite: Die 500-jährige Dominanz Europas und der USA über den ›Rest der Welt‹ geht zu Ende. Eine neue Hegemonialmacht wird es auf absehbare Zeit nicht geben. Es entsteht eine multipolare Weltordnung. Neue Akteure aus dem Globalen Süden steigen auf und haben ein weltpolitisches Gewicht wie nie zuvor. Keine der heute lebenden Generationen kennt eine solche historische Situation aus eigener Erfahrung. Der Umbruch wirft neue Fragen auf, zu Chancen und Risiken des neuen Systems, zu Krieg und Frieden. Wir haben es mit einer enorm gesteigerten Komplexität zu tun.
Webinar ‚Will China die Weltherrschaft?‘
auf YouTube (04.12.2025) 55:46
0:00:00 Anmoderation durch Peter Wahl
0:03:45 Vortrag von Michael Brie zum Thema
0:54:31 Abmoderation und Ankündigung des nächsten Webinars
Die Außenpolitik der Volksrepublik China verstehen
Die USA sehen ihren Anspruch auf globale Führung durch den Aufstieg Chinas bedroht. Seit Obamas Präsidentschaft wurde das Land zum Hauptgegner erklärt und mit Sanktionen bekämpft. Die EU schwimmt folgsam in Washingtons Kielwasser und bezeichnet China als „systemischen Rivalen“. Und der deutsche Außenminister Wadephul behauptet, Peking versuche das Völkerrecht und die internationale Ordnung umzuschreiben „um eigene hegemoniale Bestrebungen zu rechtfertigen“.
Tatsächlich ist der Aufstieg Chinas das spektakulärste Beispiel dafür, dass nach 500 Jahren Kolonialismus und Imperialismus die weltweite Dominanz Europas und seines nordamerikanischen Ablegers zu Ende geht. Wie geht China damit um? Was sind die Interessen und Leitlinien seiner Außenpolitik? Will Peking wirklich die Stelle der USA einnehmen?
Vortragstext
Intro durch Peter Wahl:
Seit Obamas Präsidentschaft wird China zum Hauptgegner der USA erklärt und der Hintergrund ist klar, es ist der spektakuläre auferregende Aufstieg Chinas. Nach 500 Jahren Kolonialismus, Imperialismus ist die weltweite Dominanz Europas und seines nordamerikanischen Ablegers zu Ende. Das ist die eigentliche Zeitenwende und viele haben bei uns das noch nicht begriffen. Deswegen finde ich ist es jetzt ausgesprochen interessant heute Abend noch mal viele Fakten auch für uns zu bekommen. Das Thema ist friedenspolitisch natürlich auch außerordentlich relevant. Einfach deswegen, weil unsere Regierung, weil der Westen natürlich China zumindest als Rivalen, wenn nicht gar in der Tendenz als Gegner ansieht. Wir kennen alle die skandalösen Auftritte unseres Außenministers Wadepool, der davon gesprochen hat, China ging es darum, hegemoniale Bestrebungen zu entwickeln. Und in der FAZ habe ich gerade vor zwei Tagen gelesen von dem Direktor des Instituts, dem ehemaligen Direktor des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, der meinte, dass China auch technologisch und ökonomisch eine Weltführungsrolle anstrebt. Also, die Frage ist, will China tatsächlich die Weltherrschaft? Wie sieht die Außenpolitik der Volksrepublik Chinas aus? Das wird das große Thema sein. Ablauf des Ganzen ist folgendermaßen. Wir werden das Eingangsreferat von Michael Brie aufzeichnen. Das wird dann hinterher zur Verfügung stehen. Das wird auch auf die Homepage der Initiative Krieg gestellt werden, sodass das alle auch später noch sehen können., ansonsten wird Michael eine PowerPoint Präsentation jetzt gleich hochladen und er hat versprochen, ungefähr 40 Minuten plus- 5 Minuten diese Präsentation zur Einführung zu machen. Danach gibt es dann Diskussion., ich bitte alle dann, ich werde das nachher auch noch mal sagen, aber ich sag's jetzt auch schon mal, alle, die sich zu Wort melden, bitte auch ihren Bildschirm einstellen, einfach deswegen, weil sonst mit diesem Programm nicht sichtbar ist, wenn sich jemand meldet. Soweit der Vorräder und jetzt fangen wir an mitten in die Dinge hinein. Michael, ich erteile dir das Wort. Bitte sehr, lad deine Präsentation hoch, wir fangen an.
Vortrag von Michael Brie (aus Transkript mit Fehlern)
Ja, erstmal herzlichen Dank, Peter und auch dank an die Initiative., nie wieder Krieg, das klingt natürlich derart aus der Zeit gefallen, nie wieder Krieg, weil wir in solchen in einer der Art kriegerischen Zeitalter leben, auch am Zeitalter der Hochrüstung. Ich gebe zu, dass ich nach 1990 nicht erwartet habe, dass wir wieder in einem solchen Zeitalter landen. Und noch weniger hätte ich mir vorstellen können. Ich habe ja in der Sowjetunion studiert und war auch oft in der Sowjetunion, auch später in Russland, dass die Ukraine und Russland vier Jahre lang fast nun einen derart erbitterten Krieg gegeneinander führen., das ist ein unglaublicher Vorgang und auch ein gerade deshalb ist natürlich die Diskussion über China so wichtig, weil alle sehr aufmerksam meines Erachtens verfolgen, ob eine solche ähnliche Entwicklung auch in Ostasien droht, ob auch in Ost ob sogar schlimmer noch Ostasien zum Ursprungsort eines Weltkrieges werden könnte zwischen den USA A und China das als Vorbemerkung. Die zweite Vorbemerkung, die ich machen will, Peter, du hast mich ja als auch in der Einladung irgendwie als Kenner Chinas vorgestellt. Das ist fast unmöglich, meines Erachtens. Also selbst die Sinologen sind, die lange in China gelebt haben, China ist derart vielfältig geschichtlich, real. Wenn man durch das Land reißt, man muss sich das vor Augen führen, wird ja oft mit einem Elefanten im Raum verglichen und man weiß den Elefanten, wenn man in dem großen Raum ist, man sieht immer nur einen ganz bestimmten Auszug aus Teil dieses Elefanten, wenn man ganz nah dran ist, ist außerordentlich schwierig. Also, ich will nur sagen, ich habe mich sicherlich bemüht. Ich war das erste Mal noch als Kind 1958 in China. Meine Eltern haben für die Botschaft der DDR gearbeitet. Ich bin seit langem mit einer Chinesin verheiratet, reise tatsächlich oft nach China, aber Kennerschaft ist, glaube ich, fast bezogen auf China fast nicht zu erreichen. Trotzdem will ich versuchen, das ist mein eigentlicher Anspruch, ich will versuchen zu verdeutlichen, wie ich auf die Frage, die ihr gestellt habt, will China die Weltherrschaft, wie ich versuchen würde an diese Frage heranzugehen. Das ist natürlich vor allen Dingen mein Bemühen. China selber zu verstehen, nur ist ja seit dem berühmten Putin Versteherwort jedes Verstehen schon geächtet, wenn man versucht den anderen geschweige dann jemanden, der möglicherweise Rivale ist zu verstehen, aber ich glaube die Bedingung jeder guten Politik ist es, den Freund wie den Gegner wie den Feind zu verstehen. Also möchte ich kurz so mit der Zeit, die ihr mir gegeben habt, auf diese Frage versuchen, eine Antwort zu finden. Und ich gehe jetzt mal auf die PowerPoint. Das hängt einfach auch damit zusammen, dass das Thema der Art komplex ist, so dass ich ohne eine PowerPoint jetzt große Schwierigkeiten hätte. Also will China die Weltherrschaft, die Außenpolitik der Volksrepublik China verstehen? Wie gesagt, das ist mein Anspruch., dankenswerterweise Peter, du hast mich eingeladen an diesem Buch hier Weltordnung Umbruch, das gerade erschienen ist, Krieg und Frieden in einer multipolaren Welt mitzuarbeiten. Vor allen Dingen natürlich unter dem Aspekt China. Ich habe mich auch, das seht ihr auf der anderen Seite der Frage Chinas politischen und gesellschaftlichen System zugewandt, China Sozialismus neu entdecken und ich war aufgrund auch einer Einladung einer Universität am Rande von Bzing beteiligt an einem Analyse der ökologischen Modernisierung der Volksrepublik China und da ist dieses Büchlein, diese Flugschrift beim VSA erschienen.
Fangen wir damit an. Das sind typische Bilder. Ja, hier das Buch die gelbe Gefahr, wie Chinas Gier nach Rohstoffen unseren Lebensstil gefährdet. Das muss man, das könnte man fast die nehmen, ja, was da geschrieben steht. noch mehr hat mich eigentlich bedrückt eine Aussage in der Frankfurter Allgemein wo in einem unter Untertitel eines eines ansonsten sehr sachlichen Artikels über die Tatsache, dass China dort vordringt, auch international, wo die USA sich zurückzieht, siehen z.B. wir das Klimaabkommen das Paris, da hieß es dann, China sei eine Weltmacht ohne humanistische Werte, aber mit sekundärtugenden. Also alleine, ich habe das den chinesischen Kollegen immer wieder vorgelesen, die waren völlig verblüfft, wie jemand das annehmen kann. Ja, die waren nicht mal wütend, sondern sie waren absolut verblüfft, dass jemand auf die Idee kommen könnte, dass China eine keine humanistischen Werte haben könnte. und systemische Rivale, das kennen wir alles auch die entsprechende Strategie der EU, die also sagt, es ist Partner in bestimmter Hinsicht, es ist Wettbewerber, aber eben auch systemischer Rivale und das wird hier dann auch untersetzt von der Bericht Statterin für China. Es ist ein systemischer Rivale, der unsere Lebensweise und die liberale Ordnung bedroht. Also die ganze Diskussion, Chinadiskussion findet meines Erachtens von der ganzen Reihe von solchen von solchen Wahrnehmungsmustern, aber auch Ängsten statt. Okay, ich fange mal an. Das erste, was man, wenn man überhaupt auch über chinesische Außenpolitik nachdenkt, ist man muss sich tatsächlich hineinsetz versetzen in die in die Chinesen selber. Sie waren völlig verblüfft, als die frühere Außenministerin Deutschlands Berbock da war und sie gesagt hat, sie interessiert überhaupt nicht die Geschichte, sie interessiert nur die Gegenwart. Das habe ich immer wieder gehört. Die waren völlig verblüfft, dass jemand das sagen kann. auch ein deutsche Politikerin natürlich, die ja nur ständig, wir sind ja ständig mit der eigenen Geschichte konfrontiert, so etwas sagt und dahinter steht aber wenn man über China spricht und auch chinische Politik und auch Außenpolitik verstehen will, dann hängt das unmittelbar mit zusammen, dass China sich tatsächlich in einer mindestens 3000 Jahre langen zivilisatorischen Tradition, zivilisatorischen Entwicklung versteht. und die gesamte Politik Chinas, ob kommunistisch oder auch nicht kommunistisch, ist immer gebunden an die Wahrnehmung dieser Tradition. Und ich habe das noch mal kurz zusammengefasst, das muss ich jetzt nicht zitieren. Hier im politischen Denken, Wissenschaft, Kultur und so weiter sind 3000 Jahre und wer mit China in Berührung kommt, muss immer wissen, dass er es mit dann mit Menschen und Gruppen zu tun hat, ob Parteien und einer Regierung zu tun hat, die sich tief verankert sieht in dieser in dieser ungebrochenen 3000jährigen Tradition. Ich habe dann unten ein Zitat von Leibnitz immer herausgeführte. Frau Leipnitz war ja Ende des 17. Anfang des 18. Jahrhunderts jemand, der im engen Austausch mit Jesuiten in China war und versucht hat zu verstehen, was kann man von China lernen? Ja, einerseits hat er gesagt, wir bringen nach China auch eine ganze Menge von modernen, damalig modernen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, aber zugleich gerade was Zivilisation, was Staatsaufbau betrifft und so weiter, sah er China sogar überlegen. Und wenn man dieses Zitat sich genauer anguckt, kann man eigentlich hat man das Gefühl, das könnte man heute so zitieren. die deutsche Autoindustrie VW oder andere könnten den ersten Satz voll unterschreiben, ja, dass sie unterlegen sein könnten. Sie kämpfen um das Überleben auf diesem Gebiete. Also, ich will nur drauf aufmerksam machen. China ist für gesamtostasien, das betrifft Japan, das fert man viele Länder herum. Das zivilisatorische Zentrum und eine der Grundüberlegung, auf die wir noch im weiteren immer wiederkommen, ist China will den Aufstieg als Zivilisationsmacht, also nicht einfach als Macht, als Herrschaft oder so, sondern es will vor allen Dingen wieder als eine der großen zivilisatorischen Mächte dieser Welt anerkannt werden.
Okay, ich nächster Punkt, auf den ich eingehen will, haben wir noch mal das erstens die Dynastien, die im taus den 1000 Jahren vor Christus sozusagen geherrscht haben, die Joynastie und wie sie verortet ist. Das da ist eigentlich der Ursprung des gesamten chinesischen Zivilisation auch mit den streitenden Reichen. In der Zeit hat dann Konfuzius gelebt, Lause gelebt, Mez gelebt und so weiter. Hier bilden sich Grundelemente der chinesischen Zivilisation heraus. Dann die Einigung und dann die Handynastie. Und auf der anderen Seite seht ihr das die Dynastie der Manschuh. Man muss diese Geschichte wirklich sehen, ne? Die Manschu haben noch mal China deutlich erweitert. Die Manschu kam ja aus dem Nordosten von China und haben dann im 17. Jahrhundert die Mingdynastie gestürzt und China erobert. Und man sieht hier dieses das Grüne. Sie dringen dann vor Richtung Tibet, sie dringen vor Richtung Zentralasien. Auch die mongolischen Stämme werden unterworfen und es wird ein erneut ein Großreich gebildet. Und da möchte ich eine Bemerkung auch machen, weil was auch teilweise Chinesen nicht immer vor Augen haben, meines Erachtens China mit den letzten 2000 Jahren wurde in der Hälfte der Zeit von nicht Handchinesen regiert. Ja, also immer wieder brachen bewaffnete Reiche aus dem aus dem Nordosten oder Nordwesten nach China ein und haben China erobert. Das gilt auch für die Manju. Die waren aber außerordentlich bedeutsam bis heute. Bis heute, was die Frage des Staatsaufbaus betrifft, die Volksrepublik China steht im beträchtlichen Maße in der Tradition der Mansch Herrschaft, was auch die ganze Gliederung des Landes betrifft, was auch die übrigens die Fahne Chinas ja betrifft. fünf Sterne, ein großer Stern, vier kleine, der große Stern steht für die Handchinesen und der vier die vier kleineren Sterne stehen dann für die Manschu, für die Mongolen, für die Rui, also die islamischen Völker und für Tibet. Also bis in diese Details hinein steht China in dieser Tradition und hat diese Tradition hat auch heute Bedeutung übrigens auch in der Hinsicht, dass die Volksrepublik China nicht der Sowjetunion gefolgt ist. Auto, also nationale Republiken zu bilden, sondern China ist ein Einheitsstaat, ein Einheitsstaat mit ganzen mit vielen Provinzen, aber nicht mit eigenständigen Republiken innerhalb.
So, der Schock, der den chinesischen Volk, aber auch den chinesischen Eliten natürlich in den Knochen sitzt, ist, dass nach der Eroberung durch die Manschu, die aber dann eben immer stärker sinisiert wurden, also zu chinesischen Herrschern wurden, begann mit den Opiumkriegen Mitte des 19. Jahrhunderts verschiedenste Kräfte, die ich hier auch da kurz dargestellt habe, also die Engländer, die Briten natürlich, aber auch die Russen drangen über Zentralasien vor Japan. Das dann nach den entsprechenden Mediireformen Aufstieg drang von Nordosten vor. Frankreich, das deutsche Kaiserreich Anfang des 20. Jahrhunderts mit der berühmten Hunnenrede des Kaiser Wilhelm des II. da die dann auch die acht die Achterkoalition angeführt haben um den Boxeraufstand niederzuschlagen. Okay, also das das ist hier sozusagen der dramatische Einbruch, dass die große Zivilisation, wie unter der sich China verstanden hat, die bisher alle Eroberer assimiliert hat, plötzlich in einem Situation der Endwürdigung und der erbarmungslosen Unterlegenheit getrieben wurde., das setzt sich fort im 20. Jahrhundert. Ich habe auch extra dieses scheußliche Bild hier, also das Bild von scheußlichen Greuultaten eben aufgenommen. Das ist Nans während des japanischen Krieges. Also ist der nächste Schock, der Eintritt, dass das ja eigentlich anfangs bewunderte Land, auch nachgearmte Land Japan anfängt ein eigenes nach Vorbild der Britten ein eigenes ostasiatisches Kolonialreich zu schaffen und beginnt in dem schon Anfang des 20. Jahrhunderts, aber dann mit aller Macht in den 20er, 30er Jahren immer größere Teile von China zu zu okkupieren. Und ihr seht, also die die die Todeszahlen sind enorm. Das sind ungefähr 20 Millionen oder mehr. Eine ungeheure Zerstörung die China in dieser Zeit erlitt. Und jetzt war ja gerade 80. Jahrestag der des der des Sieges über über Japan. Das ist für China ein ganz absolut entscheidendes Datum, weil von diesem Zeitpunkt an wollten sie erreichen, nie wieder nie wieder von ausländischen Mächten beherrscht zu werden. und das geht bis in den Alltag dieses dieser japanisch-chinesische Krieg dass bestimmte Daten, die damit verbunden sind, wenn also Kofferzahlen eingestellt werden, um den Koffer so zu machen, dass man die nicht einfach aufmachen kann, sind das immer die Zahlen, die mit diesem Krieg verbunden sind. Also, ich will nur sagen, das ist zentral. Was ihr aber auch seht, was den Japanern trotz größter Bemühung nicht gelungen ist, ist es ih nicht gelungen, in den 30er, 40er Jahren China insgesamt zu unterwerfen. Die Chinesen trotz ihrer großen Unterlegenheit haben diesen Krieg durchgehalten und größere Teile Chinas sind niemals besetzt worden. Okay, damit kommen wir zu der Zeit nach 1949. Ja, auch das gehört zur Geschichte zur Geschichte, die chinesische Politikerin, Politiker, aber auch chinesische das chinesische Volk nicht vergessen hat, nämlich die Versuche der USA, das kommunistische China einzudämmen. und ihr seht hier diese zwei Linien, das geht auf Dallas und Dwight Eisenhauer zurück. die eine Linie, also hier die die von Japan über Taiwanreich über die Philippinen und so weiter. und das bedeutet ja, wenn wer diese Linie hier kontrolliert, diese Seelinie kontrolliert, kontrolliert faktisch den gesamten gesamten fast die gesamten Auslandsbeziehungen, zumindest damals, die China hatte, weil abgesehen von dem Eisenbahnlinie Richtung Sowjetunion gab es kaum Möglichkeiten eines intensiven internationalen Austausches über die Landesgrenzen. Also China, wer wenn man China blockieren will, muss man Chinas See, die Ostchinesische und südchinesische See kontrollieren. Und bis heute sind natürlich auch heute noch diese Militärstützpunkte der USA hier angesiedelt. Also auch das, ob wenn man also auf die Karte guckt und sich hineinversetzen will in die chinesische Politik, muss man sehen, dass die Chinesen diese diese Bedrohung der Isolation der Blockade immer vor Augen haben. Okay, so jetzt Chinas Bündnis mit den USA noch 1971. Es gibt ein ganz wunderbares Buch von Kissinger, der diese Politik, die auch die Chin Politik der USA beschreibt. China hatte aufgrund der heftigen und ihr seht das hier teilweise auch militärischen Auseinandersetzung Ende der 60er Jahre, also im im Mai, September, August und so weiter. Also Grenzkonflikte mit mit der Sowjetunion. Die hatte teilweise beträchtliche Truppen an der Grenze zur China stationiert. Ihrerseits China hat angefangen sich auf einen direkte militärische Konfrontation mit der Svätin vorzubereiten. in dieser Situation hat China ist China der Regel gefolgt. man dann, wenn man von den Nahen bedroht wird, geht man Bündnisse mit den Fernen ein. Sie haben sich also sozusagen mit dem zweiten Feind zusammengeschlossen mit den USA, haben das auch genutzt, dann natürlich Ende der 70er, in den 80er, auch 90er Jahren noch um die Öffnung Chinas auch technologische und sonstige gonomische Öffnung hinzubekommen. Außerordentlich wichtig für sie dieses dieses zeitweilige Bündnis, durchaus enge Bündnis, auch militärische Bündnis mit den mit den USA. Und man sieht jetzt eine ganze Reihe von Konflikten. Es ist der erste Konflikt hier im Koreakrieg, wo China mit großem militärischen Aufwand und kurzend nach der Beendigung des Bürgerkrieges eingegriffen hat, um das, was sie, was sie als Bedrohung wahrnahmen, nämlich die völlige Kontrolle der USA über die koreanische Halbinsel zu begegnen. Wir sehen die entsprechenden Konflikte in den 60er Jahren. Wir sehen den Konflikt mit Indien, der um ungeklärte Grenzfragen sich drehte und bis heute sind diese Fragen nicht geklärt. Ich komme gleich noch mal drauf. Wir sehen auch die Konflikte hier unten um Taiwan noch mal Versuche militärisch zu sehen, was man eventuell erreichen kann. wobei das immer sehr dosierte und vorsichtige in dem Falle Konflikte waren. Auch der indische Krieg wurde relativ frühzeitig zum Stillstand gebracht. Und dann der Krieg 1979 gegen Vietnam. haben wir gerade in Kab einmarschiert, um die dortige Herrschaft der roten Quer zu beenden. Und in dem Falle, das ist der letzte Krieg, den China geführt hat, also echten Krieg, den ging es darum eine Vorherrschaft Vietnams über Südostasien zu blockieren, zu verhindern. vor allen Dingen auch vor dem Hintergrund, dass Vietnam zu dieser Zeit ein sehr enger Verbünder verbündeter mit der Sowjetunion war. Also bei all diesen Kriegen, die man hier sieht, es spielt immer das Verhältnis, sei es zu Sowjetunion oder sei zu die USA die zentrale Rolle auch bei der Frage mit Indien als Verbündeter durchaus mit der Sowjetunion. Es sind immer Dreier Konstellationen, die zu diesen entsprechenden Auseinandersetzungen dann geführt haben. Also das um die Geschichte auch etwas der Außenpolitik Chinas zu verstehen. Ich will noch einen Punkt hier aufweisen. Mongolei. Die Mongolei wurde schon vor dem ersten Weltkrieg durch das russische Reich weitgehende, die äußere Mongolei von dem chinesischen Reich abgespalten. Und diese Abspaltung wurde dann während der Zeit der Sowjetunion in den 20er Jahren dann vollendet. Und das ist auch der größte territoriale Verlust, den China im 20. Jahrhundert erreicht hat. Der hängt mit der mit Russland und mit der Sowjetunion zusammen. Auch wenn man also oft über die unverbrüchliche Freundschaft zwischen China und Russland spricht. Diese Geschichte, dieser Teil der Geschichte ist auch nicht vergessen.
Okay, jetzt zu der Frage, die ja Ausgangspunkt war, kann China die Welt beherrschen? Ich will erstmal gesutig machen, das ist einfach ökonomisch völlig ausgeschlossen. Völlig ausgeschlossen. Also selbst globaler Hegomon zu werden, ist meines Erachtens allein aufgrund der ökonomischen Tatsachen, der Bevölkerungstatsachen ausgeschlossen. Ihr seht, die USA nach 1945 fast 50% des globalen Bruttosozialprodukts dann später noch mit ihren Verbündeten oder Vasallen Europa, Japan hat das lange gehalten. Dieses dieses globale Bruttosozialprodukt. China hat heute nach Kaufkraft ungefähr 19% mit Bündnispartnern. Wie gesagt, USA überwältigend in den 50er, 60er Jahren China, selbst wenn man Russland dazu zählt, viel geringer. Wir sehen auch die Haupt die Produktivität bezogen auf die Bevölkerung viel geringer Zahl der Militärstützpunkte und auch die Militärausgaben. Also ich glaube und da zeigt dann noch mal die nächste Grafik hier, wenn man sich das anguckt zwischen 2016 und 2050, wie sich der Anteil am globalen Bruttosozialprodukt entwickelt. China steigt von 18 auf gerade mal 20% auf. Indien dagegen verdoppelt, wenn das so kommen sollte. auf 15% USA und Europa sinken. Aber das alles bedeutet bei allen Verschiebungen, wir haben es nicht damit zu tun, dass ökonomisch die China dominiert, sondern dass ich die Welt, was die Mächte betrifft, die Wirtschaftsmächte deutlich multipolar aufstellt. Und insofern ist jede und jede Möglichkeit einer einer solch einer Hegemonie, einseitigen Hegemonie der USA der der Chinesen ausgeschlossen, völlig anders als die der USA in nach 1945.
Das bedeutet auch China will weder noch kann China einen globalen Machtblock schaffen, ähnlich wie es die USA nach 1945 mit ihren Verbündeten geschaffen hat. Das erste, wenn man sich das anguckt, auch die Geschichte der Kommunisten Partei China und dann der Volksrepublik, China hat zu keinem Zeitpunkt einem direkten politischen und militärischen Bündnis mit der Sowjetunion zugestimmt. nie eine soag nie dem Warschauervertrag oder irgendeine Art der Art verbindlichen Allianz eingegangen, sondern hat immer und zwar sehr hart und teilweise dann auch zum außerordentlichen Ärger der Sowjetunion auf der völligen Eigenständigkeit behart hat strikt abgelehnt, dass die Sowjetunion, es gab entsprechende Wünsche, was auch U-Bootflotte betrifft, der Stationierung von Streitkräften der Sowjetunion auf chinesischem Boden. Das wollte China nie wieder haben. Und selbst also in den Zeiten, wo es sehr sehr enge Beziehungen zwischen China und der S gegeben hat, haben sie das ausgeschlossen. Ja, sie ihr Grundansatz von Anfang an war, wir wollen eine autonome sozialistische Macht sein. Zweitens, es gibt auch keine starken regionalenmächte, die mit China ein ähnlich enges Bündnis eingehen würden, wie die EU und die NATOStaaten oder Japan mit den USA eingehen. Auch das ist ausgeschlossen. Es gibt eine Ablehnung der gemeinsame Ablehnung der Dominanz der USA. Zugleich aber bestreben streben alle Kräfte immer danach auch die Unabhängigkeit von China zu zu erhalten. Und das bedeutet aber auch, dass gerade in Ostasien, wo China ja sozusagen der der Gigant im Raum ist, immer auch zu einer relativ engen Zusammenarbeit mit den USA neigen. Vietnam ist dafür der beste Beispiel. Ja, obwohl dieser fürchterliche Vietnamkrieg gewesen ist, sind ist Vietnam durchaus ein sehr sehr enger Partner der USA in Ostasien. Das gilt aber auch für eine ganze Reihe von anderen Ländern. Also China kann ein solches Bündnis nicht bilden und insofern ist auch dieser diese Möglichkeit, was Hegemonie betrifft, ausgeschlossen. Es gibt eher und das ist auch besorgniserregend, es gibt eine ganze Reihe von Bündnissen unter Führung der USA zur Eindämmung Chinas, also Japan, Philippinen, Australien, Neuseeland und so weiter. Und es gibt ja auch Überlegungen, die NATO sozusagen Richtung Asien auszuweiten. Also, was wir eher sehen, ist, dass durchaus sehr enge Allianzbeziehungen aufgebaut werden. die wo die USA sich mit entsprechenden Partnern in Asien im Pazifik verbünden. Und wie gesagt, aufgrund der besonderen Stärke Chinas, der ökonomischen jetzt auch militärischen Stärke in Asien ist diese Art von Bündnisbildung anderer Staaten mit den USA, die ja relativ weit weg auf der anderen Seite des Pazifik sind, durchaus rational erklärbar. Also China wird eher damit konfrontiert, dass die USA überall auch präsent sind und teilweise eben mit engen Bündnissen. Und China hat ganz wenige Sicherheitspartnerschaften mit einigen Pazifikinseln, bei Salomon, sogar Nutzung der Marine, aber ansonsten eher Schwerpunkt der Unterstützung von innerer Sicherheit in diesen Ländern. Also echte militärische Bündnisstrukturen sind nicht da.
So, jetzt komme ich zur Strategie der USA, denn eins ist klar, dass die Sowjetunion, die USA war, ist auch für China die USA, nämlich der Haupt Hauptbezuchspunkt der gesamten Außenpolitik. Im Vorfeld des der Präsidentschaft von Joe Biden erschien vom Transatlantic Institute The Longer Telegram. Der Titel alleine geht zurück auf ein Long Telegram, ein langes Telegramm von Kennon, dem damaligen US-Botschafter aus Moskau nach 1945, wo er die Strategie der Eindämmung der Containment der Sowjetunion versucht zu begründen. Und ähnlich ist die Containmentstategie der USA in diesen Longertelegren dann ausgeführt. Und da wird erstens was ganz klar China als ein zunehmend autoritäres System und als eine revisionistische Macht, also eine Macht angesehen, die die Weltordnung als solche revidieren will, umwälzen will und dann kommen die wichtigsten Ziele der USA und die gelten meines Erachtens unabhängig davon, wer gerade im Weißen Haus sitzt. Erste Bewahrung der wirtschaftlichen und technologischen Überlegenheit der USA. Es ist völlig klar, dass das ist für die Chinesen eine ungeheure Bedrohung. Wir sehen das in der Frage der Chipindustrie und damit auch der technologischen Grundlage für KI., der zweite Schutz des globalen Status des US-Dollars, also wir sehen wirtschaftliche Macht, Finanzmacht der USA, aufrechterhaltung einer überwältigenden konventionellen militärischen Abschreckung und Verhinderung eine Verschiebung der strategischen nuklearen Gleichgewichts, wobei man sagen muss, dass die USA strategisch nuklear eine deutliche Überlegenheit hat, aber keine Erstschlagkapazität sind also nicht in der Lage, die chinesischen Nuklearstreitkräfte derart auszuschalten, dass diese nicht antworten kann. Und dann als letzter Punkt, ich komme auf Taiwan gleich noch mal, Verhinderung jeder chinesischen territorialen Expansionen, besonders der gewaltsamen Wiedervereinigung mit Taiwan. Okay, jetzt komme ich zum China Selbstverständnis., oft werden ja die Reden der chinesischen Führung als reine Ideologie ab abgestempelt angesehen. Meines Achens ist das falsch. Also alles, was ich relativ viel dieser Dokumente oder auch Analysen dieser Dokumente, sie haben tatsächlich primär diese beiden Punkte, also bis 2035 eine hinreichend moderne Macht in im breiten Sinne auch der Wohlfahrt des Volkes technologisch und so weiter zu erreichen. 2050, das ist sozusagen der Punkt. Wollen Sie auf Augenhöhe auf Augenhöhe mit den USA sein, was Technologie, Wirtschaft, Soziales und so weiter ist. Ich will euch auf einen Punkt hier, also ihr seht das die Reihenfolge auch, die ist nicht zufällig. Wohlhabend, erster Punkt Wohl, also Wohlstand der Bevölkerung. Ich habe ja sozusagen 1958, als ich das erste Mal in China war und danach die Armut in China gesehen und dieses Bestreben, dass jeder Chinesin, jeder Chinese ein auskömmliches gutes Leben führen kann, ist der Ausgangspunkt dann stark. Der zweite Punkt ist stark, drittens demokratisch, darüber können wir dann nachher sicherlich auch streiten. Kulturell fortschrittlich, harmonisch, also der Abbau auch als Zielpunkt der Abbau der sozialen und regionalen Disparitäten, die sehr hoch sind. Und das letzte auch, das gehört dazu und hat mich immer wieder berührt, finde ich bei europäischen Politikern nie. Sie wollen auch, dass ihr Land, weil es Zivilisation ist, ein schönes Land wird.
Okay. und damit komme ich zu den einzelnen Strategien Chinas. Das erste ist technologische Unabhängigkeit und Priat Innovationsgetriebe in der Entwicklung. Also technologische Unabhängigkeit hat auch die Sowion erlebt. wenn man abgeschnitten ist von den von den führenden Technologien, wenn man nicht in der Lage ist technologisch zu konkurrieren, dann ist man nicht in der Lage eine der führenden globalen Mächte zu sein. Und China hat in den letzten 20, 25 Jahren ungeheure Anstrengung übernommen, unternommen im technologischen Bereich, im Bildungsbereich, Hochschulbereich, Forschungsbereich aufzuholen und teilweise jetzt auch das hab das ja hier bei KI kann man sagen Gleichstand bei Robotik oder 5G, 6G sagt man führt China mittlerweile. China hat zweitens auch aus der Erfahrung der Sowjetunion gelernt, dass eine Reihen durch immer mehr Ressourcengetriebene Entwicklung chancenlos ist, sondern dass man Entwicklung, wirtschaftliche Entwicklung auf der Basis von Innovation vorantreiben muss. Bisher ist ihnen das partiell gelungen, aber noch nicht umfassend. Also immer noch ist das Problem, wenn Sie wirtschaftlich soziale Entwicklung haben wollen, sind Sie auf Zusatz zu, also zusätzliche Ressourcen angewiesen und noch nicht primär auf der auf der Basis der Nutzung vorhandelender Ressourcen, aber wir wissen, dass das die eigentliche entscheidende Ausau Aufgabe ist. Der letzte Parteitag hat genau diesen Punkt ins Zentrum gerückt. also einen neuen Wachstums- und Entwicklungsfahrt einzuleiten. Und in Forschungsbereichen, das ist eigentlich verblüffend, zumindest sagt es ein ausgenag australisches Forschungsinstitut sagt, dass China bei ungefähr 70 Technologien, die Sie verglichen haben, bei ungefähr 60 mittlerweile in der Forschung, noch nicht in der Anwendung, in der Forschung führt. Gut. Die zweite Strategie Chinas ist Diversifizierung und was sie dann nennen innerer Kreislauf. Also innerer Kreislauf heißt, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung soll primär getrieben werden durch die durch die innere Nachfrage, durch die Nachfrage der Chines und Chinesen nach den Produkten die sie herstellen selber. Was man aber hier auch sieht, ist der Außenhandel Chinas hat sich eben verändert. Er hat die immer stärker zentriert auf Asien. Der Anteil von USA und Europa ist rückläufig und der Anteil von Afrika oder Lateinamerika baut sich aus, ist aber mit 4% jeweils relativ relativ gering. Also die Haupt Raubtriebkraft der Außenorientierung des Außenhandels ist ist Asien selber und vor allen Dingen der Asienstaaten und so weiter. Also sie bauen sich vor allen Dingen im regionalen Bereich sehr stark aus und was gelungen ist, ist die Exportabhängigkeit zu reduzieren im Wesentlichen jetzt auch einer Größenordnung, die auch für entwickelte Länder Europas oder der USA charakteristisch ist. Die dritte, die dritte Strategie ist Sicherung der Handelswege und Lieferkäppen. Ich habe hier mal das hängt ja mit der Seitenstraße zusammen, das aufgeführt. Ich habe schon gesagt, hier gibt's eine hier gibt's also die Gefahr der Seeblockade zwischen Japan bis runter nach Vietnam. Deswegen hat China eine ganze Reihe von Anstrengungen unternommen, die Landverbindungen auszubauen, also über die Mongolei, hier über Russland natürlich jetzt durch den Krieg deutlich erschwert. Dann haben wir hier die Verbindung entlang des Kaspische Meers zum schwarzen Meer. ganz wichtig für China ist der Versuch, das geht ja auch um die Entwicklung des westlichen China, Singang und so weiter, vorzudringen zum indischen Ozean über einen Korridor durch Pakistan. Natürlich ist das auch wieder ein Problem. Pakistan das sind Gebiete, die zwischen Indien und Pakistan umstritten sind. Es gibt auch Terroranschläge und es gibt eine Reihe von anderen Versuchen, also z.B. Richtung Singapur hier eine Sandle Sand Quatsch, sorry, Landseeverbindung zu schaffen oder auch Richtung Indien, aber das ist stockt noch und dann eben eine ganze Reihe von Seeverbindungen inklusive dann auch über das arktische Meer erste Versuche aufgrund dessen, dass zumindest im Sommer es eisfrei sind., wie gesagt, China ist im beträchtlichen Maße bedroht durch verschiedenste Formen von Blockaden, die überlegene Sehmöchte, also dem Fall wäre es dann die USA ihn auferlegen könnte, wenn sie noch überlegen sind. Also die ganze Strategie, die ja seit über 20 Jahren läuft, ist der Versuch, diese Wege zu diversifizieren. Und was China auch gelungen ist, das kann man jetzt auch kritisch sehen, natürlich, aber sich entsprechend Lieferketten aufzubauen von den Rohstoffen bis zur Fertigung, bis zum Absatz und das global mit mit mit mit sehr erfolgreichem auf sehr erfolgreiche Weise. Ich habe unten noch mal eingeführt die Abhängigkeiten bei Erdölen oder Erdgas, aber insgesamt ist China in der Lage aufgrund dieser ganzen Diversifizierung im Wesentlichen sich relativ sicher mittlerweile zu versorgen, anders als die USA USA oder Europa z.B. bei den seltenen Erben.
Der vierte Weg, der sich dann untersetzt ist China hat eine Doppelstrategie. Ich habe vorhin gesagt, sie wurde als revisionistische Macht bezeichnet durch die USA, weil sie die Weltordnung verändert. China hat aber eine rationale mein sehr rationale Strategie. Auf der einen Seite versuchen sie anders könnte man sagen, als Russland die jetzige Weltordnung nicht disruptiv zu verändern. Also nicht einfach das Schachbrett der bisherigen Ordnung umzustürzen, sondern es zu nutzen, soweit sie es nutzen können und zugleich schrittweise aufzubauen eigene Möglichkeiten. Also für sie ist weiter anders als für die USA die UNKERZ und auch die entsprechenden UNG Gremien. Sie haben sich sehr engagiert in der Frage Friedensicherung. auch sie sind auch aktiv beim Pariser Klimaabkommen und so weiter. Sie sind mittlerweile einer der stärksten Befürworter des Freihandels und zugleich und das ist dann die andere Seite, versuchen Sie über die Seitenstraße über eine ganze Reihe von anderen Beziehungen vor allen Dingen bilaterale und multirale multilaterale Beziehungen aufzubauen auf der Basis dessen, was sie winwin, also wechselseitiger Gewinn aller beteiligten Seiten nennen. Ich komme gleich noch drauf. Aufbau neue Organisation und sie wollen natürlich die Vorherrschaft des Dollars langfristig brechen, weil sie gesehen haben, dass diese Vorherrschaft des Dollars einseitig die USA privilegiert und außerdem eine gefährliche Waffe ist bei Sanktionen, wenn man dann vom Zugang zum Dollar und den entsprechenden System abgeschnitten wird.
Kommen wir kurz zu den globalen Initiativen. Ich hole mir nur ganz kurz einen Schluck Wasser und dann bin ich wieder da. Ja, sorry. Gut, also wir haben die Seitenstraße und dann hat der jetzige Präsident als Jen Ping eine ganze Reihe von Initiativen gestartet. Ihr seht hier also erstens diese Gedanke der teilweise auch an die an Perestreuk erinnert, also die Gemeinschaft einer geteilten Zukunft der Menschheit, das ist gleich nach seinem Amtsantritt entwickelt worden, also eine bestimmte Werte Grundordnung zu versuchen zu entwickeln. Ausgehend davon dann zügig jetzt in den letzten Jahren vier Initiativen, globale Entwicklung, globale Sicherheit, globale Zivilisation und globale sozusagen Regierungsweise. Er hat also versucht und das ist dann auch nicht einfach nur Worte, sondern das ist in UNDumente eingegangen, das ist untersetzt durch eine ganze Reihe von Projekten und Vorschlägen und so weiter. versuchen Sie eine eine Erweiterung auf der Basis der UN-Karter von Ansätzen, die sich von der westlich dominierten Ordnung deutlich unterscheiden. Das immer Angebote. Sie gucken, wieer wie reagiert wird, welche Möglichkeiten sich daraus ergeben. Das sind also man beginnt immer mit bestimmten relativ allgemein gehaltenen Orientierungen und dann Schritt für Schritt auch in einem Lernprozess wird das Ganze konkretisiert, aber mit meineschens mit großer Nachhaltigkeit und Zielstrebigkeit werden hier Prozesse versucht zu initiieren., ein weiterer Punkt, der auch dazu gehört, ist der Aufbau eigener, also vom westlichen beherrschten, dominierten oder geschaffenen System unabhängige Strukturen. beginnt mit Shanghai, mit der Shanghai Organisation, die sich vor allen Dingen ergab, zuerst aus den Problemen der Befriedung der zentralasiatischen Region nach dem Zerfall der Sowjetunion und schrittweise aber jetzt ausgebaut. Da geht's vor allen Dingen um Sicherheitspolitik in dieser in dieser Großregion, die für China von zentraler Bedeutung ist, gerade eben was Handel, aber auch Sicherheitspolitik betrifft. Dann natürlich die Bricks beginnt 2006 auch hier begrenzte Fortschritte, aber eben zu versuchen, diese Fortschritte auszubauen. Ich habe dann ja geschrieben hier noch mal, man versucht eben eine multilaterale Entwicklungsbank wurde geschaffen. und man versucht auch Alternativen zu schaffen zu dem ähäh zur WTU WTO und zur Weltbank um Finanzierungen zu ermöglichen, was Kooperation betrifft. Und dann außerordentlich wichtig mittlerweile auch eine Finanzierungsinstitution, die eine direkte Konkurrenz zur Weltbank ist, die asiatische Infrastruktur Investment Bank mit 110 Mitgliedstaaten, darunter auch viele europäische Staaten.
Okay.
Und jetzt komme ich zu der Frage, die die beides Erachtens zentral ist, wenn man über die ganze Frage Sicherheitspolitik spricht. China hat eine gan eine Reihe von ungelösten territorial Problemen. Das erste ist, da komme ich gleich noch mal Taiwan. Das zweite auch das werde ich kurz noch mal ausführen, das südchinesische Meer und dann gibt's eben wir Konflikte mit Japan. weil nach dem Zweiten Weltkrieg bestimmte Fragen nicht endgültig auch in Potstam damals der Potzdammer Deklaration nicht endgültig geklärt wurden. Es gibt die Konflikte mit Indien, das hängt zusammen mit dem aus mit dem Vordringen des britischen Empires in Richtung Tibet und Richtung ja eben nach Norden über den Himalaya hinweg und den Verträgen, die dann teilweise abgeschlossen wurden, aber auch wieder nicht anerkannt wurden, entsprechend auch mit Bananen und Indien. Also diese dies das sind ungeklärte ungeklärte Grenzfragen und wir wissen, wie außerordentlich gefährlich es ist, wenn Grenzfragen nicht geklärt sind. ich habe das hier noch mal hier haben wir erstmal dieses berühmte Problem der des Südchinesischen Meers. das die entsprechende Punktelinie, die noch die alte, also die Komendang, die alte Republik China auch eingezeichnet hatte und das ganze ist hoch umstritten. Für China geht's hier gar nicht so sehr um die Rohstoffe meines Erachten, sondern vor allen Dingen ist das eine sicherheitspolitische Frage und dann nach Richtung Richtung Sowjetunion, also Russland dann und so weiter sind die Grenzfragen geklärt. Auch mit Tadjikistan ist beigelegt, aber wie gesagt Richtung Indien ist ungeklärt. Vietnam ist mittlerweile geklärt. Hongkong, Markau sind mittlerweile Teil der Volksrepublik mit Sonderstatus und dann haben wir eben den Hauptungeklärten Konflikt, das ist Taiwan.
Okay, ich komme jetzt gleich zum Schluss. Taiwan ist tatsächlich meines Erachtens der die Achilles Verse Chinas und auch ein außerordentlich gefährlicher Punkt, wenn man über die Weltpolitik und den Weltfrieden nachdenkt. Also von Seiten der der chinesischen Regierung ist klar, es geht um die Verwirklichung der vollständigen Wiedervereinigung Chinas. Ja. und klar friedliche Wiedervereinigung, ein Land, zwei Systeme und so weiter. Das ist auch klar. Ihr seht hier, man soll will am Konsens von 1992 festhalten. Damit ist gemeint, damals gab es ein Treffen von Vertretern der Regierung der Volksrepublik und der Regierung in Tai. und da haben sie beide gesagt, wir halten am Einchina Prinzip fest. Die Volksrepublik sagt, wir sind ein China und Taiwan ist sozusagen Teil des von uns kontrollierten Chinas oder soll es werden und die Regierung in Taipe sagt, wir sind eigentlich Vertreter von Gesamt China und halten auch am Ein China Prinzip fest. Also keine keine zwei, also keine Abtrennung Chinas Taiwans von China. was auch wichtig ist und was auch auf dem 20. Parter und bis heute immer wiederholt wird. China sagt wir wollen eine friedliche Wiedervereinigung, aber ich zitiere hier, wir werden niemals versprechen, auf die Anwendung von Gewalt zu verzichten. Das ist also der Punkt, wo China offen über die Anwendung von Gewalt in internationalen Beziehungen oder wie Sie selber sehen, in innerchinesischen Angelegenheiten dann spricht.
Okay. Und das sieht man jetzt also rein aktuell im November gab's das Gespräch hier in Ping mit Donald Trump, wo also C Ping auch ausgehen von dem, was kurz vorher die japanische Premierministerin gesagt hat, noch mal betont hat. Taiwan als Teil Taiwan war ja bis 1945 Teil von Japan okkupiert worden, an an Japan angeschlossen worden. bei dem Fried bei dem Kapitulation war klar, Taiwan fällt an China zurück. Das ist sozusagen für chinesische Seite ein Errungenschaften des Zweiten Weltkrieges, dass das wieder Teil von China wurde. und die japanische Premierminister, das ist ein eine ungeheure Diskussion aktuell. hat klar gesagt, wenn China z.B. die Taiwan einer Seeblockade unterzieht, wäre das eine überlebensbedrohende Situation für Japan. Man muss aber wissen, überlebensbedrohend, das wurde schon mal benutzt als Vorwander Anlass, um den Krieg gegen China in den 30er Jahren loszutreten. Das hat also eine lange historische Konnotation., die offizielle Position von Taiwan ist klar. Taiwan ist ein selbständiges Land und kann nur selber drüber entscheiden und Trump soll in einem jüngsten Gespräch mit der Ministerpräsidentin gesagt haben, er wünscht keine Eskalation in dieser Frage. Aber wie gesagt, ich will dazu einen Punkt vielleicht für die Diskussion vorwegnehmen. Ich glaube mittlerweile, dass die Situation von Taiwan der Status Quo nicht auf Dauer aufrecht erhalten wird. Ja, er wird nicht aufrech erhalten. Die Frage ist nur, wann hier Veränderung und wie sie erfolgen. aber die Vorstellung, man könne auf Dauer so fortsetzen, bei dem Aufstieg Chinas ist ausgeschlossen. Auch die Entwicklung Sie Ukraine zeigt, dass meines Erachtens Taiwan sich darüber klar sein muss, dass wenn es einen Krieg verhindern will, es selber aktiv dazu beitragen muss, den Status Quo meines Erachtens zu verändern. Darüber können wir in der Diskussion dann sprechen.
Also damit zum Schluss Chinas Militärstrategie gibt entsprechende Dokumente auch in Jüngeres von 2025. ganz klar aktive aktive Verteidigung, also sozusagen eher eine Vorwärtsverteidigung, wenn Bedrohungen da sind, durch offensive diese Bedrohung zu überwinden.
Das bedeutet auch natürlich aufgrund alleine der geopolitischen Lage ist für China die Frage der Kontrolle über das den Ostpazifik, also gerade die vorgelagerten Meere zur Küste zu Chinas hin, das entscheidende militärische Feld, deswegen auch der Ausbau der Flugzeugträger, aber auch der Aufbau einer sehr, sehr großen Marine, um dieses Seegebiet auch zu kontrollieren. So, damit meines Erachtens gerade vor dem Hintergrund des Aufstiegschinas, der Bedrohung, die USA, auch die Eliten USA in diesem Aufstieg erblicken, besteht die große Gefahr der sogenannten Turkides Falle, also der Aufstieg des einen und die Furcht der anderen kann zu einem Krieg führen und es wird alle muss alles getan werden, auch von europäischer Seite zu versuchen diesen dieser Falle zu entgehen, wobei die Hauptaufgaben dabei vor allen Dingen bei China, bei den USA, bei Japan, bei Taiwan meines Erachtens liegen. Und die Schlussförung damit ende ich jetzt. Meines Erachtens kann China kein globaler Hegemon werden, also den gesamten globalen Zusammenhang beherrschen, nicht einmal Asien. und zweitens, China strebt dieses Ziel meines Erachtens auch nicht an. Chinas eigentliches Ziel ist tatsächlich der Aufstieg als einer global führenden Zivilisationsmacht. Damit schließe ich jetzt.