23.04.2026

Wenn Politik plötzlich über Grundrechte bestimmt – Alexandra Hofer

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Die EU friert Konten ein, verbietet Reisen und sanktioniert Personen wegen ihrer Ansichten. Ist das noch Rechtsstaat – oder bereits ein neues autoritäres System?

Professorin Alexandra Hofer, Expertin für internationales Recht und Sanktionsrecht an der Universität Utrecht, analysiert die EU-Sanktionspraxis gegen Einzelpersonen und stellt eine brisante Frage:

Wer entscheidet in Europa heute noch über Freiheit, Eigentum und Meinungsrechte – Gerichte oder politische Gremien?

Im Gespräch geht es um:

– EU-Sanktionen gegen Einzelpersonen wie Jacques Baud, Nathalie Yamb oder Hüseyin Doğru  
– Kontensperrungen, Reiseverbote und Vermögensbeschlagnahmung ohne klassisches Gerichtsverfahren  
– Die Rolle des Europäischen Rates und seine weitreichenden Machtbefugnisse  
– Meinungsfreiheit, Selbstzensur und den „Chilling Effect“ politischer Sanktionen  
– Warum unklare Begriffe wie „russisches Sprachrohr“ rechtsstaatlich problematisch sind  
– Die Gefahr eines schleichenden Übergangs in autoritäre Strukturen innerhalb der EU  

„Wenn das ungeprüft weitergeht, könnten wir die Freiheit der Meinungsäußerung Stück für Stück verlieren.“

Wer von der Regierungslinie abweicht, könnte zum Sicherheitsrisiko erklärt werden. Alexandra Hofer zeigt, wie politische Maßnahmen zunehmend Grundrechte berühren – und warum darüber kaum öffentlich diskutiert wird.

Professor Alexandra Hofer fordert:

– Eine breite gesellschaftliche Debatte über Meinungsfreiheit und Grundrechte  
– Mehr Kontrolle über die Sanktionsmacht der EU-Institutionen  
– Klare rechtsstaatliche Kriterien statt politischer Willkür  
– Transparenz und wirksamen Rechtsschutz für Betroffene  

Ein Gespräch über Demokratie, Sanktionen, Meinungsfreiheit und die Zukunft des europäischen Rechtsstaats.

Sprache (Ton)
Englisch
Laufzeit
52min 9s

Erstellt: 24.04.2026 - 07:23  |  Geändert: 24.04.2026 - 07:23

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