04.09.2021

Rolf Verleger: Zionismus, Kolonialismus und die Entstehung Israels

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auf YouTube (04.09.2021) 1:57:55

Prof. Dr. Rolf Verleger ist Vorsitzender des „Bündnis für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern“ und spricht in einer Zoom-Konferenz über “Zionismus, Kolonialismus und die Entstehung Israels“. Nach dem Vortrag beantwortet der Referent Fragen aus dem Zoom-Chat.  

Zum Thema: Das Zarenreich war um 1900 das größte jüdische Zentrum der Welt. Von hier kamen: Zionismus, Orthodoxie, der „Arbeiterbund“, jüdische Sozialisten, Auswanderung nach Amerika und Europa - und der Antisemitismus, der auch in den Einwanderungsländern zunahm, vor allem in Deutschland. Die führende Weltmacht Großbritannien wählte sich 1917 den Zionismus als ein Hilfsmittel für die Gestaltung ihrer Herrschaftsansprüche. Und so schuf der Zionismus, entstanden im Zarenreich zur Emanzipation einer diskriminierten Minderheit als Gegenspieler sowohl der jüdischen Orthodoxie als auch der sozialistischen Bewegung, mit Diskriminierung der Palästinenser und Landraub an ihnen nicht mehr, sondern weniger Gerechtigkeit auf Erden.

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
1h 57min 55s
Videoautoren

Erstellt: 07.04.2026 - 08:18  |  Geändert: 07.04.2026 - 08:18

verwendet von

Rolf Verleger (* 17. Dezember 1951 in Ravensburg; † 8. November 2021 in Lübeck) war ein deutscher Psychologe

Er war Professor an der Universität zu Lübeck und Mitglied des Direktoriums des Zentralrats der Juden in Deutschland. Sein Forschungsschwerpunkt in der Neuropsychologie waren ereignisbezogene EEG-Potentiale. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er seit 2006 als Kritiker israelischer Politik und Autor von Sachbüchern zum Thema Judentum und Israel bekannt. 

Seine wissenschaftliche Arbeit konzentriert sich insbesondere auf kognitive Neurowissenschaften, darunter Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Gedächtnisprozesse, häufig unter Einsatz elektrophysiologischer Methoden wie der EEG-Forschung. Verleger veröffentlichte zahlreiche Fachartikel in internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften und war an verschiedenen Forschungsprojekten beteiligt. Neben seiner akademischen Tätigkeit wurde er auch durch öffentliche Stellungnahmen zu politischen und gesellschaftlichen Themen bekannt, insbesondere im Zusammenhang mit Nahostpolitik und seiner früheren Mitgliedschaft im Direktorium des Zentralrats der Juden in Deutschland. Diese endete 2009 nach öffentlichen Kontroversen.

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