25.03.2026

Pax Americana ist vorbei! – Schock-Analyse mit Dr. Ulrike Guérot

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Prof. Dr. Ulrike Guérot analysiert die geopolitische Eskalation im Iran-Konflikt, Europas Versagen als Friedensmacht und den drohenden Zerfall der westlichen Wertegemeinschaft. Ein schonungsloses Interview über Völkerrechtsbrüche, Doppelmoral und die letzte Chance für ein souveränes Europa.

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In diesem Video führt der Edelmetall-Experte Dominik Kettner ein Interview mit der Politikwissenschaftlerin und Publizistin Prof. Dr. Ulrike Guérot. Sie analysieren die völkerrechtswidrige Eskalation im Iran-Krieg, den schwindenden Einfluss des Westens (Pax Americana) und die Notwendigkeit eines neutralen Europas.

Zum Stand ihres Arbeitsgerichtsprozesses

  • Revision beim Bundesarbeitsgericht: Nach ihrem hochumstrittenen Rauswurf an der Universität Bonn (Vorwurf des Plagiats im 1 %-Bereich) wehrt sich Guérot nun per Nichtzulassungsbeschwerde vor dem Bundesarbeitsgericht [03:07].
  • Ungleichbehandlung: Guérot sieht ihren Fall als politisch motivierten „Schauprozess“ aufgrund ihrer Corona-Kritik. Sie verweist auf andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (wie Mario Voigt oder Elena Brinks), die trotz Plagiatsvorwürfen im Amt blieben [03:34], [03:51]. Ihr Anwalt strebt bei Ablehnung der Revision den Gang nach Karlsruhe vor das Bundesverfassungsgericht an [04:41].

Völkerrechtliche Einordnung des Iran-Krieges

  • Völkerrechtswidriger Angriff: Deutsche Völkerrechtler und das Wall Street Journal bestätigen laut Guérot mittlerweile, dass der Angriff der USA und Israels unprovoziert und völkerrechtswidrig war [05:46], [06:07].
  • Militärische Überlegenheit des Iran: Entgegen Trumps Siegesmeldungen weisen Quellen darauf hin, dass die US-Basen in der Region verwundbar sind und traditionelle Verbündete wie die Golfstaaten ihre Unterstützung für Washington zurückziehen [06:32], [06:44].
  • Verlust der Glaubwürdigkeit: Durch die Anwendung von Doppelstandards bei Völkerrechtsbrüchen habe der Westen seine Glaubwürdigkeit als moralischer Vermittler für Frieden und Menschenrechte verspielt [10:05], [15:13].

Erosion der internationalen Gerichtsbarkeit

  • Extralegale Hebel gegen Richter: Guérot kritisiert, dass Richter des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH/ICC), die gegen Benjamin Netanjahu ermitteln (wie Chefankläger Karim Khan oder ein französischer Richter), durch konstruierte Vorwürfe oder die Sperrung von Bankkonten und Kreditkarten systematisch sabotiert werden [10:45], [11:20].

Die Rolle Europas und Deutschlands

  • Ausnahmestatus Deutschlands: Deutschland nehme im europäischen Vergleich eine isolierte Position ein. Während Länder wie Spanien, Irland und Italien der US-geführten Konvoi-Initiative an der Straße von Hormus eine Absage erteilen, halte Berlin unbeirrt an der militärischen Bündnistreue fest [13:31], [13:47].
  • Forderung nach einem neutralen Europa: Die EU in ihrer jetzigen technokratischen Form sei gescheitert. Guérot plädiert leidenschaftlich für eine strategische Neuorientierung hin zu einem blockfreien, emanzipierten und neutralen Europa jenseits der EU-Bürokratie [17:52], [18:25].
  • Dialog mit Eurasien: Eine Lösung der Energiekrise liege in der Wiederaufnahme des Dialogs mit Russland und dem Iran (z. B. Wiederaufbau von Pipelines) statt dem Festhalten an teurem US-Fracking-Gas [41:33], [42:06].

Wirtschaftliche Systemkritik und Tech-Feudalismus

  • Proto-Faschismus und Korporatismus: Durch die Verklumpung von Staat und Wirtschaft (Militär- und Rüstungswirtschaft, Pharma-Subventionen) entstehe eine Form von oligarchischem Korporatismus, bei dem kein Geld mehr für Sozialpolitik übrig bleibt [47:24], [47:55].
  • Tech-Feudalismus: Guérot empfiehlt den Begriff des Ökonomen Yanis Varoufakis. Der digitale Großkomplex steuere künstlich gezüchtete gesellschaftliche Debatten auf Social Media, um von realen kriminellen Netzwerken (wie dem Epstein-Skandal) abzulenken und eine gesellschaftliche Klarnamenpflicht durchzusetzen [48:51], [49:37], [50:21].

Guérot schließt mit einem Appell an die positive Utopie: Europa müsse – wie David gegen Goliath – wieder an eigene, friedliche Visionen jenseits der Waffenlogik glauben [51:11].

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
53min
Thematisierte Personen

Erstellt: 26.03.2026 - 14:19  |  Geändert: 26.03.2026 - 14:19

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