16.03.2026

Holger Friedrich SCHOCKT Mainstream mit "Ostdeutscher Allgemeiner" (Interview 115)

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auf YouTube (16.03.2026) 1:24:17

Videokanal

In diesem Interview vom Kanal Based. spricht der Unternehmer und Verleger Holger Friedrich über die Neugründung der „Ostdeutschen Allgemeinen“ (OZ) sowie über seine persönlichen und politischen Ansichten.

Zeitmarken

1. Die Motivation hinter der „Ostdeutschen Allgemeinen“

Friedrich erklärt, dass er mit der Zeitung eine Marktlücke füllen und eine ostdeutsche Perspektive auf Augenhöhe in den gesamtdeutschen Diskurs einbringen möchte [07:34].

  • Kritik am Mainstream: Er wirft etablierten Medien vor, den Osten oft zu stigmatisieren (als „Dunkeldeutschland“ oder Hort von Nazis) [09:37].
  • Ziel: Die Zeitung soll den Diskurs weiten, indem sie auch gegensätzliche Positionen (z. B. Judith Butler vs. Götz Kubitschek) unvoreingenommen nebeneinanderstellt [15:31].
  • Unternehmertum: Als Tech-Unternehmer sieht er die Sanierung des Berliner Verlags und die Gründung der OZ auch als betriebswirtschaftliche und publizistische Herausforderung [05:20].

2. Verhältnis zu Russland und der Ukraine-Krieg

Friedrich vertritt eine Position, die er als spezifisch ostdeutsch beschreibt [41:43]:

  • Diplomatie statt Eskalation: Er kritisiert die westliche Politik als „Politikversagen“ und plädiert für moderierendes Eingreifen und Gespräche mit Russland, anstatt auf einen militärischen Sieg zu setzen [42:36].
  • Persönliche Kontakte: Er verteidigt seine Besuche in der russischen Botschaft. Er betont, dass er dort klar den Stopp des Krieges fordere, das russische Volk aber nicht als Feind betrachte [46:53].

3. Umgang mit der DDR-Vergangenheit und Egon Krenz

Ein kontroverser Punkt des Interviews ist Friedrichs Dankbarkeit gegenüber dem letzten SED-Generalsekretär Egon Krenz [52:45]:

  • Friedliche Revolution: Er ist Krenz dankbar dafür, dass 1989 nicht auf die eigenen Leute geschossen wurde. Er sieht darin einen humanistischen Akt, der ihm persönlich als damaligem NVA-Soldaten eine Eskalation erspart habe [53:47].
  • Differenzierung: Er erkennt die Schuld von Krenz (z. B. Mauertote) an, plädiert aber dafür, die historische Figur differenzierter zu betrachten [01:21:02].

4. Die Stasi-Vergangenheit von Holger Friedrich

Friedrich nimmt ausführlich Stellung zu den Vorwürfen über seine Tätigkeit als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) [01:01:07]:

  • Drucksituation: Er schildert, wie er nach einem Fluchtversuch und Vorfällen bei der Armee von der Stasi unter massiven Druck gesetzt und zur Unterschrift einer Verpflichtungserklärung gezwungen wurde [01:11:21].
  • Subversion: Er behauptet, die Zusammenarbeit unterlaufen zu haben, indem er die betroffenen Personen vorab informierte und mit ihnen absprach, was er der Stasi berichten würde [01:15:11]. Laut Friedrich wurde dies von Zeitzeugen bestätigt.

5. Kritik an den Eliten

Friedrich sieht eine wachsende Kluft zwischen der politischen Mitte und der Realität der Bevölkerung [12:41]. Er argumentiert, dass der Osten durch seine Transformationserfahrung nach 1989 eine „Lernchance“ für ganz Deutschland biete, die jedoch von den westdeutsch geprägten Eliten ignoriert werde [39:07].

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
1h 24min 17s
Thematisierte Personen

Erstellt: 18.03.2026 - 07:35  |  Geändert: 18.03.2026 - 07:59

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