Dieses Briefing dokumentiert die zentralen Thesen und Untersuchungsergebnisse von Dr. Robin Andersen, Professorin Emerita an der Fordham University, bezüglich der Rolle westlicher Medien im Kontext des Konflikts in Gaza. Die Kernargumentation besagt, dass führende Medienhäuser – insbesondere in den USA – nicht lediglich über das Geschehen berichten, sondern durch gezielte narrative Rahmung, das Verschweigen von Fakten und die Übernahme ungeprüfter Propaganda einen Völkermord medial ermöglichen.
Robin Andersen (Jahrgang unbekannt) ist eine US-amerikanische Medienwissenschaftlerin und Professorin emerita für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Fordham University. Sie lehrte dort über viele Jahre im Department of Communication and Media Studies und leitete unter anderem das Peace and Justice Studies Program sowie das Graduate Program in Public Communications. Inhaltlich beschäftigt sie sich vor allem mit Medienkritik, Kriegsberichterstattung, Propaganda, Werbung, Konsumkultur sowie der Verbindung von Medien und Militär. Andersen veröffentlichte zahlreiche Fachbücher, darunter „A Century of Media, A Century of War“, das 2007 mit dem Alpha Sigma Nu Book Award ausgezeichnet wurde. Weitere Arbeiten befassen sich mit Umweltkommunikation, humanitärer Berichterstattung, Medienbildern von Konflikten sowie der Darstellung von Migration und Katastrophen in Film und Fernsehen. Sie war außerdem in medienkritischen Organisationen wie FAIR (Fairness and Accuracy in Reporting) aktiv und veröffentlichte regelmäßig Essays und Analysen zu US-Medienpolitik und internationaler Berichterstattung. Neben ihrer akademischen Tätigkeit wirkte sie an Konferenzen, Medienprojekten und internationalen Forschungsprogrammen mit.
Wikipedia (EN): Robin Andersen | Website: Andersen