Ein Umbruch von historischer Tragweite: Die 500-jährige Dominanz Europas und der USA über den ›Rest der Welt‹ geht zu Ende. Eine neue Hegemonialmacht wird es auf absehbare Zeit nicht geben. Es entsteht eine multipolare Weltordnung. Neue Akteure aus dem Globalen Süden steigen auf und haben ein weltpolitisches Gewicht wie nie zuvor. Keine der heute lebenden Generationen kennt eine solche historische Situation aus eigener Erfahrung. Der Umbruch wirft neue Fragen auf, zu Chancen und Risiken des neuen Systems, zu Krieg und Frieden. Wir haben es mit einer enorm gesteigerten Komplexität zu tun.
Globaler Süden (Thema)
Dieses Buch deckt die Schattenseiten der grünen Wende auf.
Die Klimakrise duldet keinen Aufschub - doch sind die Lösungen des Globalen Nordens wirklich nachhaltig? Während Europa und Nordamerika auf erneuerbare Energien, Elektroautos und Wasserstoff setzen, bleibt eine unbequeme Wahrheit verborgen: Diese Wende basiert auf dem massiven Abbau strategischer Rohstoffe im Globalen Süden. Unter dem Deckmantel der Nachhaltigkeit entstehen neue Ungerechtigkeiten - für Mensch und Umwelt.
Debatten um Klima, historische Verantwortung und nationale Wirtschaft sind in Deutschland von Bullshit-Diskursen durchzogen. Anstelle ernsthafter Auseinandersetzung um das koloniale Erbe sowie der ausgelagerten Klimazerstörung pflegen wir ein entrücktes Selbstbild.
Wie ist diese Diskrepanz aufzulösen? Nur mit einer bedingungslosen Schuldenstreichung für den Globalen Süden!
Dieses Buch ist ein prägnanter und inspirierender Aufruf, über den Kapitalismus hinauszublicken. Es wird darin der Kurs in Richtung einer besseren Welt abgesteckt. Eine, die frei ist von Ausbeutung, Pandemien, Klimakrise und Kriegen, wie sie den Planeten gegenwärtig heimsuchen. Angeregt durch die pointierten Fragen des international publizistisch tätigen Aktivisten Frank Barat zeigt der renommierte Autor Vijay Prashad, wo der Weg zu Hoffnung und Befreiung verläuft.
Das kämpferische Vermächtnis des leidenschaftlichen Globalisierungskritikers!
In einer Zeit, die von verheerenden Kriegen in Gaza und der Ukraine, von einer drohenden Klimakatastrophe, von Flüchtlingselend und dem Erstarken autoritärer Regime geprägt ist, erinnert Jean Ziegler, langjähriger UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, daran, dass im globalen Süden seit Jahrzehnten ein Vernichtungskrieg gegen die Schwächsten der Menschheit wütet, immer und schlimmer noch, mit allein im Jahr 2023 über sechzig Millionen Todesopfern. Gestorben an Hunger, Durst, Epidemien oder durch Verteilungskonflikte, hinterlassen sie ein so stummes wie beredtes Zeugnis von den Auswirkungen des Raubtierkapitalismus: Heute besitzen 50 Einzelpersonen so viel wie die abgehängte Hälfte der Menschheit, erwirtschaften die 500 größten transkontinentalen Unternehmen mehr als die Hälfte des Bruttoweltprodukts.
Geschichte wird immer von den Herrschenden geschrieben. Auch heute gibt es praktisch keine Geschichtsbücher für Schüler oder Studenten, in denen die Eroberungskriege und Massaker von „Karl dem Großen“ aus Sicht der einfachen Menschen dieser Zeit geschrieben sind. Selbst die Geschichte Deutschlands wird aus der Sicht einer geläuterten Elite dargestellt. Nicht aus der Sicht der einfachen Menschen, welche nicht nur Täter, sondern auch die Opfer des Systems waren und zu Millionen starben, verstümmelt und traumatisiert wurden.
Dieses Buch bespricht die Gaza-Krise nach dem 7. Oktober 2023 aus der Sicht des „Globalen Südens“ und widerspricht so logischerweise dem Narrativ, welches die Sicht der Kolonialländer darstellt. Das vorliegende Buch deckt den Zeitraum ab, von Oktober 2023 bis zur zu dem sich langsam entwickelnden Krieg zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon, an der nördlichen Grenze der von Israel beanspruchten Gebiete Ende Juni 2024.
Innovativ, mächtig, rücksichtlos: Kaum eine Geschichte wird so oft erzählt wie die vom unaufhaltsamen Aufstieg der Tech-Konzerne an die Spitze der global vernetzten Welt. Nur ein Kapitel wird dabei ausgelassent: Der Preis, den der globale Süden dafür bezahlt. Der Tech-Journalist Ingo Dachwitz und der Globalisierungsexperte Sven Hilbig beleuchten diesen blinden Fleck und zeigen die weltweiten Folgen des digitalen Kolonialismus sowie bestehende Ansätze für eine gerechtere Digitalisierung auf. Soviel steht fest: AI will not fix it.
»Wer in Afrika progressiv denkt, zitiert Sankara«, so ›Der Spiegel‹ 2018. Auch deshalb wird der 1987 ermordete Revolutionär im nachkolonialen Europa oft übergangen. Schließlich hatte sich der ›Che Afrikas‹ aufgemacht, »die Zukunft zu erfinden«, ein »Wagnis«, wie er selbst meinte. Unter seiner Präsidentschaft wurde Obervolta in Burkina Faso (›Land der Gerechten‹) umbenannt, der Name war Programm: Sankara schaffte die Regierungslimousinen ab, verbot Genitalverstümmelung, Polygamie, Brautpreise. Emanzipation und Klimapolitik wurden zu Tagesaufgaben.
Zwei Kapitel dieser Studie wurden als Beilage der Marxistischen Blätter veröffentlicht. Auf vielfache Bitte von Leser:innen haben wir jetzt die ganze Studie in deutscher Übersetzung veröffentlicht.
Die Download-Datei ist der englische Originaltext.